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Veröffentlicht am  23.02.10, 12:24 Uhr von  

Quadrokopter fürs iPhone: Parrots AR.Drone

QuadrokopterQuadrokopter oder Mikrokopter sind seit einigen Jahren regelmäßig auf diversen Hackertreffern und -kongressen präsent, Hersteller Parrot will nun eine Fertigvariante der “Drohnen für den Heimgebrauch” auf den Markt bringen. Gesteuert wird das Gerät via iPhone oder iPod Touch, und vorgestellt wird es geradezu erschreckend harmlos – als Spaßgerät, mit dem man nebenbei noch Augmented Reality-Games zocken kann. iPhone-Technik subversiv?

2007 wurden die Quadrocopter auf dem Chaos Communication Camp erstmals ausführlicher vorgestellt, und das Ziel war recht klar: ein privates Gegengewicht zur Überwachungstechnologie von Staat und Unternehmen. Die Mikrokopter sind in der Regel mit GPS-Modul ausgestattet, um an bestimmten Punkten als “Luftnagel” positioniert werden zu können, darüber hinaus sind sie in der Lage, eine Kamera zu tragen. Den ersten “öffentlichen” Einsatz hatte einer der Hacker-Quadkopter bezeichnenderweise im Umfeld des G8-Gipfels in Heiligendamm, wobei es zum Dialog mit einem Polizisten kam, der auf die Frage “Oh, ist das unsere neue Drohne?” die Antwort “Nein, das ist unsere” erhielt.

Damals waren die Teile zum Bau eines Mikrokopters alleine noch um die 1000 Euro teuer, der Preis sank bis zum 2007er-Congress nach Weihnachten auf unter 800 Euro und seitdem weiter – Parrots AR.Drone setzt einen neuen Maßstab, wenn die “gemunkelten” 350 Dollar ungefähr die preisliche Größenordnung sind, in der sich das für 2010 angekündigte Erscheinen des Quadrokopters abspielen soll.
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“Even meters away” soll man dank WiFi Bilder der Drone-Kamera auf das iPhone streamen. rechweitentechnisch ist das für die “subversiveren” Einsatzzwecke eher uninteressant, wenn die AR.Drone zu diesem Preis kommt, sollte sich jedoch ein Hack finden lassen.


Drohne auf dem 26C3, 2009

2007 wurde bei meiner ersten Begegnung mit den Mikrokoptern noch befürchtet, dass sich neben Bürgerrechtlern oder Journalisten auch beispielsweise Paparazzi für die Technik interessieren würden, auch in Sachen Quadkopter-Einsatz zum Drogenschmuggel kam es zu interessanten Brainstormings. Auf die Idee, die Geräte zum Spielen von Augmented-Reality-Games zu nutzen, kam damals noch niemand. Man kann aber davon ausgehen, dass es keinesfalls bei den von Parrot angeführten Einsatzzwecken bleibt.

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 10 Kommentar(e) bisher

  •  @ic_falkenberg sagte am 23. Februar 2010:

    RT @Macnotes: Quadrokopter fürs iPhone: Parrots AR.Drone http://macnot.es/33117

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  •  rj sagte am 23. Februar 2010:

    Spannender ist imo noch die Frage nach zukünftigen Auflagen bei Demonstrationen. In dem kontext kann ich mir aber auch schon wieder vorstellen, dass wenn es wirklich zu Angeboten dieser Preisklasse kommt und die praktisch nutzbar sind (Flugdauer, Nutzlast, Bildübertragung und -speicherung), dass es dann die eine oder andere Gruppe auch drauf ankommen lassen kann, dass die Drohne selber beschlagnahmt wird. Solang man das Bildmaterial hat… da ists einfach dann ein deutlicher Unterschied zwischen den 1000 Euren plus Arbeitszeit seinerzeit und den 250, 300, die hier zumindest mal “gemunkelt” werden.

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  •  Luli sagte am 24. Februar 2010:

    Ersteinmal beängstigend, damit kann man dann am Nachbarhaus empor Fliegen und durch die Fensterscheiben gucken……

    Aber die Idee mit den Augmented-Reality-Games hört sich echt interessant an!

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  •  OlliPolliNolli sagte am 25. Februar 2010:

    Das kann auch nur Schrott sein. Wie die “Drohne”, die Conrad anbot.

    Schaut mal ins Mikrokopter-Forum (www.mikrokopter.de). Das sind ernst zu nehmende Fluggeräte mit (nebenbei) sehr verantwortungsvollen Piloten, die geschlossen hinter einer vernünftigen Anwendung stehen.

    Auch, wenn die Anfänge des MK über den Chaos-Club veröffentlicht wurden, es ging dort nie darum, diese Geräte zum Ausspionieren oder für Papparaziflüge einzusetzen.

    Ich selber fliege und fotografiere im Auftrag von Geschäfts- und Privatkunden mit weiterentwickelten Mikrokoptern (www.aircam4u.de). Es wäre extrem Geschäftsschädigend, das Gerät zu missbrauchen.

    Ausserdem geht da sowieso nix OHNE offizielle Aufstiegsgenehmigung.

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  •  rj sagte am 25. Februar 2010:

    Wenn ich den Eindruck erweckt haben sollte, dass es sich bei MK-Piloten allesamt um Chaoten im negativen Wortsinn handeln soll – das war mitnichten meine Absicht und ich ging davon aus, dass die “befürchteten” weiteren Einsatzzwecke das auch durchaus klarmachen.

    Ich muss zugeben, dass ich auf ein hands-on bei der AR durchaus neugierig wäre, mit dem selber eine bauen wollte es ja die letzten zwei Jahre nicht hinhauen :) Mein Stand ist eben der, dass sich in Sachen Flugdauer/Nutzlast in den letzten beiden Jahren nichts entscheidendes getan hat (ich würd mich über eigenes falschliegen diesbezüglich freuen) und dass eine Serienfertigung in durchaus “spassorientierter” Richtung regelmäßig auch Fortschritte für andere abwirft.

    Noch schnell zur Verantwortung: ich halte einige “zivil ungehorsame” Einsatzmöglichkeiten von Mikrokoptern durchaus für verantwortungsvoll, das mag ich aber explizit als Privatmeinung deklarieren und dass das ein streitbares Feld ist, unbenommen. Weiter ist imo ein Missbrauch von Technik spätestens bei ihrer breiten, kostengünstigen Verfügbarkeit keine Frage mehr des “ob”, sondern nur noch des Ausmaßes. Was ich wiederum in keiner Weise in Richtung Mikrokopter-Forenuser gelesen wissen will.

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  •  OlliPolliNolli sagte am 25. Februar 2010:

    Also bei mir wurde der Eindruck nicht erweckt. Aber bevor es bei anderen Lesern dazu kommt, mein Beitrag eben.

    Unsere Fluggeräte (sind ja keine Drohnen) haben eine Flugdauer zwischen 12 und 18 Minuten. Mit Nutzlast (Kamera) von 340g bis 1300g. Ohne Nutzlast weit über 20 Minuten. An einem kühlen Wintertag mehr als genug, wenn man an die 1200 Sekunden an einem Stück in der Kälte steht :)

    Ich bin mir sicher, die Parrot schafft im Höchstfall 3 Minuten, die WiFi-Verbindung lässt zudem null ernsthafte Entfernung zu.

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  •  @maggusscheppi sagte am 8. März 2010:

    ar.drone hopefully in the store in a few days? http://macnot.es/33117

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  •  maggusscheppi sagte am 8. März 2010:

    hab das Teil auf der Cebit letzte Woche in Aktion gesehen und war hin- und hergerissen. Einen WowWee ROVIO kann man auch mit dem iPhone steuern, aber es macht keinen Spass. Mit einer Tastatur laesst sich wesentlich genauer lenken.
    Doch auf der Messe konnte ich sehen, wie der Vorfuehrende mit Interessenten quatschte und dabei das iPhone in einer Hand haltend zur Steuerung der Drone einsetzte. Mit einem Auge darauf schielend.
    Bei meinem Heli zuhause darf ich noch nicht einmal blinzeln, dann liegt das Ding schon zerschmettert an der Wand.

    Gruesse

    Maggus

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  •  michach sagte am 14. August 2010:

    Hallo liebe Gemeinde,

    es gibt schon erste Erfahrungsberichte von unseren Usern die dei Drone schon vorher bekommen haben :-)
    Mehr erfahrt Ihr unter: http://www.air-drone.de

    Viel Spaß
    Micha

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  •  Richie sagte am 15. August 2010:

    Jetzt machst mich neidisch :o) aber wir werden uns auch noch einen live angucken.

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