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Verleger wollen gegen Apples “No Nipple-Policy” klagen – Pressefreiheit in Frage gestellt

App StoreDie International Federation of the Periodical Press, kurz FIPP, wurde vom Verband Deutscher Zeitungsverleger gebeten, eine Klage gegen Apple in Betracht zu ziehen. Der Anklagepunkt: Apple störe mit der Zensur der Springer-Apps die Pressefreiheit.

Als die BILD-App erschien, zeigte sich das dort ebenfalls verfügbare Bild-Girl eher zurückhaltend. Während im Print barbusige Damen zu sehen waren, gab es die Mädchen innerhalb der App maximal in Bikini zu sehen. Im App Store herrscht die Vorgabe, dass in Apps keine Nacktinhalte enthalten sein dürfen – auch nicht in Veröffentlichungen von Printmedien. Dies hatte seinerzeit auch dazu geführt, dass die Stern-App auf Grund einer in der App erreichbaren Erotik-Galerie zwischenzeitlich nicht mehr verfügbar war.

Schon im Februar verurteilte Michael Konken, Chef des Deutschen Journalistenverbandes, diese Beschränkungen: “Da wird in die Berichterstattung eingegriffen, das darf nicht sein. Das kann man sogar als Zensur bezeichnen.” Auch beim Verband deutscher Zeitschriftenverleger VDZ sah man dies ähnlich und sah die Pressefreiheit in Gefahr. So ließ Wolfgang Fürstner, Geschäftsführer des Verbandes, verlauten:

“Wir können und werden als Verlage unsere Seele nicht verkaufen, nur um ein paar Kröten von Apple zu bekommen. Heute passen dem Konzern nur nackte Brüste und andere angeblich sexistische Inhalte nicht, und morgen sind es wichtige gesellschaftliche und politische Themen, die den Verantwortlichen von Apple missfallen. Das ist Zensur und davor müssen wir uns schützen.”

Apples sogenannte “No Nipples”-Policy betrifft dabei vor allem den amerikanischen Markt, alle anderen Länder müssen sich diesen Bedingungen dennoch fügen. Bei der FIPP überprüft man derzeit die Beschwerde, die in der letzten Woche vom VDZ eingereicht wurde, eine Entscheidung ist aber noch nicht gefallen.

Kathrin Grannemann
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Kathrin Grannemann, Chefredakteur
09.03.2010, 18:04 Uhr
News & Rumors
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6 Kommentare , 4 Trackbacks und 2 Tweetbacks

  1. flopsy

    09.03.10, 18:46 Uhr, #1

    flopsy meint:

    Es ist ja nicht so, dass der Springer-Verlag gezwungen wird, eine “Bild-App” zu veröffentlichen. Vorallem in Anbetracht der Tatsache dass sie das für “ein paar Kröten” tun.

  2. Profilbild

    09.03.10, 19:25 Uhr, #2

    flo meint:

    Freiheit für die Nippel!

    Ich unterstütze diesen Antrag.

  3. Profilbild

    09.03.10, 21:33 Uhr, #3

    Herman meint:

    Pressefreiheit wegen “no nipple” in Gefahr!!
    Selten so gelacht……

  4. Profilbild

    09.03.10, 21:36 Uhr, #4

    Herman meint:

    Sagen wir mal so: der Journalismus ist wegen Bild und Bunte in Gefahr…..

  5. Profilbild

    09.03.10, 22:32 Uhr, #5

    bono01 meint:

    Finde dies auch mehr als lächerlich. Gerade in Europa sieht man doch an jeder Ecke Nacktes Fleisch.

  6. Profilbild

    10.03.10, 3:28 Uhr, #6

    Reflashed meint:

    Ich möchte auch nicht den verschobenen Moralvorstellungen der Amerikaner unterworfen sein. Keine Nippel aber Waffen und Gewalt ist kein Problem.
    Tja, aber Apple wird uns alle noch umerziehen …

  7. Profilbild

    12.03.10, 11:07 Uhr, #7

    #036 – No niple policy | TouchTalk meint:

    [...] Verleger rütteln an der “No Nipple Policy”…ähem [...]

  8. Profilbild

    [...] im Februar wies Michael Konken, Chef des deutschen Journalistenverbandes, darauf hin, dass durch die Bestimmungen in die Berichterstattung eingegriffen werde, man dieses fast schon als [...]

  9. Profilbild

    [...] vor einiger Zeit hat der Verband deutscher Zeitungsverleger aus denselben Gründen eine Klage gegen Apple gefordert. Während jedoch für den US-Store [...]

  10. Profilbild

    16.06.10, 19:08 Uhr, #10

    Neu: iHomophob by Apple | kopfkompass.de meint:

    [...] kann auch nicht erkennen, dass die Pressefreiheit durch Apples No-Nipple-Policy ernsthaft gefährdet wäre. Glücklicherweise ist kein Verleger dazu gezwungen Presseprodukte für [...]


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Tweetbacks


  1. 09.03.10, 18:31 Uhr, #2

    @loogee meint:

    Verleger wollen gegen Apples “No Nipple-Policy” klagen – Pressefreiheit in Frage gestellt: – Heute Nippel, morgen…?


  2. 09.03.10, 18:25 Uhr, #1

    @MacBesch meint:

    Keine Nippel bei Apple = Pressefreiheit verletzt?

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