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Veröffentlicht am  10.03.10, 15:47 Uhr von  

iTunes LP im Tausch gegen DRM-freie Musik auf Wunsch der Plattenlabels entstanden?

iTunesBerichten zufolge soll die iTunes LP von Apple auf Wunsch der Plattenlabels entwickelt worden sein sein – im Austausch gegen DRM-freie Musik im iTunes Store. Rund ein halbes Jahr ist seit dem Launch des Albumformats iTunes LP im iTunes Store vergangen, das Konzept von interaktiven Alben konnte sich aber offenbar nur bedingt durchsetzen.

Laut GigaOM sollen Apple-nahe Quellen berichtet haben, dass es einen Deal zwischen Plattenlabels und Apple gab. Die Voraussetzung: Apple bekommt Musik ohne Kopierschutz, während Apple die Option der iTunes LP und die dazugehörige Infrastruktur schafft. Die ersten LPs sollen sogar querfinanziert worden sein, mit insgesamt $60.000 pro Stück. Apple selbst soll nie wirklich Interesse am Format gehabt haben – die Produktion der Alben sei ohnehin zu kostspielig und deshalb für Labels uninteressant. Außerdem bliebe das Interesse seitens der Kundschaft aus.

Dabei ist das Konzept der iTunes LP gar nicht schlecht: Es gibt im Vergleich zum regulären Albumkauf im Netz einen echten Mehrwert, da man zusätzliche Informationen wie Lyrics, Linernotes u.Ä. direkt angezeigt bekommt. Im deutschen Store sind derzeit gerade mal 21 iTunes LPs* zu finden, und das obwohl die Erstellung seit dem Release einer Entwicklerdokumentation im Herbst letzten Jahres um einiges einfacher geworden und damit auch für kleinere Labels durchaus machbar ist.

Tendenziell könnte das iPad das Interesse an der iTunes LP wieder zum Leben erwecken – auch wenn Steve Jobs das Apple-Tablet seinerzeit nicht gezielt als Musik-Device, sondern eher als Gerät für Text- und App-Anwendungen vorgestellt hat. Gezeigt wurde zumindest eine LP, allerdings wurde sie keines weiteren Kommentars gewürdigt – dabei wäre der große Bildschirm des iPad in Kombination mit den Touchscreen-Möglichkeiten genau das, was das Nutzungserlebnis einer iTunes LP verbessern und die Grenzen zwischen physischer und virtueller LP weiter verschwimmen lassen könnte.

Immerhin trauen sich mittlerweile auch deutsche Bands und Labels an die iTunes LP heran. Das aktuellste Beispiel sind Fettes Brot, die vor kurzem ihr Live-Doppelalbum in Form von zwei iTunes LPs, “Fettes“* und “Brot“*, veröffentlicht haben – inklusive Making-Ofs, Musikvideos und Bildergalerien.

[via GigaOM]

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 5 Kommentar(e) bisher

  •  gewappnet sagte am 10. März 2010:

    Besonders sinnvoll ist die iTunes LP beim neuen Gorillaz-Album. Bei dieser virtuellen Band war die multimediale Präsentation ja immer schon Teil des Konzepts. Bei den ersten beiden Alben musste man dafür noch eine zusätzliche DVD kaufen. Jetzt haben sie alles das, was früher auf den DVDs war, in iTunes LP gepackt.

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  •  kg sagte am 10. März 2010:

    @gewappnet das gilt quasi für alle Alben, wo bisher eine zusätzliche DVD dabei war, um Fotos und zusätzliche Materialien bereitzustellen. Ich finds tendenziell eine schöne Sache, alldieweil die LPs nicht mehr kosten als reguläre Alben – und grad auf dem iPad könnte ich mir die Usability durchaus vorstellen.

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  •  hauke sagte am 10. März 2010:

    Die zahl von 21 LPs stimmt nicht es sind schon ein paar mehr. Allerdings werden nicht alle im LP Bereich gefeatured. So habe ich z.b. Broken Bells als iTunes LP.

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  •  @superglide sagte am 10. März 2010:

    iTunes LP im Tausch gegen DRM-freie Musik auf Wunsch der Plattenlabels entstanden? http://macnot.es/34174 (via @Macnotes)

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  •  Michael sagte am 11. März 2010:

    iTunes LPs sind toll finde ich. Ein guter Mehrwert für die digitale Alternative, ich würde mir nur wünschen, es gäbe mehr von Bands, die mich auch interessieren. Ich hoffe in naher Zukunft werden einige Bands dieses Format mehr unterstützen.

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