MACNOTES

Veröffentlicht am  11.03.10, 13:05 Uhr von  kg

Flash vs. HTML5: Kein klarer Sieger im Streamingtest

FlashFlash vs. HTML5: Was frisst mehr Ressourcen? Diese Frage hat man sich im Streaming Learning Center auch gestellt und musste bei Tests mit YouTube feststellen, dass man sie nicht eindeutig beantworten kann.

Steve Jobs hatte Flash noch vor kurzem als CPU-Rowdy bezeichnet und spielte damit unter anderem auf die miserable Flash-Performance auf der Mac-Plattform an. Anstatt dessen will man bei Apple lieber auf HTML5 setzen – das Format, das viele Streaming-Seiten mittlerweile auch als Alternative zur Verfügung stellen.

Auf Basis des YouTube-Players, der sowohl in Flash- als auch in HTML5-Variante zur Verfügung steht, wurden die jeweiligen Rechnerperformances getestet, dabei kam eines heraus: Es hängt beim (zumindest beim Videostreaming) von der Plattform ab, wie viel Prozessorlast von HTML5 bzw Flash erzeugt wird.

Getestet wurde mit zwei Testumgebungen: Zum einen mit einem Windows-Rechner (HP 8710w mit Core 2 Duo 2,2GHz, 2GB RAM und Windows 7) sowie mit einem MacBook Pro (Core 2 Duo 3,06 GHz, 8GB RAM und Mac OS X 10.6.2). Das Ergebnis: Während HTML5 auf dem Mac im Safari klar die Nase vorn hatte, war es auf dem Windows-Rechner genau anders herum. Dort arbeitete der für den Test genutze Chrome-Browser mit Flash besser als mit HTML5. Laut den Testern sollen diese Ergebnisse unter anderem an dem für Windows bereits offiziell verfügbaren Flash 10.1 liegen.

Das Plugin kann unter Windows die GPU nutzen, um Videoinhalte zu dekodieren, dies geht selbst mit der aktuellsten 10.1 beta 3 für Mac noch nicht, da dafür die entsprechende API noch nicht freigegeben wurde. Die Flash 10.1 beta 3 zeigt sich insgesamt durchaus schneller als der aktuellste reguläre Release des Flash Players, dennoch gibt es Handlungsbedarf seitens Adobe.

Nicht getestet wurde vom Streaming Learning Center allerdings nicht die Performance von anderen Flash-Anwendungsbereichen wie Spielen oder Internetseiten mit Flashelementen. Einiges ist dort mit HTML5 nicht oder nur in begrenztem Maße umsetzbar. Wer sich zum Beispiel die MacHeist-Preview seinerzeit mal genauer angeschaut hat, der dürfte selbst festgestellt haben, dass Flash-lose Animationen für den Prozessor ebenfalls anstrengend werden können – zumindest bei uns fing der Lüfter bereits nach kurzer Zeit an, die CPU wieder herunterzukühlen.

[via Streaming Learning Center]

 Und wie ist deine Meinung?  Schreib uns einfach!

 6 Kommentar(e) bisher

  •  Ubahnverleih sagte am 11. März 2010:

    Wurde bei HTML5 Auf windows und Mac wirklich das gleiche Video getestet? Ich dachte, dass opera kein H.264 unterstützt. Theora läuft allerdings nicht im Safari.

    Antworten 
  •  Inselkoenig sagte am 11. März 2010:

    Flash vs. HTML5!? – denke, heutzutage sollte ein vernünftiger “Rechner” sowie auch ein Smartphone wie das iPhone und auch ein Tablet wie z.B. das iPad beides können.
    Da werden wieder mal “Rangeleien” unter den Soft- wie Heardware-Herstellern auf dem Rücken der Verbraucher ausgetragen.

    Mich als User interessiert es überhaupt nicht welche Querelen, technischen Probleme – die muss man dann halt abstellen und beheben! – da im Hintergrund bestehen und entstehen. Der User will ein Top-Gerät und Top-Software, innovativ und einfach handelbar und sicher funktionierend, wenn er eine solche kauft und bezahlt!

    Basta!!! – ADOBE, APPLE, INTEL, MICROSOFT und “Konsorten!!!

    Antworten 
  •  kg sagte am 11. März 2010:

    @Inselkoenig da stimme ich dir teilweise zu – aber eben doch nur teilweise. Wenn ich mir so anschaue, wie die Performance des aktuellen offiziellen Flash-Releases ist und wie die Entwicklung da im Vergleich zur Windows-Version hinterherhinkt, kann ich durchaus verstehen, dass Apple lieber darauf verzichtet, es in die Mobilgeräte einzubauen. Und Adobe scheint nur so mittelinteressiert daran zu sein, da mal was komplett Neues zu bauen. Was habe ich von einem Rechner, der nach einer Minute anfängt, sämtliche Systemressourcen für ein Plugin aufzubrauchen?

    Antworten 
  •  nick sagte am 11. März 2010:

    >Was habe ich von einem Rechner, der nach einer Minute anfängt, >sämtliche Systemressourcen für ein Plugin aufzubrauchen?

    Na und? Dann schalte ich das halt ab. Aber so habe ich wenigstens die Wahl.
    Jetzt ist bei mir auch Click2Flash und Flashblock installiert und geht bestens.

    Antworten 
  •  kg sagte am 11. März 2010:

    @nick die Begründung liegt eher darin, dass Apple das “Erlebnis” bei der Nutzung möglichst weit optimieren will. Ist das gleiche Phänomen wie mit der Begrenzung, welche Apps offiziell aufs iPhone dürfen und welche nicht. Klar kann man jailbreaken, das macht aber Otto Normalverbraucher nicht und stört sich auf nicht an den fehlenden Möglichkeiten – bisher habe ich auf dem iPhone Flash nicht vermisst.

    Antworten 
  •  Inside sagte am 25. Dezember 2010:

    Na bravo ein Test ohne Quellen und laut beschreibung schon unter extremst ungleichen Bedingungen. Dieser Test sagt so gut wie nichts aus!

    Getestet werden sollte unter gleich Voraussetzungen:
    - Gleiche Hardware
    - Gleicher Browser
    MAC besitzen auch nur irdische Hardware und die läuft genauso gut mit Windows. Auch Browser sind heutzutage weitestgehend Systemübergreifend verfügbar, auch hier kann man gut und gerne die gleiche Software verwenden.

    Wenn man den Test unter diesen Bedingungen wiederholt könnte man ihm einiges mehr an Aussagekraft zurechnen.

    Antworten 

Kommentar verfassen

Werbung
© 2006-2013 MACNOTES.DE. Made with insanely great for all things Mac. Apple.de