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Veröffentlicht am  22.03.10, 15:57 Uhr von  

Telekom Store geplant, Obermann will Sonderabgaben für datenintensive Dienste

iPhone T-MobileDie Deutsche Telekom plant mit dem Telekom Store eine Medien-Plattform, auf der Filme, Musik, Spiele und eBooks verfügbar gemacht werden sollen. Währenddessen plant man beim T-Mobile, Entwickler datenintensiver Apps künftig zur Kasse zu bitten.

Mit dem Telekom Store will man bei der Telekom eine iTunes-Alternative schaffen, von der aber primär Nicht-iPhone-Nutzer profitieren werden. Laut Financial Times wird ein Komplettlösung mit Musikload, Mediaload und Gamesload angestrebt, Portalen, die aktuell alle eigenständig laufen – es dürfte sich hierbei weniger um einen direkten Angriff auf den iTunes Store als viel mehr um eine Bündelung bereits vorhandener Ressourcen handeln. Zusammenarbeiten sollen unter anderem mit Samsung und Nokia bestehen, außerdem soll ein Verbund diverser Telefonanbieter entstehen – darunter auch France Telekom und Telefonica. Langfristig wäre auch eine Einbeziehung von Zeitungs-Abos und eBooks denkbar – bei der CeBIT wurde bereits eine Zusammenarbeit zwischen SPIEGEL und T-Mobile verkündet. Öffnen könnte der neue Store bis Ende des Jahres.

Währenddessen tritt man bei der Telekom aber auch bewusst gegen Google und Co. auf: Erst letzte Woche ließ Chef René Obermann auf dem hauseigenen Investorentag wissen, dass man Firmen wie Google und Apple einen Teil ihrer Einkünfte abschöpfen möchte: “Wir können nicht alles umsonst anbieten, zahlen müssen diejenigen, die die Netze stark beanspruchen,” so Obermann. Wer einen Dienst anbietet, der die Bandbreite besonders beansprucht, soll auch dafür bezahlen. Der eigentliche Knackpunkt aber dürfte sein, dass man bei der Telekom darauf hofft, ein Stück vom Kuchen abzubekommen. Über App Stores und Werbedienste werden von Google, Apple und anderen ordentliche Gewinne eingefahren, von denen die Telekom nichts abbekommt. Ob aber die jeweiligen Partner überhaupt dazu bereit sind, für die Netznutzung bei T-Mobile auch noch zu bezahlen, darf bezweifelt werden – schließlich sind nicht nur die Big Player auf die Telekom angewiesen, sondern auch die Telekom auf Google und Konsorten: Ohne datenintensive Anwendungen besteht für den Kunden keine Notwendigkeit darin, teure Verträge abzuschließen. Außerdem hätten Obermanns Pläne auch Folgen für die Netzneutralität: Firmen, die sich die zusätzlichen Abgaben an die Telekom nicht leisten können, werden benachteiligt.

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 6 Kommentar(e) bisher

  •  thnn sagte am 22. März 2010:

    Dass die Telekom irgendein Intereresse an der Netzneutralität hat, darf bezweifelt werden. Aktionen wie sich das Thethering zusätzlich bezahlen zu lassen sprechen hier ebenso eine deutliche Sprache wie andere in der Geschichte der Telekom und Ihrer Tochterfirmen liegende Geschäftsgebaren. Die würden wohl aus dem Internet am liebsten ein BTX 2.0 machen, wo pro Seitenabruf bezahlt wird.
    Zum Glück gibt es ja heute (bisher) Alternativen.

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  •  nick sagte am 22. März 2010:

    Wer sich die Datentarife der Telekom holt, ist selber schuld.

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  •  Crockett sagte am 22. März 2010:

    Ich kann die Konzernpolitik von T-Mobile und Co auch nich nachvollziehen. O2 hat(te) das besser verstanden. Hier bindet man die Kunden nur ein halbes Jahr und diese bleiben trotzdem über Jahre Kunde. Über Netzqualität kann man sich natürlich streiten, aber beklagen kann ich mich soweit nicht! Tethering kostenlos und sogar einen eigenen iPhone Support!!! Danke O2!

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  •  iPadBlog sagte am 22. März 2010:

    In sechs Monaten wird es eben Alternativen zu iTunes, Ovi und Co. geben.

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  •  Kayzah sagte am 23. März 2010:

    Pff, absolut lächerlich!
    Wäre ich Google würde ich meine Dienste für T-Kom mal eine Woche sperren und die auslachen.

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  •  Rolf sagte am 23. März 2010:

    Obermann wer? Erst reisst man sich um das iPhone und beschwert sich im Nachgang über diese oder jene vorher schon bekannten Pflichten! Diese Witzfigur hat ständig irgendwelche “tolle Ideen” um an mehr Geld zu kommen. Wie wäre es mal mit einem zuverlässigen Service in anderen Bereichen? “Wir können nicht alles umsonst anbieten…” Die Realität sieht aber so aus, dass die Telekom preislich in 90% der Fälle die teuersten Produkte anbietet. Und wenn ein Wettbewerber den Zuschlag erhält, kassiert man eben dort ab. Oberman, wie wär es mal mit etwas weniger Gehalt und mehr Kundenservice?

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