MACNOTES

Veröffentlicht am  1.04.10, 17:29 Uhr von  rj

Apple iPad: Begeisterung über den Game Changer

iPad Die Begeisterung überwiegt: nach den ersten Besprechungen und Reviews ist Apples iPad das nächste große Ding. Das Tablet wird die kommenden Jahre mit Sicherheit prägen und Apple hat – trotz aller vorangegangener Kritik am iPad – einmal mehr bewiesen, dass sie aus dem Stand mit einer neuen Geräteklasse ganz nach vorne pretschen können. Nicht nur die Begeisterung der ersten iPad-Tester lässt auf eine spannende Zukunft hoffen.

Handhabung, Look and Feel

Übereinstimmend: Lob des Designs. Dass Apples Tablet schick aussieht, war für jedermann ersichtlich, dass es auch haptisch überzeugt, wird nach den ersten Praxistests deutlich. Das iPad ist nicht nur ein Hingucker, man nimmt es offenbar auch gerne in die Hand. Dennoch vergleichsweise leicht und intuitiv bedienbar – insbesondere Einsteiger werden mit dem iPad aller Voraussicht nach bestens klarkommen.
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Den Faktor, wie man ein Gerät in die Hand nehmen kann, darf man in dieser Geräteklasse absolut nicht unterschätzen. Ein Netbook-Ersatz kann das iPad definitiv werden, schlicht, weil man es noch einfacher wie die Mini-Laptops nutzen, herumreichen, zwischenrein und nebenher verwenden kann. Dafür gibt es gute Gründe – Gewicht, Bedienbarkeit, Akkulaufzeit, Bildqualität usw., und natürlich auch solche, die gegen das iPad sprechen, wie eben fehlende Schnittstellen. In der Praxis wird es sich aber so verhalten, wie es Walt Mossberg beschreibt: man verspürt immer seltener das Interesse, etwas schwereres in die Hand zu nehmen. Und eben dieses “gerne nutzen wollen” ist wahrscheinlich genau der Knackpunkt, der das iPad zum Erfolg bringen wird. Dass Apple hier nicht zuviel versprochen hat, lassen die ersten Reviews deutlich erkennen.

Das wird aller Voraussicht nach auch für die “Techies” gelten, denen die New York Times den ersten Teil ihres Reviews gewidmet hat. Kein Flash, kein Multitasking, und wer will schon ein drittes Gerät mit sich herumtragen, wenn man bereits einen Laptop und ein Smartphone hat? Die Vermutung liegt indessen nahe, dass exakt die Personen, die jetzt mit Laptop und Smartphone unterwegs sind, in kurzer Zeit auch ein iPad ihr Eigen nennen werden. gleichzeitig schafft es Apple, Menschen anzusprechen, die bislang für die Computerei möglicherweise weniger übrig hatten. An Rechnern weniger interessierte Eltern oder Großeltern mit einem iPad auszustatten, wird für viele eine Option sein, wenn der Mac noch nicht “einfach genug” war.”

Ausstattung, Bedienung und Features

Dass man es gerne nutzen will, hat natürlich seine Gründe. Nur ein Knopf, keine Maus, keine Tastatur. Wer schon einmal weniger technikaffinen Menschen Rechner- oder Handybasics erklären musste, wird am iPad seine helle Freude haben. Treffender Satz in der USA Today: Es geht nicht darum, was man mit dem iPad machen kann, sondern wie man es machen kann.

Dass die Hardware dabei ihre Stärken ausspielt, ist bei den beobachteten Akkulaufzeiten keine Selbstverständlichkeit – zehn Stunden verspricht Apple, von deren elf bis zwölf wird berichtet. Das fehlende Multitasking und der Verzicht auf Ressourcenfresser wie Flash werden ihr Teil dazu beigetragen haben, aber dass dennoch die Bildqualität stimmt, Apps und Games unmittelbar auf die Eingaben reagieren, das iPad gar ein “taktiles Erlebnis” ist, liegt natürlich daran, dass auch in technischer Beziehung alles stimmt.
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Es war für mich heute lange Zeit kein Problem, anderen per YouTube beim Auspacken und Ausprobieren ihrer iPads zuzusehen, aber bei Lektüre von Xeni Jardins ersten iPad-Eindrücken begann die Wartezeit doch zu nerven. Schlicht, weil ihre Art der Nutzung ungefähr die ist, wie ich sie mir selber auch vorstelle – wie ein Buch, nur eben ein lebendiges. Das man im Bett, auf der Couch, unterwegs und bei der schnellen Mahlzeit zwischendurch verwendet, surft, liest und dabei auch den Tropfen Mayo schnell wieder vom Screen gewischt hat, den das iPad zwischenrein abbekam. Dass die Aktivitäten dabei auf weiten Strecken dieselben sind, die man mit einem Netbook aufführen würde, spielt nur insofern eine Rolle, als dass das iPad auch als Netbook-Ersatz durchgeht (bzw. sich als solcher aufdrängt), spätestens zusammen mit der angedockten Tastatur.

Und dann ist es doch auch der Aspekt, was man damit machen kann. Ein neues Spieleerlebnis, sogar der Vergleich zur Wii wird gezogen. Mit der beim iPad vorgesehenen Möglichkeit, externe Steuerungsgeräte anzuschließen, werden noch weitere Genres auf der Accelerometer/Touchscreen-Plattform Erfolge feiern können. Und natürlich die harry Potter-Assoziation: “Das ist die Version (Buch), die man in der Bibliothek von Hogwarts ausleiht. Alles darin ist auf irgend eine Art lebendig.”

Things to come

Trotz aller Vorschusslorbeeren sind die Zukunftsaussichten vermutlich das spannendste am Tablet. Die unvermeidliche Kritik natürlich – dass die Zukunft ebenso ein HD-Tablet bereithalten wird wie eines mit Kamera, USB-Schnittstellen und GPS. Und einen iPad-Safari mit Tabs.

Allein, wenn man die Entwicklung im Smartphonebereich vom Erscheinungsdatum des ersten iPhone bis heute betrachtet, kann man sich ausmalen, was Apple nun angestoßen hat. Ein Blick weiter zurück hilft aber auch: Es muss um 2002 gewesen sein, als ich bei HP in Böblingen auf einer Präsentation ein (Windows-)Tablet zu sehen bekam, welches insbesondere das Lernen revolutionieren sollte. Schreibblock- und Lehrbuchersatz sowie Plattform zum kollaborativen Arbeiten sollte das Gerät sein, und die Diskussionen um seine Praxistauglichkeit drehten sich insbesondere um die Qualität der Handschriftenerkennung.

Es ist ungerecht, die heutigen Hardwaremöglichkeiten mit der damaligen Zeit zu vergleichen, aber was heute insbesondere beeindruckt ist, wie inspirierend die Technik von Apple wirkt. Damals erwartete man eine Art Mischung zwischen Rechner und Notizblock. Heute erwartet man nicht nur komplett neue Formate von Büchern und Magazinen: man macht sie. Schließlich hat Apple ein Tablet herausgebracht.

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 10 Kommentar(e) bisher

  •  yiiit sagte am 1. April 2010:

    Sehr schöner Bericht, vielen Dank dafür.

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  •  makionmac sagte am 1. April 2010:

    cooler Bericht
    ich kann es kaum erwarten
    haben muss … :-)

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  •  @ApfelAktuell sagte am 1. April 2010:

    #Apple #iPad: #Begeisterung über den #Game #Changer http://macnot.es/35850

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  •  @Woyager sagte am 1. April 2010:

    RT @Macnotes: Apple iPad: Begeisterung über den Game Changer http://macnot.es/35850

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  •  Tekl sagte am 2. April 2010:

    Ich finde es wieder mal erstaunlich. Eine kleine Klitsche produziert ein Produkt und der gefühlte Rest der Welt stürzt sich darauf, als würde ohne das Teil die Welt untergehen. Keine Ahnung wie Apple es schafft, dass Content-Anbieter plötzlich und recht spontan umdenken und Inhalte extra für das iPad ausliefern, ohne vorher den Erfolg abzuwarten. Okay, HTML5 ist im Kommen, also viel Falsch machen kann man da nicht. Keinen scheint es zu kümmern, dass Firefox und Opera keine H.264 unterstützen. Ja selbst Microsoft wird H.264 in den IE9 bringen.

    Etwas beängstigend allerdings, dass es kaum ein anderes Unternehmen gibt, welches so (angeblich) wegweisende Produkte an den Markt bringt. Selbst der iMac wurde nicht mal gut kopiert.

    Mit dem iPad kommt aber so langsam das Star-Trek-Feeling ins Haus. Die Star-Trek-Macher hatten scheinbar schon den richtigen Riecher. Deren Raumschiffer sind ja voller „Touch“, auch wenn die Menschen zumindest bei Next Generation eher jeden gegenseitigen „Touch“ vermieden haben. ;-)

    Ich werde mir das iPad aber bis zur 2. oder 3. Generation verkneifen. Dem iPhone konnte ich bislang ja gut widerstehen, dank iPod Touch. ;-)

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  •  Quake sagte am 3. April 2010:

    Relativ einfach zu erklären. Es gibt Weltweit keine einzige Firma die Apple Softwaretechnisch auch nur annähernd das Wasser reichen kann. :)
    Ich werde nicht eine einzige Generation auslassen, da ich jetzt schon zu 101% überzeugt bin.

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  •  Julian sagte am 4. April 2010:

    das iPad als Netbookersatz? Kann ich mir eigentlich gut vorstellen, doch wie schauts mit word-Kompatibilität und Datenspeicherung aus? In allen Reviews wird immer nur über das Speichern von Fotos, Büchern und Musik gesprochen; nirgends hab ich bisher etwas dazu gefunden ob und wie man pdf- und office-Dateien speichern und bearbeiten kann. Läuft das alles über pages?

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  •  rj sagte am 5. April 2010:

    Julian, in der Zwischenzeit gabs aus Richtung MS ne Absage an Office für iPad, aber ich denke, das wird nicht der Knackpunkt werden. Zum Texten reichts, was die Konverter hinkriegen, ich schaetze eh, dass auf dem Pad noch staerker auf die Cloudgeschichten ala google docs gesetzt werden wird – fuer Google Mail gibts ja schon eine iPad-Portierung und das wirds fuer Docs auch geben usw.
    PDF bearbeiten wuesst ich jetzt nicht. Aber auch nicht, was dagegen spraeche :o)

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  •  Pepe Nietnagel sagte am 6. April 2010:

    Wer Apple als “kleine Klitsche” bezeichnet lebt nicht ganz auf der Höhe der Zeit. Rein schon aus wirtschaftlicher Sicht ist das Blödsinn.

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  •  marcel sagte am 6. April 2010:

    Sehr guter und nicht zu langer Artikel, danke dafür!

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