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Veröffentlicht am  12.04.10, 15:55 Uhr von  kg

iPhone: Akkulaufzeit verlängern, Akku sparen, Einstellungen zum Stromsparen

iPhone 3GWarum ist der Akku meines iPhone so schnell leer? Wie kann ich die Akkulaufzeit meines iPhone verlängern? Diese Fragen stellt sich jeder iPhone-Besitzer irgendwann einmal. Manchmal bedarf es nur weniger Einstellungsänderungen und die Batterie-Laufzeit des Smartphones verlängert sich merklich. Unser Tutorial soll dabei helfen, die Lebensdauer und die Entladezeit des iPhone-Akkus zu verlängern.

Nicht nur iPhone-Nutzer kennen das: Nach einem Tag intensiver Nutzung ist der iPhone-Akku leer. Grund hierfür sind neben ressourcenintensiven Anwendungen auch “Dauerverbraucher” – z. B. die Push-Dienste, die dauerhaft Anfragen auf die Nachrichtenserver schicken, Ortungsdienste und Funktionen wie WiFi oder Bluetooth. Manchmal helfen schon kleine Einstellungsänderungen dabei, die Akkulaufzeit zu verbessern und die Zeit bis zur nächsten Aufladung herauszuzögern. Im Folgenden zeigen wir, welche Nutzungsweisen den Akku schnell leer machen, welche Einstellungen den Akku des iPhone schonen, welche Möglichkeiten (und Risiken für hohen Stromverbrauch) bei Jailbreakern eine Rolle spielen, ob Apps zur Batteriepflege sinnvoll sind und zu guter Letzt, welche Möglichkeiten der Stromversorgung die Erreichbarkeit via iPhone verbessern können.

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iPhone-Nutzungsgewohnheiten

Zuallererst sollte man seine Nutzungsgewohnheiten unter die Lupe nehmen. Was genau macht man mit dem iPhone, welche Prozesse sind besonders akkubelastend und wie lange hält das iPhone insgesamt ohne Aufladung durch? Steckt man sein iPhone ohne vorherigen Standby per Power-Knopf in die Tasche (und entlädt so den Akku bis zum Auto-Standby)? Welche Dienste sind aktiv, welche braucht man tatsächlich und wann?

 

Einstellungen verbessern Akkulaufzeit

Je nach den gewählten Einstellungen kann man die Batterielaufzeit steuern. Ortungsdienste, Displayhelligkeit, Push-Services, direkte Mailabfragen, WiFi, Bluetooth sowie UMTS sind beim iPhone die größten Stromfresser. Permanent aktiviertes Bluetooth ist der beste Garant für einen schnell entladenen Akku: Der ohne Headset selten benötigte Dienst sollte immer deaktiviert sein, wenn man ihn nicht braucht.

Viele iPhone-Nutzer haben die Ortungsdienste standardmäßig aktiviert, nutzen sie aber eher selten bis gar nicht. Schaltet man diese in den allgemeinen Einstellungen aus, ortet sich das iPhone nicht permanent, dadurch lässt sich ebenso Batterie sparen.

Push-Benachrichtigungen machen das Leben mit Mail, Twitter, Facebook und Co. zwar angenehmer, gehen aber auf Kosten der Akkulaufzeit. Es empfiehlt sich daher, nicht genutzte Push-Dienste generell abzuschalten und ggf. auf weniger wichtige Dienste zu verzichten, wenn man fernab der Steckdose ist.

[singlepic id=7265 w=200 float=left] Der Equalizer des iPod wird von Apple ebenfalls unter die Stromverbraucher gezählt. Wer hier die verschiedenen Sound-Presets abschaltet, kann auf eine (geringfügig) längere Laufzeit im iPod-Betrieb hoffen.

 

Akku sparen durch Netzwerkeinstellungen

Auch in den Netzwerkoptionen gibt es einige Tricks und Kniffe, die zu einer längeren Akkulaufzeit führen können. Nutzt man beispielsweise nur selten die Datenverbindung, empfiehlt es sich, auf den 3G-Modus zu verzichten. Auch in Regionen mit schlechter UMTS-Abdeckung kann dies hilfreich sein – sowohl Telefonate als auch Datenverbindungen via GPRS/EDGE sind dann noch möglich. Gleiches gilt für WiFi: Benötigt man es ohnehin nicht, sollte man es ebenfalls deaktivieren, da man damit Batteriestrom einsparen kann.

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Displayhelligkeit – der verkannte Akkufresser

Einer der nur selten bedachten Faktoren bei der Akkulaufzeit ist die Displayhelligkeit. Entweder kann man dabei auf die “Auto-Helligkeit”-Funktion zurückgreifen, oder man schaltet die Helligkeit manuell ein. Wählt man eine geringere Helligkeit, schont dies den Akku.

 

Akkustrom sparen für Jailbreaker

Bei der Akkuentladung von Jailbreak-iPhones sind noch einige Faktoren mehr zu berücksichtigen (und einige Möglichkeiten mehr vorhanden). Das Problem: nicht alle Hintergrund-Apps werden in den verschiedenen Taskmanagern und Prozess-Viewern angezeigt. Backgrounder zeigt – wenn aktiviert – eine “Badge” an den laufenden Prozessen.
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Wer sich trotz sparsamem Gebrauch von Hintergrund-Apps wundert, dass sein iPhone-Akku schnell entladen ist, sollte gelegentlich einen Blick in den SBSettings-Prozessmanager werfen. Nebeneffekt von SBSettings: man kann schnell Stromfresser wie Bluetooth, WiFi, SSH-Server oder 3G zu- und abschalten.

Umfassendere Monitoring-Möglichkeiten bietet beispielsweise SysInfoPlus, das laufende Prozesse auf dem iPhone zuverlässig anzeigt (aber keine Möglichkeiten zum Beenden bietet).
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Mit einem Terminal kann man sich ebenfalls aktive Programme und Tasks anzeigen lassen – MobileTerminal ist kostenlos via Cydia zu haben, für die Kommandozeilentools top und ps muss man die Pakete top und adv-cmds installieren und via su und Passworteingabe Superuser werden. Hier ist indessen größere Vorsicht geboten und man sollte nur dann anfangen, mit kill (Prozess-PID) Tasks abzuschießen, wenn man weiß, was man tut.

[singlepic id=7261 w=200 float=right] Besser als das “Abschießen” von potentiellen Stromverbrauchern ist die komplette Deinstallation. Viele Cydia-Apps sind nicht als Icon auf dem Homescreen sichtbar, manche laufen dazu im Hintergrund – ein guter Grund, regelmäßig in der Paketverwaltung nachzusehen, ob man wirklich alles braucht, was installiert wurde. Nicht angezeigte Tools, gar mit Doppelung der Funktionen, sind selbstredend auch Stromfresser. Infiniboard neben Iconoclast muss nicht sein, ebenso wenig eine parallele Installation von Multifl0w, Circuitos oder ProSwitcher. ScreenSplitr wird nicht in den Prozessen bei SBSettings angezeigt, auch wenn es im Hintergrund läuft – immerhin hat das Icon aber seine “On”-Badge. Vom alternativen Installer Rock wird gesagt, dass er sich im Hintergrund startet und aktualisiert – das bedeutet natürlich ebenso eine schnell entladene iPhone-Batterie.

 

Apps zum Batterie-Monitoring und Akkupflege

[singlepic id=7267 w=200 float=left] Kostenlos wie kostenpflichtig gibt es zahlreiche Apps wie Battery Boost, Batterie Monitor und ähnliches mehr. in der Regel sind diese nutzlos bis esoterisch. Man kann nur davor warnen, für eine App zur Akkuüberwachung Geld auszugeben, und auch der Sinn der Gratisapps erschließt sich nur bedingt. Je nach Abstand zum nächsten Mobilfunkempfänger, WiFi-Accesspoint etc. ändert sich der Akkuverbrauch im Mobilbetrieb, die Restkapazität des iPhone-Akkus lässt sich nicht auslesen (manche der “Stromspar-Apps” bieten die Möglichkeit, diese Pi mal Daumen einzustellen, was gelinde gesagt ungenau ist) – Faktoren, die man in der Regel nicht kennt und die Prognosen zur Akkurestlaufzeit verhindern.

Möglicherweise entsteht mehr Schaden als Nutzen. Der Wechsel zur separaten App zur Akku-Entladung verbraucht ebenfalls Strom. Man ist mit einem Auge auf das Batterie-/Ladesymbol (empfehlenswert ist die Prozentangabe) in der Regel auf dem gleichen Informationsstand – und spart Strom dabei.

Wenn eine App wie Battery Doctor Pro auch noch verspricht, die Akku-Lebensdauer und Entladezeit zu maximieren, ist das auch mindestens mit Vorsicht zu genießen. Auch diese App kann nicht mehr als den Akku laden – tiefgreifendere Eingriffe ins (Akku-)System bietet Apple nicht an, die “Ladetipps”, auf die eine solche App hinweist (und die aller Wahrscheinlichkeit nach ihren einzigen Nutzen bedeuten) sind bekannt und stehen unter anderem hier in diesem Howto.

 

Akkupflege beim iPhone

Nicht nur die Benutzung von Apps, Einstellungen und Funktionen muss beim Akku beachtet werden: Auch die Akkupflege sollte immer im Hinterkopf bleiben. Es empfiehlt sich, mindestens einmal im Monat den Akku komplett zu laden und ihn hinterher komplett zu entleeren. Auch die Art und Weise, wie man das iPhone auflädt, kann die Lebensdauer des Akkus verlängern: Überhitzt der Akku beim Aufladen, kann dies den Akku und seine Kapazität stark beeinflussen – man sollte das iPhone deshalb am besten an einen gut belüfteten Ort legen anstatt es z. B. in der Schutzhülle zu belassen. Auch bei der Benutzung sollte man die Temperatur beachten – die ideale Betriebstemperatur liegt bei etwa 22°C, der Benutzungsbereich zwischen 0 und 35°C. Alle Temperaturen, die darunter oder darüber liegen, sollte man dem iPhone nicht zumuten.

 

Maximale Laufzeiten

Auch bei der besten Pflege sollte man die von Apple angegebenen Laufzeiten nicht vergessen: Beim iPhone 3GS sind maximal 5 Stunden Sprechzeit über UMTS, 12 Stunden Sprechzeit über GSM, 5 Stunden UMTS-Datennutzung, 9 Stunden Wi-Fi, 10 Stunden Videowiedergabe oder 30 Stunden Audiowiedergabe maximal angezeigt – vorausgesetzt der Akku ist komplett geladen und besitzt seine Originalkapazität.

 

Akkupacks, Ladegeräte und Lademöglichkeiten

Stromsparen ist gut – Strom haben hilft ebenfalls. Für den Notfall empfiehlt es sich, einen Akkupack anzuschaffen. Zwei Typen der iPhone-Akkus stehen zur Auswahl – Akkus zum Anstecken, die einfach unten am Dock eingesteckt werden und Akku-Hüllen, die meist die gesamte iPhone-Rückseite bedecken. Erstere sind in der Regel kleiner und leichter, man zieht sie jedoch auch leichter versehentlich ab, wenn man das iPhone beispielsweise aus der Hosentasche zieht. Die großen Akkupacks, die das gesamte iPhone umschließen, machen das Gerät wiederum ein Stück weit klobiger, sitzen jedoch fest am iPhone und bieten in der Regel auch die höhere Ladekapazität.

Zu guter Letzt kann man nie genug Lademöglichkeiten haben. Trivial, aber hilfreich: überall die Möglichkeit schaffen, das iPhone an den Strom zu hängen. Ein separates Ladekabel am Arbeitsplatz ist immer da, wenn man es braucht. Ein USB-Lader im Auto rettet gelegentlich die iPhone-Batterieladung, wenn man das abendliche Anstöpseln vergessen hat. Die Akkulaufzeit beeinflussen diese Tricks natürlich nicht – aber die Erreichbarkeit definitiv. Und um die geht es ja letztendlich.

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 19 Kommentar(e) bisher

  •  @Gigatoreador sagte am 12. April 2010:

    RT @Macnotes: iPhone: Akkulaufzeit verlängern, Akku sparen, Einstellungen zum Stromsparen http://macnot.es/36177

    Antworten 
  •  afoerster sagte am 12. April 2010:

    Danke für die Tips!!
    Bedeutet “… und ihn hinterher komplett zu entleeren”, dass man das iPhone so leer daddeln soll, bis es “ausgehet”? Hatte immer gedacht, dass dies nicht passieren sollte und dass man bei 20% laden soll!?
    Danke für Antwort ;)

    Antworten 
  •  @randolf sagte am 12. April 2010:

    RT @Macnotes: iPhone: Akkulaufzeit verlängern, Akku sparen, Einstellungen zum Stromsparen http://macnot.es/36177

    Antworten 
  •  paul sagte am 12. April 2010:

    Tolle Tipps, gleich umgesetzt… Danke!!

    Antworten 
  •  @Clever_Clogs sagte am 12. April 2010:

    Sehr hilfreich, danke dafür. RT @randolf: iPhone: Akkulaufzeit verlängern, Akku sparen, Einstellungen zum Stromsparen http://macnot.es/36177

    Antworten 
  •  kg sagte am 12. April 2010:

    Apple selbst empfiehlt “völliges Entleeren”, und das halte ich auch für sinning: Es geht darum, dass der Akku anständig kalibriert wird. Ich würde das allerdings nicht ständig machen, sondern wirklich maximal einmal im Monat, ansonsten wirds gefährlich ;-)

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  •  afoerster sagte am 12. April 2010:

    Danke kg!!

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  •  Stefan sagte am 13. April 2010:

    Bei der Wahl des Akkupack auch auf die Kenndaten werfen. NiMH oder Li-ION und natürlich auf die angegebene Leistung.
    Die meisten AkkuPacks bewegen sich im Bereich 1000-5000mAh

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  •  jimmy sagte am 13. April 2010:

    Wenn man in SysInfoPlus unter den Reiter “Process” geht und dort einen Prozess antippt erscheint oben rechts in Button mit “Stop”. Ich gehe mal davon aus das eben dieser Button dn jeweiligen Prozess beendet.

    Zum Thema Akku völlig entladen etc. kann ich euch nur diesen Link ans Herz legen.

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  •  ben sagte am 14. April 2010:

    Netter Artikel, aber mir fehlen Infos zum Thema, ab wann Apple einen Akku auf Garantie tauscht. Wie viel Leistung muss der Akku dafür schon eingebüßt haben?

    Antworten 
  •  @expiriet sagte am 2. November 2010:

    iPhone: Akkulaufzeit verlängern, Akku sparen, Einstellungen zum Stromsparen: http://macnot.es/36177

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  •  Roland sagte am 9. Dezember 2010:

    Also, ein moderner Li-Ionen Akku sollte nie unter 20% entladen werden und nicht mehr als auf max. 80% um eine höhere Lebensdauer zu erreichen.
    In der Regel gilt, je höher der minimale und je niedriger der maximale Ladezustand, umso besser. Durch das Tiefentladen und Volladen entstehen irreversible Veränderungen im Akku, die zu einem Kapazitätsverlust führen.

    Antworten 
  •  @Desenchantee sagte am 22. Januar 2011:

    iPhone: Akkulaufzeit verlängern, Akku sparen, Einstellungen zum Stromsparen: http://macnot.es/36177

    Antworten 
  •  Cosita sagte am 13. Juni 2011:

    Hier könnt ihr nachlesen wie ihr die Laufzeit des Akkus vom iPhone 3 mal verlängert!

    http://www.konisto.de/anleitung_iphone-akku-langer-halten-zeit-8702.html

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  •  der eine sagte am 30. August 2011:

    es handelt sich beim iphone um (Wiederaufladbare Batterien auf Lithium-Basis) nicht um Akkus! :D

    Antworten 
  •  Victor sagte am 11. November 2011:

    Akkuleistung sparen ist super, doch leider hält der iPhone Akku dadurch auch keine 2 Tage. Ich habe mir jetzt einen externen Akku besorgt, dann gibts kein hin und her mehr an einem langen Wochende ohne Steckdose. Ich bin bei meiner Suche auf die Akkus von HyperJuice gestossen. Nachdem ich meinen Akku jetzt 3 Monate im Einsatz habe bin ich echt Fan von diesem kleinen Teil. Schaut Euch das an HyperJuice Nano von http://www.hyperbatteries.de

    Antworten 
  •  Marion Bauer sagte am 21. Dezember 2012:

    Hallo,kann mir jemand helfen!! Kann mein iPhone nicht mehr laden,es reagiert nicht mehr.Leuchte eine Batterie auf mit etwas rot und fertig..
    Kann es sein das mein Akku defekt ist….

    Antworten 
    •  at sagte am 21. Dezember 2012:

      Das ist aus der Entfernung schwer zu sagen. Vielleicht gehst du damit besser in einen Telekomladen oder zu nem Apple-Händler. Wir wissen nicht, wie alt das Gerät ist, was es für eines ist, was du damit vorher angestellt hast, usw. usf. Ferndiagnose ist außer halt zufällig, wenn jmd. exakt dasselbe Problem hatte, eher unmöglich.

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      •  Marion Bauer sagte am 21. Dezember 2012:

        Ich danke..

        Antworten 

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