MACNOTES

Veröffentlicht am  17.04.10, 9:04 Uhr von  ac

Kolumne: Gemischte Gefühle

KolumneDie Gefühle spielen verrückt… So fing einst ein ganz schlechter Song aus den Neunzigern an. Aber diesen Satz kann man auch auf viele Dinge anwenden, die in den vergangenen Tagen passiert sind. Tragische Nachrichten aus aller Welt – die wir größtenteils anderen Medien überlassen wollen. An dieser Stelle werden überwiegend Nachrichten aus Cupertino und rund um die Welt des Apfels beleuchtet. Aber auch hier kommen neuerdings viele gemischte Gefühle auf…

Auf der einen Seite die großen Erfolge, die Apple verzeichnet. Das iPad mit seinem erfolgreichen Verkaufsstart und den Verlegern, die darin nach wie vor die Erlösung sehen, für die seiner Steveness auf Knien gedankt werden muss. Die steigenden Marktanteile Apples, von der Apple-Aktie muss man gar nicht mehr sprechen, neue Macbook Pros und nicht zuletzt: Steve ist aktiv, aktiver denn je sogar mit seinen Antwort-E-Mails und und und.

steve-jobs-iphone-t-mobile

Auf der anderen, dunklen Seite der Machtmedaille stehen die teilweise berechtigten Kritiken an den Produkten und der Vorgehensweise von Apple. Da kommt es auch bei hartgesottenen Apple-Anhängern zu einem Gefühlsgulasch. Eines ist aber sicher: Apple ist auf der Höhe der Zeit, jetzt geht es nur darum, diese Stellung nicht durch unnötige, falsche oder sehr unpopuläre Entscheidungen zu gefährden. Solange die positiven Dinge überwiegen, sollten wir frohen Mutes in die Zukunft schauen.

Eines hat uns die Geschichte gelehrt: Anscheinend braucht Steve immer ein Feindbild. Zuerst war es Big Blue, dann Microsoft und nun ist es Adobe. Die armen Adobes wollen doch tatsächlich aus schierer Verzweiflung Apple verklagen. Es stellt sich nur die Frage, weshalb und mit welchem Ziel? Haltbar ist eine Anklage nicht. Adobe kann schlecht Apple in einer freien Marktwirtschaft zwingen, Flash in welcher Form auch immer aufs iPhone und iPad zu bringen. Es wird von den Medien bereits ein Krieg zwischen Apple und Adobe heraufbeschworen – was dort wirklich stattfindet, ist (noch) ein Geplänkel zwischen zwei Unternehmen. Das eine möchte die Produkte des einen nicht verwenden und das andere möchte unbedingt auf die erfolgreiche Plattform.

Nun ja, es ist irgendwie menschlich. Eher tierisch und für Macnotes ungewohnt cat-contentlastig ist hingegen das Video von Iggy, die letzte Woche das iPad entdeckte und daraufhin vom Netz entdeckt wurde. Das Warten auf das iPad in Deutschland erleichtert die so gesegnete Katze dennoch kaum.
 
Apple wird es nie allen recht machen können, ob nun Katzen oder Menschen. Oft aber erledigen sich viele Probleme von selbst. Wer auf ein iPad mit Kamera gehofft hat, der kann sich ziemlich sicher sein, dass die kommenden Modelle damit ausgerüstet werden. Alle, die sich geärgert hatten, dass die iPhones kein Multitasking haben, werden mit dem iPhone OS 4 wieder mild gestimmt. Nun ja, zumindest die Eigner eines 3GS. Man könnte an dieser Stelle schon fast eine kluge Taktik seitens Apple/Steve vermuten. Polarisieren ist gut, man bleibt in aller Munde und am Ende ist die Freude viel größer, wenn ein gefordertes Feature nach langem Warten doch noch kommt…

Manche Entscheidungen von Apple muss man aber auch nicht verstehen: dass das neue MacBook Pro 13″ keinen i5/i7-Prozessor bekommen hat, beispielsweise. Klar, die Laufzeit der Akkus ist länger und die Grafikkarten sind leistungsfähiger, aber warum hat man dem Käufer nicht die Entscheidung gelassen zwischen besseren Prozessoren und längerer Akkulaufzeit? Manches Mal erinnert es schon an Bevormundung. Die taktischen Entscheidungen von Apple sind teilweise nachvollziehbar, aber sie vergraulen auch potenzielle Kunden. Blu Ray-Laufwerke wurden schon seit Ewigkeiten gefordert, kommen werden sie vermutlich nicht mehr. Hier pusht Apple seinen iTunes Store.

Genug Gefühlsduselei, harren wir der Dinge, die da kommen! Apropos Ausharren: Seitdem Autodesk mit AutoCAD R12 die Mac-Plattform fallen ließ, sind der Gerüchte viele und der Wunsch vieler Macianer nach einem Comeback stark gewesen. Eventuell ist Rettung jetzt zum Greifen nahe. Jedenfalls wenn man diesem Beitrag Glauben schenken darf. In der Zwischenzeit gibt es aber von Autodesk handfesteres: das Sketch Book Pro für das iPad. Wer mit dem iPad nicht wie ein Kindergartenkind (oder eine Katze) Fingermalen möchte, für den gibt es die folgende Lösung:

Diese Socken-Technik scheint bei vielen gut angekommen zu sein, bei Amazon werden die Socken zusammen mit den Stylus-Produkten empfohlen.

Der Rausschmeißer für heute ist das Retro-iPad-Phone!

 Und wie ist deine Meinung?  Schreib uns einfach!

 9 Kommentar(e) bisher

  •  @alexf10 sagte am 17. April 2010:

    RT @Macnotes: Kolumne: Gemischte Gefühle http://macnot.es/36860

    Antworten 
  •  bono01 sagte am 17. April 2010:

    Apple tut was immer Apple tun will. Das ist schon seit langem so. Leider ist dies aber oft nicht das was der Kunde möchte. Aber der Erfolg gibt ihnen (noch) recht. Aber es bleibt abzuwarten ob dies noch sehr lang so bleiben wird wenn Apple nicht mehr auf die Wünsche der Kunden eingeht. Gutes Design reicht halt nicht immer jedem aus um viel Geld für einen Laptop und Co. auszugeben.

    Antworten 
  •  Hs111 sagte am 17. April 2010:

    Dennoch – lieber e ” gelenkte” Freiheit (in schoenem Design u guter Technik), als Chaos u Bediener- Unfreundlichkeit u Langeweile mit anderen platforms

    Antworten 
  •  Test sagte am 17. April 2010:

    Das ist eine Zeile

    Antworten 
  •  kr sagte am 19. April 2010:

    Ich hätte zwar auch immer gerne die für mich optimale Konfiguration, aber das bekomm ich bei anderen Herstellern auch nicht. Und wer braucht wirklich ein 13 Zoll Macbook mit i5 oder gar i7?

    Antworten 
  •  nick sagte am 19. April 2010:

    Und genau wegen der Apple-Politik kann es gut sein, dass meine nächste Anschaffung kein iPad sondern ein WePad sein wird und statt iPhone 4 ein Android einen Test verdient.
    Und das, obwohl ich mit meinem 2 Jahre alten Macbook Pro und auch mit dem iPhone 3G sehr zufrieden bin.

    Antworten 
  •  Nadann sagte am 20. April 2010:

    Bleibt die Frage, was “der Kunde” denn wünscht, sofern es eine eindeutige Meinung “des Kunden” überhaupt gibt?
    Zuverlässige Produkte auf überwiegend aktuellem Stand der Technik inkl. Updates etc. erfordern nun mal ein Regelwerk sowie etwaige Einschränkungen bzw. Kompromisse, wenn es komplexer wird.
    Wie es nicht funktioniert wird gerade von MS und Adobe gezeigt, die zwar prinzipiell nach allen Seiten offen, aber technisch leider auch Weltmeister bei ausgenutzten Sicherheitslücken sind und sich eher Umsatz statt ausgereifte Produkte auf die Fahnen geschrieben haben.
    Android ist von der Idee her sehr gut, wenn die Anbieter mitspielen. Wenn nicht, muss man halt das Nachfolgeprodukt erwerben, wenn man die aktuelle Version des OS haben will.

    Meistens reicht es, sich 30 Minuten im stillem Kämmerlein zu überlegen, wie man es denn konzeptionell selber machen würde.
    Tauchen weiterhin Thekenaussagen wie “hat doch heute jeder” oder “kann hersteller x für zwofuffzich doch auch” auf, hift mal ein genauer Blick auf die Vergleichbarkeit der angeführten Hersteller:
    MS –> Betriebssysteme, Applikationen
    Adobe –> Applikationen
    Apple –> Rechner, OS, Applikationen, Infrastruktur für Bereitstellung von Content (Musik, Film, Buch, Applikation)

    Für Flash-Funktion Abstürze, Akkulaufleistung etc. und damit Unmut bei Kunden zu riskieren wäre ein Bespiel für ein Harakiri-Mannöver, wenn man die technischen Geschicke und Reaktionsgeschwindigkeit in den letzten 10 Jahren bei Adobe verfolgt.

    Es ist auch nun mal einfacher, generell auf z.B. in Deutschland verbotene Symbole zu verzichten, statt aufwendig zu verwalten, in welchem Land denn eine Applikation angeboten werden darf. Kann man Zensur nennen, kann man aber auch nachvollziehen – wer will schon eine Etage nur mit Juristen im Betrieb haben oder als Entwickler auf alle Kunden in Deutschland verzichten ;-)

    Und sind optische Medien in Anbetracht der Datenmengen auf USB-Stick noch zeitgemäß?

    Antworten 
  •  Grolox sagte am 21. April 2010:

    warum hat denn Apple diesen Erfolg ?
    Weil man eben doch etwas mehr bekommt als bei
    den anderen Herstellern.
    Jeder hat seine Wünsche , richtig , nur kann man diese
    umsetzen ohne die Anderen zu schwächen ?
    und genau da ist der erfolg von Apple zu sehen .
    Die richtige Wahl zu treffen.

    Antworten 
  •  Volker Schmitt sagte am 22. April 2010:

    Danke für den Artiikel – bekomme auch zunehmend gemischte Gefühle – ob´s wohl daran liegt, dass ich Alt geworden bin und keinen Übervater mehr brauche?

    Antworten 

Kommentar verfassen

Werbung
© 2006-2013 MACNOTES.DE. Made with insanely great for all things Mac. Apple.de