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Veröffentlicht am  30.04.10, 13:57 Uhr von  

Sam & Max – Penal Zone für iPad im Test

Sam & Max: Penal ZoneTelltale Games haben nicht nur Monkey Island neu aufgelegt und auf den Mac gebracht, sondern jetzt sogar Apples neuste Plattform, das iPad für sich entdeckt. Das Episoden-Adventure Sam & Max wird mit seinem ersten Teil “Penal Zone” bereits für iPad angeboten. Wir haben uns das Point-and-Click-Vergnügen angesehen.

Ganz so “Point-and-Click” wie man meinen könnte, ist das neue Sam & Max “Penal Zone” übrigens gar nicht. Man hat sich hier nämlich an der Version für PlayStation 3 orientiert und in vielen Situationen gibt es die Möglichkeit, überall auf dem Bildschirm mit einem virtuellen Joystick die Spielfigur zu lenken. Allerdings kann man auch Objekte direkt antippen und die Spielfigur bewegt sich entsprechend dorthin. Dabei ist vor allem der brünette Freelance-Police-Rüde derjenige, den man häufig durch die Gegend kommandiert. Max hingegen kann man nicht so recht schäuchen, er übernimmt im Spiel andere Aufgaben. Der Wechsel zwischen den Spielfiguren klappt reibungslos über ein Tippen auf das Polizeiabzeichen in der rechten oberen Bildschirmecke.
 

 
Max findet zum eigentlichen Beginn des Spiels – Penal Zone beginnt mit einem Zeitsprung, der dann allerdings aufgeklärt wird – ein Artefakt, mit dem er in die Zukunft blicken kann. Darüber hinaus gerät er mit irgendeiner magischen Kraft in Berührung, die ihm besondere psychische Fähigkeiten verleiht, von denen er zu diesem Zeitpunkt noch nichts weiß. Über das Spiel verteilt, finden wir noch weitere Gimmicks, die Max viele coole Dinge tun lassen. Er kann sich teleportieren, er kann sich mit einem Stück besonderer Knetmasse sogar in Objekte verwandeln. Dies wird hin und wieder sehr wichtig sein – der Kreativität sind dabei nur Grenzen durch die Ideen der Entwickler gesetzt.
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In Penal Zone erleben Sam und Max den Kontakt mit einem Affen aus dem Weltraum, General Skunkape, der auf die Erde gekommen ist, um nach einem Artefakt (und mehr?) zu suchen.
 

Hilfe

In den allerersten Minuten werden wir durch Anweisungen in das Spiel eingeführt und auch sonst lässt man den Spieler nicht alleine. Allerdings lässt sich einstellen, wie sehr einem unter die Arme gegriffen werden soll. Darüber hinaus gibt es auch die Funktion, sich alle Hotspots anzeigen zu lassen. Tippt man mit zwei Fingern doppelt auf den Bildschirm, sieht man, mit welchen Objekten vor allem Sam interagieren kann. Max liefert nur manchmal Hinweise, dass er mit Objekten interagieren möchte, aber wegen seiner eingeschränkten Körpergröße nicht dran kommt. Dann müssen wir ihm als Sam aushelfen. Sehr hilfreich ist auch die Tatsache, dass man dem Spiel eine Speicherfunktion spendiert hat.
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Englisch

Aktuell sind alle Dialoge auf Englisch gesprochen und Untertitel gibt es noch nicht in deutscher Sprache. Wenn man die Situation mit Monkey Island vergleicht, dann wird es zwar irgendwann zumindest solche geben, aber mit einer Sprachausgabe in Deutsch ist auf absehbare Zeit nicht zu rechnen. Die Dialoge indes sind prima vertont und der eigentümliche Humor der “Sam & Max”-Reihe ist unübersehr und unüberhörbar vorhanden. Ein großes Plus, nicht nur für Adventurefreunde.
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Performance

Man spricht ja sonst gerne über das Preis-/Leistungsverhältnis. Was man in diesem Fall für sein Geld kriegt, ist durchaus 1A-Qualität. Allerdings hat man bei Telltale die Ressourcen des iPad entweder ein wenig überschätzt, oder aber muss bei der Programmierung unter der Haube noch ein wenig nachbessern und diverse Schrauben anziehen. Die interaktiven Spielszenen sind allesamt prima spielbar, aber die voll-animierten Zwischensequenzen und Einspieler bringen offenbar die Plattform an seine Grenzen; es ruckelt dann und wann. Der Engpass kann natürlich auch der maue Speicher im iPad sein.
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Adventure-typisch ist auch das Invetar, welches wir über die Symbolleiste in der rechten oberen Bildschirmecke erreichen. Dazu tippen wir einfach auf das Karton-Symbol. Die Anwendung der Objekte in der Kiste ist denkbar einfach. Gespräche mit Figuren zu führen ist es ebenfalls. Wer möchte, kann außerdem das “Sam & Max”-Abenteuer auch hochkant erleben. Den Bildschirmausschnitt, der beim Wechsel vom Landscape-Modus entsprechend ein wenig klein wirkt, können Spieler mit der üblichen Zoom-Geste auf die volle Bildschirmhöhe ausbreiten.
 

Fazit

Adventurefreunde und solche, die es werden wollen, sollten unbedingt zugreifen bei “Sam & Max: Penal Zone”. So lautet der Name der ersten Episode von fünf, die zusammengefasst unter dem Titel “The Devil’s Playhouse” auch für PC, Macintosh und PlayStation 3 veröffentlicht wurden. “Penal Zone” ist aktuell für 5,49 Euro im App Store zu haben, und trotz Performance-Schwankungen wärmstens zu empfehlen. Die weiteren Episoden werden laut Telltale Games in monatlichem Rhythmus im App Store veröffentlicht werden; Episode 2, “The Tomb of Sammun-Mak”, startet im Mai.
 
4,5/5Testurteil: 4,5/5 Macs
Bezeichnung: Sam & Max: Penal Zone (Affiliate)
Hersteller: Telltale Games
Preis: 5,49 €

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