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Veröffentlicht am  17.05.10, 10:26 Uhr von  

iPhone HD/4G: Gericht gibt Unterlagen mit Finder-Informationen frei

iphonehdDie Geschichte um den iPhone HD/4G-Prototypen geht weiter: Nur elf Tage nach Beantragung auf Einsicht in die Gerichtsunterlagen zur Hausdurchsuchung wurde diese nun gewährt und liefert einige Hintergründe zum ursprünglichen Finder des Apple-Smartphones in Redwood, Kalifornien.

Wired hat die kompletten Durchsuchungs-Unterlagen (pdf) veröffentlicht, die einiges an Informationen über die Umstände der Weitergabe an Gizmodo sowie konkrete Angaben zum Finder des iPhone HD-Prototypen enthalten. Den ersten Hinweis soll die Polizei demnach von Katherine M., der Mitbewohnerin des Finders, bekommen haben. Daraufhin sollen die Ermittlungen weitergegangen sein.

“Der Hinweis hat die Polizei auf die Fährte des 21 Jahre alten Brian Hogan gebracht, und endete in einer seltsamen Schnitzeljagd nach Beweismitteln, die ein Freund von Hogan im Silicon Valley verteilt hat. Gefunden wurden ein Desktop-Rechner in einer Kirche, ein USB-Stick in einem Busch am Straßenrand, sowie die Aufkleber mit der Seriennummer des iPhone auf dem Parkplatz einer Tankstelle.”

Laut Katherine M. soll Hogan von Gizmodo $8500 erhalten haben – plus einen eventuellen Bonus, sollte Apple die Echtheit des iPhone HD/4G bestätigen. Nicht nur die Polizei aber hatte ein reges Interesse an den Informationen der Mitbewohnerin: Für Apple war die Gizmodo-Story ein harter Schlag gegen die Geheimhaltungsregeln der Firma, man sieht sich “erheblich geschädigt” – nicht zuletzt weil viele Kunden nun noch ein wenig länger warten werden, bis sie sich ein iPhone kaufen. Apple selbst gab den Wert des iPhone HD mit “unbezahlbar” an.

Auf Hinweis von Katherine wurde der Finder identifiziert, neben der Adresse gab es auch noch einige weitere Hintergründe zu den Umständen des iPhone HD/4G-Verkaufs. So soll Hogan ganz genau gewusst haben, mit was für einem Gerät er es zu tun hat und soll das Gerät auch gezielt verschiedenen Magazinen zum Kauf angeboten haben – Gizmodo schien dabei am meisten geboten zu haben. Mit dieser Tatsache wird deutlich, dass es sich tatsächlich um eine Unterschlagung von Eigentum sowie Hehlerei handelt – Hogan wusste ganz genau, mit was für einem Gerät er es zu tun hat und wie viel es für Apple wert ist.

Aus Angst soll die Mitbewohnerin Hogan “verpfiffen” haben: Das iPhone HD/4G wurde an Katherines Rechner angeschlossen, sie befürchtete, dass über die IP-Adresse der Fokus auf sie fallen könnte. Hogans Versuch, die zum Deal gehörenden Beweismittel verschwinden zu lassen, schlugen fehl.

“Sie (die Polizei, Anm. d. Red.) fanden Brian Hogan mit seiner Freundin auf seinem Bett sitzend. Als die Polizisten ihn damit konfrontierten, dass die Entfernung der Beweismittel ein klares Schuldeingeständnis sei, Stimmte Hogan zu, zu kooperieren und rief seinen Freund Warner an, der die Technik sowie die Aufkleber hatte verschwinden lassen.”

Nachdem dieser Teil des Falls nun geklärt ist, werden sich die Ermittlungen auf die Rolle von Gizmodo fokussieren. Aktuell steht das Magazin für die Polizei in Verdacht der Hehlerei sowie der Beschädigung von Eigentum.

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 8 Kommentar(e) bisher

  •  Robert sagte am 17. Mai 2010:

    Am Anfang war ich ja noch skeptisch, aber nach dieser dilettantischen Polizeiposse bin ich mir sicher, dass Apple da was ganz bewusst gedreht hat.

    So einen Schwachsinn habe ich schon lange nicht mehr gelesen und geschweige dem im (Hollywood-)Kino gesehen.

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  •  @mokati_de sagte am 17. Mai 2010:

    iPhone HD/4G: Gericht gibt Unterlagen mit Finder-Informationen frei: Hehlerei, Unterschlagung und vieles mehr! http://macnot.es/39064

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  •  mangochutney sagte am 17. Mai 2010:

    @Robert

    Wo ist das was von Apple gedreht worden?
    Das ist ein klarer Fall von Diebstahl, Hehlerei, Kauf von gestohlenem Eigentum und Sachbeschädigung.

    Wenn du davon Wind bekommen würdest, dass jemand deine Sachen verkauft hat, würdest du ihn nicht anzeigen? Die restlichen Vorgänge sind der normale Rechtsweg.

    Zum jetzigen Zeitpunkt frage ich mich nur, ob Apple Gawker auf Verletzung von Geschäftsgeheimnissen verklagen wird.
    Die Leute von Gawker haben sich ganz bewusst auf ein gefährliches Spiel eingelassen. Jetzt wird es interessant.

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  •  christoph sagte am 17. Mai 2010:

    diese veröffentlichten unterlagen werfen in meinen augen ein ganz schlechtes licht auf den “finder” und gizmodo/gawker.
    schwer zu glauben, dass sie angeblich nicht gewusst haben um was es sich handelt und das ernsthafte versuche das gerät zurückzugeben unternommen wurden.

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  •  kg sagte am 17. Mai 2010:

    @christoph das war schon vor Veröffentlichung der Unterlagen recht eindeutig, würde ich sagen. Gawker/Gizmodo wussten eindeutig, womit sie es zu tun hatten, und der Finder musste von vornherein wissen, dass er da was wertvolles in der Hand hat, sonst hätte er es sicher nicht verkauft.

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  •  christoph sagte am 17. Mai 2010:

    kg, ja sehe ich ganz genauso. die ursprünglichen schutzbehauptungen werden jetzt aber (endlich) definitiv ad absurdum geführt. ich konnte während der ganzen berichterstattung (nicht speziell hier, im allgemeinen) nicht verstehen wie ernsthaft damit argumentiert wurde, der “finder” hätte ja ach so viele versuche unternommen das gerät zurückzugeben.

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  •  mr.zer0 sagte am 17. Mai 2010:

    selber schuld. apple bzw. steve jobs veranstaltet da ein kindergarten-theater, peinlich. hoffentlich wird das dem image nicht schaden, denn momentan kann ich mich zwischen ein HTC oder ein iPhone entscheiden – wenn ich mich für HTC entscheiden werde, dann hat apple einen kunden weniger. ob noch mehr so denken, wie ich? gewiss doch, auf dieser grossen weiten welt schon, aber natürlich!

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  •  Michael sagte am 17. Mai 2010:

    @mr zer0
    Ich finde das hat nichts mit Kindergarten zu tun. Da gehts um viel Geld und auch wir hier in Deutschland sind dazu aufgefordert Wertsachen zurückzugeben, die wir finden und nicht uns gehören.

    Zum Thema, wer kauft ein iPhone, kann ich diesen Artikel empfehlen:
    http://theappleblog.com/2010/05/14/why-the-iphone-platform-is-still-the-best-game-in-town/

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