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Veröffentlicht am  18.05.10, 17:11 Uhr von  

eBooks für iPad: EPUB-Dateien für iBooks erstellen mit Stanza, calibre und eCub

iBooksiBooks ist der von Apple für das iPad entwickelte E-Reader, mit Hilfe dessen sich Bücher auf dem Apple-Tablet lesen lassen. Neben Inhalten aus dem eigenen Store können darin lediglich Bücher im EPUB-Format genutzt werden, normale Textdateien oder PDFs werden nicht unterstützt. Software wie Stanza, Calibre und eCub machen die Konvertierung in EPUB einfacher – aber was können sie?

Verschiedene Software steht für die Konvertierung der verschiedensten Textformate auf EPUB zur Verfügung. Sowohl .pdf, als auch .doc, .html, .rtf oder .txt lassen sich in EPUB-Dateien verwandeln, die Ergebnisse dabei sind aber teils ernüchternd, da Formatierungen, Grafiken und Tabellen nicht ohne weiteres konvertierbar sind. Getestet haben wir die Funktionalität der Anwendungen mit einem Standardwerk für iPad-Einsteiger, dem iPad-Handbuch, das Apple auf seiner Homepage als PDF anbietet. Synchronisieren lassen sich die erstellten EPUB-Files mit dem iPad, indem man sie in iTunes auf die Mediathek zieht und hinterher auf das iPad überspielt.

 

Stanza

Die wohl bekannteste Software zum Konvertieren ist Stanza. Die speziell für die Stanza-iPhone-App entwickelte Desktopanwendung erlaubt die Konvertierung von insgesamt 21 verschiedenen Dateitypen, darunter auch .doc, .html, .pdf und verschiedene alternative E-Book-Formate, in unterschiedliche Dateiformate, darunter auch das für das iPad benötigte EPUB. DRM unterstützt Stanza so gut wie gar nicht, lediglich eReader (.pdb) -Files können mit DRM genutzt werden. Das Konvertieren an sich ist simpel: Quelldatei einlesen bzw. Text aus der Zwischenablage einfügen, “Export Book as” und das jeweils gewünschte Zielformat auswählen.

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Auf Formatierungen muss man offenbar verzichten: Zumindest bei der direkten Konvertierung vom PDF mit Kapitelangaben und Bildern sind diese nicht mehr zu sehen. Dies hat Stanza allerdings mit allen sonstigen verfügbaren Tools gemeinsam. Bei einigen anderen Formaten sollen Kapitelangaben aber problemlos übertragbar sein: Dies gilt für E-Reader-Formate wie .epub, .azw (Kindle), MobiPocket und eReader.

 

Calibre

Empfehlenswert ist außerdem Calibre. Neben der reinen Konvertierung von Textdateien kann man mit Calibre auch seine E-Books verwalten, mit verschiedenen E-Readern (allerdings nicht mit dem iPad) synchronisieren und Nachrichtenfeeds in E-Books verwandeln. Es unterstützt ähnlich viele Dateiformate wie Stanza und konvertiert in verschiedene E-Book-Formate, darunter auch EPUB. Zuerst muss man die zu konvertierende Datei in die Bibliothek übertragen. Ein Klick auf “Bücher hinzufügen” erlaubt den Import verschiedener Formate. Der Export läuft über die Schaltfläche “In eBooks umwandeln”. Dort kann man das jeweils gewünschte Dateiformat angeben, aber auch alternative Cover hochladen und Formatierungen anpassen.

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Generell kann das Ergebnis optisch überzeugen, praktisch zeigen sich aber diverse Defizite: Das vermeintlich mit Textankern versehene Inhaltsverzeichnis führt beim Klick nicht auf die gewünschte Seite, man muss manuell weiterblättern. Auch die Anzeige der im PDF enthaltenen Bilder funktioniert nur rudimentär. Zudem kann Calibre nicht ohne weiteres mit Wasserzeichen umgehen – bei einem von uns getesteten PDF mit Wasserzeichen auf jeder Seite wurde dieses am Ende jeder Seite angehängt, was aus einer Seite schnell mal zwei macht und damit das Gesamtdokument unnötig erweitert. Dennoch ist Calibre auf Grund seiner Anpassungsmöglichkeiten einen Blick wert.

 

eCub

Zu guter Letzt gibt es auch noch eCub. Es war mit etwas Abstand der schlechteste von uns getestete Converter. eCub verwandelt bestehende Dokumente mit wenigen Klicks in EPUB-Dateien. Die Nutzeroberfläche selbst ist recht schlicht gehalten, einfach zu bedienen ist sie deswegen aber noch lange nicht. Ebenso wie Stanza und Calibre kann eCub Textdateien, PDFs und HTML-Files in .epub-Format, aber auch in MobiPocket (z.B. für PDA und Amazon Kindle) umwandeln. Nach dem Start der Anwendung legt man ein Projekt an, das mit den nötigsten Informationen wie Titel, Autor, Jahreszahl und ISBN versorgt werden kann. Danach entscheidet man, ob man ein leeres Projekt erstellen will, oder direkt einen Ordner mit Dateien für die Erstellung nutzen möchte.

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Man kann die EPUB-Dateien auch auf Basis älterer EPUB-Files erstellen, falls gewünscht. Im nächsten Schritt folgt die Auswahl eines Buchcovers, das dann auf dem jeweiligen Reader (in unserem Fall auf dem iPad) in der Medienverwaltung angezeigt wird. Auch eCub scheitert bei dem Versuch, aus einem bestehenden PDF mit Kapitelmarkern, Bildern und sonstigen Medieninhalten ein funktionierendes eBook zu machen – würde man jedes Kapitel des iPad-Manuals einzeln in Textdateien stecken, könnte man diese aber mit einem Inhaltsverzeichnis versehen. In der Handhabung zeigt sich eCub wenig intuitiv, zumindest was den Import mancher Dateiformate angeht. So erweckt die Anwendung den Eindruck, man könne lediglich .txt- sowie verschiedene html-Files importieren, tatsächlich liest es aber auch Nur-Text-PDFs problemlos ein.

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EPUB im Web erstellen: epub2go

Neben Desktoplösungen gibt es auch noch verschiedene Web-Oberflächen, mit denen man Textdateien in EPUB umwandeln kann. Dazu gehört epub2go, das aus PDFs direkt ein EPUB-File macht. Es hat für hiesige Nutzer allerdings einen großen Nachteil: epub2go unterstützt keine Nicht-englischen Texte, ist also nur für anglophile iPad-Besitzer eine Alternative, die einfache PDF-Dokumente in von iBooks lesbare Daten umwandeln wollen.

 

EPUB-Konvertierung: Eine Kunst für sich

Ein generelles Fazit ist, dass das Erstellen anständig les- und benutzbarer eBooks für das iPad kein leichtes Unterfangen ist. Unabhängig davon, für welche Software man sich am Ende entscheidet, muss man damit zurechtkommen, dass vorhandene Formatierungen der Ursprungsdateien meist nicht übernommen werden. Will man aber reinen Text in ein mit iBooks nutzbares Format bringen, steht dem nichts entgegen – diese Aufgabe erfüllen alle Softwarelösungen. Mit einer größeren Verbreitung des iPad ist es denkbar, dass weitere Programme verfügbar werden, die die Konvertierung verschiedener Text- und Dateiformate für das iPad noch einfacher und funktionaler machen. Bei den von uns getesteten Softwarelösungen ist außerdem noch Luft nach oben: Calibre ist derzeit in Version 0.6.53 verfügbar und sicher noch nicht am Ende der Entwicklung.

Es wäre dennoch wünschenswert, wenn Apple die Kompatibilität zu den eigentlichen Standardformaten herstellen würde. PDF sowie einige weitere Formate sind bereits jetzt auf iPhone, iPod touch und iPad lesbar, aber eben nicht in iBooks integrierbar.

 

PDF auf dem iPad nutzen

Als Alternative können wir GoodReader für iPad (Affiliate) empfehlen. Damit können PDF- und TXT-Files, aber auch verschiedene Office-Formate, iWork-Dokumente sowie HTML und Safari-Webarchive auf dem iPad gelesen werden. Die Dateien können via WiFi vom Desktop, per Mail, aber auch via MobileMe iDisk, GoogleDocs und anderen Diensten übertragen werden.

 Und wie ist deine Meinung?  Schreib uns einfach!

 16 Kommentar(e) bisher

  •  @gr4y sagte am 18. Mai 2010:

    RT @Macnotes: eBooks für iPad: EPUB-Dateien für iBooks erstellen mit Stanza, calibre und eCub http://macnot.es/39220

    Antworten 
  •  @bopacasi sagte am 18. Mai 2010:

    RT @Macnotes: eBooks für iPad: EPUB-Dateien für iBooks erstellen mit Stanza, calibre und eCub http://macnot.es/39220

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  •  RingerT sagte am 18. Mai 2010:

    Wie wäre es denn mit SIGIL um EPUB-Dateien zu erstellen?

    Antworten 
  •  Randolf sagte am 19. Mai 2010:

    Wie ist es möglich auf dem iPad das digitale Taz Abo zu lesen? http://www.taz.de/digitaz/.iphone-abo Für das iPhone geht das mit Stanza ganz einfach, aber für das iPad suche ich immer noch eine benutzerfreundliche Lösung, da Amazon (neuer Inhaber von Stanza) sich wohl entschieden hat die Produktentwicklung einzustellen um seinem eigenen Kindle Produkt keine Konkurrenzu zu machen…

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  •  Dirk sagte am 19. Mai 2010:

    @Randolf
    Wenn du das taz Abo hast, kannst du doch einfach die EPUB-Dateien laden, wird doch schon so angeboten. Dann in iTunes importieren und auf iPad übertragen.

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  •  at sagte am 19. Mai 2010:

    @RingerT: Sigil ist insofern für normale Anwender kaum eine Alternative, weil der Großteil sicherlich PDF ind ePub umwandeln möchte, und Sigil das derzeit nicht kann. Gerade aber PDF überhaupt in irgendein anderes Format zu konvertieren gestaltet sich äußerst schwierig.

    Für “Autoren” ist Sigil aber wahrscheinlich äußerst hilfreich. Jemand, der sein Manuskript als Textdatei vorliegen hat, bzw. Word oder andere, kann dies ja auch in HTML exportieren und es dann in Sigil so nachbearbeiten, dass man dann am Ende ein brauchbares ePub erhält.

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  •  RingerT sagte am 22. Mai 2010:

    @at: Stimmt schon. Ganz so einfach ist das nicht. Der Trick ist, mit Calibre aus dem pdf ein ePub zu machen und dann dieses ePub mit Sigil weiter zu bearbeiten, weil Sigil hier mehr Möglichkeiten bietet.

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  •  @aphex13 sagte am 8. Juni 2010:

    eBooks für iPad: EPUB-Dateien für iBooks erstellen mit Stanza, calibre und eCub: http://macnot.es/39220

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  •  AS sagte am 28. Juni 2010:

    Workflow: PDF/DOC/RTF (ohne DRM) usw. => Mobipocket.com/Creator => Calibre (prc in epub). Allerbest.

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  •  AS sagte am 28. Juni 2010:

    EDIT: “Stanza Desktop” scheint auch sehr gut umzuwandeln!!!

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  •  kg sagte am 28. Juni 2010:

    @AS Danke für die Hinweise, mit iBooks 1.1 ist es mittlerweile aber so gut wie unnötig, die PDF-Files noch zu konvertieren. Und Stanza haben wir, wie oben zu lesen, bereits getestet.

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  •  @peter_hacker sagte am 13. Juli 2010:

    eBooks für http://macnot.es/39220 – Suche nach wegen Kinder-Reiselektüre Digital mitzunehmen

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  •  Rüdiger Hilverkus sagte am 12. November 2010:

    guten Tag
    ich bin vom Sony e-bool reader auf apple iPad umgestiegen.
    Jetzt habe ich auf dem Sony Gerät noch viele, nicht gelesene Bücher in epub, aber mir DRM kodiert. Die kann iPad natürlich nicht auslesen.

    Gibt es Hilfe?
    ruehi

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  •  Terry sagte am 25. März 2011:

    Hallo. ich hab schon ein Fachbuch geschrieben. 7. Aufl.digitalisiert 5oo S.
    Wer hift mir daraus ein ebook (Kurz + Mittelfassung) zu erstellen? ~ Kosten, Zeitfenster. Referenzen.
    Auf bald ;-)

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  •  JOJO sagte am 19. November 2011:

    F4il, PDF kann man einfach so in iBook reinziehen, dagegen unterstützt ibook EPUP nicht. Also genau andersherum als es in diesem threat dargestellt ist!
    Beweis: http://www.spiegel.de/netzwelt/gadgets/0,1518,675373,00.html

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  •  Tom sagte am 30. November 2011:

    Um das iPad wiederholt mit Lektüre zu füttern bietet sich neben den Lösungen auf dem eigenen Mac auch eine Online Lösung wie readbeam.com an.

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