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Veröffentlicht am  29.05.10, 16:36 Uhr von  N.A.

Test: Knox 2.0 für OS X – eine Möglichkeit um Daten sicher zu verschlüsseln?

KnoxDie Entwicklerschmiede Agile Web Solutions sollte dank 1Password so ziemlich jedem Macuser ein Begriff sein. Seit wenigen Tagen bietet ebenjene eine zusätzliche Software an, um sensible bzw. private Daten sicher zu verschlüsseln und somit vor dem Zugriff von Unbefugten zu schützen. Wie es mit der Sicherheit und der Benutzerfreundlichkeit ausschaut, möchten wir euch heute zeigen.

 

Die grundlegende Bedienung

Nachdem man Knox installiert hat, merkt man relativ schnell, dass im Hintergrund auf die Funktionen des Festplatten-Dienstprogrammes zugegriffen wird. Man kann so genannte “Vaults” erstellen, welche im Endeffekt die bekannten, verschlüsselten Images unter Mac OS sind. Bei der Erstellung dieser Vaults vergibt man logischerweise einen Namen sowie ein möglichst sicheres Passwort. Hier bietet sich eine Kombination aus Groß- und Kleinschreibung sowie die Einbeziehung von verschiedenen Ziffern und Zeichen an. Zusätzlich kann man das Passwort im systemeigenen Schlüsselbund speichern lassen, was unserer Meinung nach aber nicht empfehlenswert ist. Man kann auch den Typ bestimmen, entweder ein verschlüsseltes Image oder aber ein gesamtes Volume welches gesichert wird, wie beispielsweise auf einem USB-Stick.

In den erweiterten Optionen hat man ein paar zusätzliche Anpassungsmöglichkeiten bezüglich der Kompatibilität, der Größe des Images und dem Speicherort. Außerdem lässt sich die Verschlüsselungsstärke einstellen, in unserem Fall wählten wir eine Stärke von 256 Bit. Die vom Hersteller gewählte Verschlüsselungsmethode ist übrigens der Advanced Encryption Standard (AES), welche unter anderem auch von den USA für staatliche Dokumente mit höchster Geheimhaltungsstufe genutzt wird.

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Nachdem wir nun unser erstes Image namens “Private” erstellt haben, wollen wir testen wie bequem dessen Bedienung ist. Dazu klicken wir auf das neue Icon in der Menüleiste und wählen das gewünschte Image aus. Kurze Zeit später wird das Passwort abgefragt und nach erfolgreicher Eingabe erscheint das Image auf dem heimischen Schreibtisch.

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Dieses können wir durch einen Doppelklick nun Öffnen und ganz normal wie einen Ordner nutzen, inklusive den Schreib- und Leserechten.

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Einstellungsmöglichkeiten

Nun wollen wir uns den Einstellungsmöglichkeiten von Knox widmen. Dazu Öffnen wir diese über das Icon in der Menüleiste. Im ersten Tab “General” findet man grundlegende Einstellungsmöglichkeiten. So kann hier beispielsweise der Speicherort der Vaults ausgewählt werden als auch das Verhalten der Vaults bei einem (Neu-)Start des Systems. Zusätzlich kann gewählt werden, ob das Icon von Knox in der Menüleiste oder im Dock seinen Platz suchen darf.

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Der Tab “Vaults” präsentiert eine detaillierte Auflistung unserer angelegten “sicheren” Images. Wir können an dieser Stelle neue hinzufügen oder aber bereits bestehende direkt löschen.

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Ein sehr wichtiger Punkt ist der dritte Registerreiter in den Einstellungen. Und zwar können wir hier detalliert festlegen, wann und wohin ein Backup unserer verschlüsselten Daten stattfindet. So kann man neben lokalen Partitionen auch Netzwerkfreigaben, einen iPod oder aber die iDisk nutzen. Zusätzlich gibt man die gewünschte Häufigkeit der Backups und die Uhrzeit sowie den Tag ein. Auch ein Beibehalten der älteren Backups kann aktiviert werden.

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Zu guter Letzt finden wir unter “Spotlight” einen weiteren interessanten Punkt. Und zwar können wir hiermit genau festlegen, welche Vaults in Spotlight auftauchen dürfen und welche nicht.
Tipp: Um diese Optionen vornehmen zu können, muss das gewünschte Vault geöffnet sein.

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Fazit

Knox ist unserer Meinung nach ein weiteres interessantes und vor allem auch nützliches Tool im Alltag. Es erweitert die guten Möglichkeiten die das hauseigene Festplatten-Dienstprogramm bereits mitbringt um einige hilfreiche Funktionen. So hat man nun die Möglichkeit direkt über Knox die verschiedenen Einstellungen bezüglich seiner sensiblen Daten vorzunehmen. Zusätzlich bietet die Software die Möglichkeit Backups seiner wichtigen Daten anlegen zu lassen, egal ob lokal oder aber im Netzwerk bzw. auf einem externen Gerät, wie beispielsweise einem iPod.
Zwar ist der Preis von 34,95$ für die Einzel- bzw. 59,95$ für die Familienlizenz kein Schnäppchen, aber wer ein wenig Wert auf die Sicherheit seiner privaten Daten legt, sollte dieses Geld investieren. Knox bietet trotz des hohen Sicherheitsstandards eine benutzerfreundliche Bedienung.

4/5Testurteil: 4/5 Macs
Bezeichnung: Knox (Affiliate)
Hersteller: Agile Web Solutions
Preis: 34,95/59,95$ (Einzel- bzw. Familienlizenz)

 Und wie ist deine Meinung?  Schreib uns einfach!

 6 Kommentar(e) bisher

  •  MacMacken sagte am 29. Mai 2010:

    Die vom Hersteller gewählte Verschlüsselungsmethode ist übrigens der Advanced Encryption Standard (AES), welche unter anderem auch von den USA für staatliche Dokumente mit höchster Geheimhaltungsstufe genutzt wird.

    Ist es wirklich notwendig, solche Werbeaussagen 1:1 zu übernehmen?

    AES ist – nomen est omen – der Standard für Verschlüsselung. Sinnvoll, dass deshalb auch in den USA bei Behörden damit verschlüsselt wird, aber nicht weiter spektakulär … «Knox» ist nett, aber letztlich eine GUI für die Verschlüsselungsfunktionen von Finder und Festplattendienstprogramm. Ob man dafür USD 35 bezahlen möchte?

    Antworten 
  •  rbq sagte am 29. Mai 2010:

    […] aber wer ein wenig Wert auf die Sicherheit seiner privaten Daten legt, sollte dieses Geld investieren.

    Was kostet solch eine sinnfreie Schlußfolgerung bei euch eigentlich? Der Artikel legt erst in epischer Breite dar, dass das Tool nichts anderes tut, als um die OS-X-eigenen Images einige mehr oder weniger nützliche Komfortfunktionen herum zu stricken, womit aber keinerlei Sicherheitsgewinn verbunden ist. Und dann folgt dieses seltsame Ins-Gewissen-Reden, als sei man tierisch unvernünftig, wenn man nicht diesen 35-$-Menü-Helper zum Mounten seiner Images benutzt …

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  •  micha_der_erste sagte am 29. Mai 2010:

    Truecrypt kann mehr, ist kostenlos und OpenSource, so dass ich die Sicherheit nicht von einer Firma abhängig machen muss

    Antworten 
  •  radneuerfinder sagte am 29. Mai 2010:

    Wie es mit dem Komfort aussieht, wenn man die 35 $ spart und die mitgelieferte Verschlüsselung für Ordner benutzt kann man hier besichtigen:

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  •  MacMacken sagte am 30. Mai 2010:

    @radneuerfinder:

    Mac OS X kann leider keine Ordner verschliessen (genauso wenig wie «Knox»).

    Im verlinkten Video ist ein verschlüsseltes Sparse Bundle zu sehen, das entsprechend als virtuelles Laufwerk im «Finder» erscheint.

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  •  Chilloutman sagte am 31. Mai 2010:

    Das gute alte Sparsebundle machts auch. Ist gratis und man braucht nur das Disk Utility.

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