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VDZ und FIPP: Lockerung der App Store-Zensur zugunsten der Pressefreiheit

App StoreDer Verband Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ) und der internationale Dachverband FIPP sollen bereits am 15. März einen Brief an Steve Jobs geschrieben haben. Der Wunsch: Gespräche über eine Neuregelung der Inhaltsbestimmungen im App Store. Bei BILD hat man derweil die Zensur des BILD-Girls abgeschafft.

Laut dpa soll der Brief an Jobs bereits Mitte März verfasst worden sein, rund eine Woche nachdem die FIPP dem VDZ nahegelegt hatte, eine Klage gegen Apple anzustreben. Das Ziel: Eine Änderung der aktuell bestehenden App Store-Regelungen. “Wir leben in einer multikulturellen Welt. Das bedeutet, dass Inhalte, die in einem Land völlig akzeptabel sind, in einem anderen als ungeeignet erscheinen können“, so ein Zitat aus dem Brief. “Einheitliche Regeln für die ganze Welt sind eine Einschränkung der Pressefreiheit und der Wahlfreiheit für die Leser.

Bereits im Februar wies Michael Konken, Chef des deutschen Journalistenverbandes, darauf hin, dass durch die Bestimmungen in die Berichterstattung eingegriffen werde, man dieses fast schon als Zensur bezeichnen könne. Auch Wolfgang Fürstner, Geschäftsführer des VDZ, sah dies ähnlich: “Heute passen dem Konzern nur nackte Brüste und andere angeblich sexistische Inhalte nicht, und morgen sind es wichtige gesellschaftliche und politische Themen, die den Verantwortlichen von Apple missfallen. Das ist Zensur und davor müssen wir uns schützen.” Fürstner sieht das iPad als “zweischneidig” an: Für Bezahlinhalte habe das Gerät sicher seine Vorteile, Anbieter der dafür nötigen Plattformen “könnten aber in Inhalte eingreifen und die Rolle von Medienhäusern einnehmen.” Die potentielle Gefahr laut Fürstner: Verlage verkommen zu reinen Contentlieferanten. Gemeinsame Initiativen von Verlagen seien deshalb wichtig.

Beim Springer-Verlag hat man sich erst gerade über Apples Zensur hinweggesetzt: Bisher wurden die Brüste der BILD-Girls zensiert, im November 2009 wurde die Stern.de-App aus Brust-Gründen aus dem App Store geworfen. Grund hierfür war die Apple-interne “No nipple”-Policy, die allerdings hauptsächlich für den US-Markt etabliert wurde. In der aktuellen PDF-Ausgabe der BILD ist das Girl nun komplett und unverhüllt zu sehen.

BILD Girl iPad
Kathrin Grannemann
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Kathrin Grannemann, Chefredakteur
31.05.2010, 12:07 Uhr
News & Rumors
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5 Kommentare , 1 Trackback

  1. Profilbild

    31.05.10, 12:29 Uhr, #1

    It's me meint:

    Na geht doch….

  2. Profilbild

    31.05.10, 13:01 Uhr, #2

    klaus meint:

    Nur in der PDF-Ausgabe, oder auch in der Bild-App?

  3. kg

    31.05.10, 13:39 Uhr, #3

    kg meint:

    Das ist jetzt ein Ausschnitt aus iKiosk, ist aber meines Wissens auch in der BILD-App selbst integriert (wo ja auch die PDF-Version zum Einsatz kommt)

  4. Profilbild

    31.05.10, 16:08 Uhr, #4

    Tscherno meint:

    Vielleicht versteht man bei Apple ja doch noch den Unterschied zwischen Porno (würde man bei uns auch nicht im Free-TV oder in Zeitungen zeigen) und Darstellungen sekundärer Geschlechtsteile…

  5. Profilbild

    [...] an Attraktivität gewonnen haben sollen. Da sich Leser heute angesichts der Berichterstattung zur BILD-Nichtzensur NSFW-Hinweise gewünscht haben, sehe ich an dieser Stelle von einer erschöpfenden Erörterung des eigentlichen Zwecks von [...]

  6. Profilbild

    06.06.10, 18:58 Uhr, #6

    flo meint:

    jenny rulez :-)


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