MACNOTES

Veröffentlicht am  7.06.10, 22:57 Uhr von  

iPhone 4 – Die Hardware im Überblick

Heute war es endlich so weit, Steve Jobs hat auf der WWDC das neue iPhone 4 vorgestellt. Wir möchten euch jetzt einen kleinen Überblick über die technischen Daten und die neuen Features des neuen iPhone geben. Designtechnisch und bei vielen Spezifikationen gab es nichts neues im Vergleich mit den geleakten Prototypen – aber die eine oder andere Überraschung hatte Steve dabei.

 

Das Design

Aussehen zählt, und seit dem Gizmodo-Leak streiten sich die Geister, ob Apples neues iPhone 4 (Affiliate)-Design der große Wurf oder der Rückfall in die Gesichtslosigkeit ist. Stimmig mit den neuen MBPs und dem iPad- so die einen. LG hätte das auch bauen können – der Widerspruch.

Wie bereits vermutet, verfügt das iPhone 4 über einen Rahmen aus Edelstahl und ist insgesamt etwas kantiger geworden. Auf der mit einer Glasscheibe ausgestatteten Front ist links neben dem Lautsprecher eine Frontkamera untergebracht. Diese kann zusammen mit der 5-Megapixel-Kamera auf der Rückseite für die neue Funktion “FaceTime” genutzt werden – trivialer auch “Videotelefonie” genannt. Facetiome ist nur verfügbar, wenn sich beide Nutzer jeweils in einem WLAN befinden. Anmerkung am Rande: Dev Team-Mitglied Musclenerd benannte das bereits als neuen Hauptgrund für kommende Jailbreaks – Facetime auch im 3G-Netz zu ermöglichen.

[singlepic id=8144 w=225 float=left] Zusätzlich besitzt die Kamera auf der Rückseite einen LED-Blitz für dunkle Umgebungen, diese kann bei Fotos wie auch bei Videos hinzugeschaltet werden. FaceTime ist nur von einem iPhone 4 zu einem anderen iPhone 4 verfügbar. Als Grund wird die fehlende Frontkamera bei den anderen Generationen angegeben, wobei hier ja notfalls auch die Kamera auf der Rückseite nutzbar wäre.

Kameratechnisch ermöglicht das iPhone 4 nicht nur Videoanrufe, sondern auch die Aufzeichnung von HD-Videos in 720p (“HD ready”, wenn man es genau nimmt). Diese können direkt auf dem Gerät mit (dem kostenpflichtigen) iMovie für iPhone bearbeitet werden. Unterstützt werden neben iTunes-Sounduntermalung, dem bekannten Zuschneiden der Videos auch der Ken Burns Effekt, verschiedene Übergänge, Titeleinblendungen und vieles mehr.

Auf der linken Seite des iPhone 4 befinden sich zwei seperate Tasten für die Lautstärkeregelung sowie der Stummschalter. Darunter ist der Slot für die Micro-SIM-Karte zu finden.

Neben dem normalen Mikrofon, welches sich an der Unterseite neben dem Dock-Connector befindet, gibt es ein zweites zur Geräuschfilterung auf der oberen Seite. Durch das zweite Mikro können ungewünschte Geräusche identifiziert und entfernt werden, was die Sprachqualität verbessert.

Eine clevere Lösung: dass der verbaute Metallrahmen als Antenne genutzt wird. Dabei wird in Kauf genommen, dass das Gehäuse nicht “aus einem Guss” gefertigt ist, die Netzqualität soll dadurch jedoch erheblich verbessert werden. Außerdem ist das iPhone 4 um 24% dünner als der iPhone 3G/3GS geworden.

Als Farben stehen erneut Weiß und Schwarz zur Wahl, wobei beim iPhone 4 auch die Front in der jeweiligen Farbe gefertigt ist. Als Speichergrößen stehen 16 und 32GB zur Wahl. Als Material wurde hierbei bei der Vorder- als auch bei der Rückseite Glas gewählt. Eine um Größenordnungen verbesserte Kratzresistenz wird mit der Materialwahl gegenüber den Kunststoffgehäusen gewährleistet.
 

Das Display

Einen sehr großen Sprung macht auch das verbaute Retina-Display, welches immer noch 3,5″ groß ist. Obwohl bereits das Display vom iPhone 3GS sehr gut war, wurde beim neuen Display die Auflösung vervierfacht auf 960×640 Pixel, der Kontrast liegt nun 800:1. Zusätzlich verfügt es über 326 Pixel per Inches (ppi), höher als gängige Print-Auflösungen und mehr, als das menschliche Auge wahrnehmen kann. Auf der Keynote wurden zusätzlich einige Beispiele zum Vergleich der beiden Displays gezeigt und das neue Display ist – obgleich kein OLED – wirklich überwältigend.

Aber nicht nur die Bildqualität ist beeindruckend, auch die Härte des Displays soll deutlich verbessert worden sein. So verspricht Apple, dass das Display nun 30x stabiler als Kunststoff sei, was im schlimmsten Fall beim Sturz möglicherweise den Totalschaden und im Alltagsgebrauch das Verkratzen verhindert.
 

Die verbaute Hardware

Wie fast zu erwarten, hat Apple auch beim iPhone den hauseigenen A4-Chip verbaut, den man bereits aus dem iPad kennt. Der energiesparende Prozessor sowie der größere Akku sollen eine 40% längere Gesprächszeit ermöglichen. Die Akkulaufzeit wird wie folgt angegeben: 300 Stunden Standbyzeit, 7 Stunden 3G-Gesprächszeit, 6 Stunden 3G-Internetsurfen, 10 Stunden WiFi-Internetsurfen, 10 Stunden Video, 40 Stunden Musik-Wiedergabe. Außerdem wird Quadband sowie 7,2 MBit im Down- und 5,8 MBit im Upstream unterstützt, wenn es beim jeweiligem Provider verfügbar ist.
 

Gyroskop

Auch das Gyroskop vom iPhone ist neu implementiert. Das Kreiselgerät erfasst und misst Beschleunigungen sowie Neigungen auf allen sechs Achsen. Es könnte damit bestens für die Steuerung von verschiedenen Apps und Augmented-Reality-Anwendungen eingesetzt werden.

Ein Video zum neuen iPhone findet man bereits jetzt auf der Apple-Website, wir haben es hier für euch eingebettet:

Der große Wurf? Die Hausaufgaben hat Apple definitiv gemacht. Hardwaretechnisch ist man wieder auf dem Stand der Zeit, mit zwei Kameras, zwei Mikrofonen und dem Gyroskop verfügt das iPhone wieder über eine Ausstattung der Spitzenklasse und einmal mehr wird der eigentliche Überraschungseffekt dann eintreten, wenn man sieht, was die Entwickler aus den neuen Möglichkeiten machen. Das Hardware-Fundament ist gelegt.

 Und wie ist deine Meinung?  Schreib uns einfach!

 17 Kommentar(e) bisher

  •  Sisyphos sagte am 7. Juni 2010:

    Danke für die gute Zusammenfassung.
    Eine kurze Anmerkung: Die effektive Auflösung des iPhone 4 ist gegenüber dem alten Display nicht 4x, sondern 2x so hoch, da sie sich stets nur linear ändert (also von 320 auf 640 und von 480 auf 960).

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  •  @quexo_de sagte am 7. Juni 2010:

    RT @Macnotes: iPhone 4 – Die Hardware im Überblick http://macnot.es/40876

    Antworten 
  •  goosefx sagte am 7. Juni 2010:

    Mathe-Genie!!! Sie ist 4x so hoch – nimm mal einen Taschenrechner und rechne die Pixels aus!

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  •  @joshuasdream sagte am 7. Juni 2010:

    iPhone 4 – Die Hardware im Überblick http://macnot.es/40876 (via @Macnotes) #fb

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  •  Jan sagte am 7. Juni 2010:

    Alurahmen aus “stainless steel” – ein Hoch auf fundierte Recherchearbeit!

    Antworten 
  •  Tekl sagte am 7. Juni 2010:

    Eigentlich hat er’s ja selbst in den Klammern bestätigt: 2 mal im Quadrat (Längs- und Querachse) ;-).

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  •  @paulschmuck sagte am 7. Juni 2010:

    RT @Macnotes: iPhone 4 – Die Hardware im Überblick http://macnot.es/40876

    Antworten 
  •  Adam Riese sagte am 8. Juni 2010:

    Es war schon immer so: eine 200%ige Vergrößerung sorgt für eine Vervierfachung der Pixel.

    Antworten 
  •  mankey sagte am 8. Juni 2010:

    Adam Riese meint:
    Es war schon immer so: eine 200%ige Vergrößerung sorgt für eine Vervierfachung der Pixel.

    Carl Friedrich Gauß meint:

    Nein. Eine 100%ige Vergrößerung sorgt für eine Vervierfachung der Pixel!

    Antworten 
  •  Michael sagte am 8. Juni 2010:

    lol Ihr Mathe Köppe habt doch einen an der Waffel :P

    Das neue iPhone ist wirklich toll. Es hat jetzt das, was man sich von so einem Gerät wünscht. Die Kamera rockt, das Display ist krass und der Rest stimmt auch :)

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  •  Michael Brandt sagte am 8. Juni 2010:

    Zu den bereits erwähnten sachlichen Fehlern strotzt der Artikel vor stilistischen Blüten. Beispiel? “Als Material wurde hierbei bei der Vorder- als auch bei der Rückseite Glas gewählt. Eine um Größenordnungen verbesserte Kratzresistenz wird mit der Materialwahl gegenüber den Kunststoffgehäusen gewährleistet.” Ich empfehle dringend die Lektüre “Deutsch für junge Profis” von Wolf Schneider.
    Bitte nicht mehr von solchen Artikeln, es gibt auch noch andere MacSites.

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  •  flomll sagte am 8. Juni 2010:

    Toller Artikel und wau wau wau!! Will haben!! :-)

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  •  jo sagte am 8. Juni 2010:

    Natürlich ist es Edelstahl und kein Aluminium. Wir bitten um Entschuldigung, ich habe die Textpassage dementsprechend abgeändert. Vielen Dank für den Hinweis! :)

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  •  Obstliebhaber sagte am 8. Juni 2010:

    YES YES YES YES YES!!!!!!!!!!!!!!!!

    find das iPhone 4 geeeeeeeeeeeeeeeeiiiiiiiiiiiiiiiillllllllllll

    endlich kann mein 3 G weg. mein vertrag läuft aus im juli. :-)
    heute nach der arbeit gleich zur telekom und lass mich auf die reservierungsliste setzen :-)

    ps: wozu braucht man jetzt noch nen doofes iPad? richtig, gar nicht!!!
    bin froh aufs neue iPhone gewartet zu haben :-)

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  •  iMaculate sagte am 11. Juni 2010:

    Steve hat da ein wenig übertrieben. Das menschliche Auge hat eine höhere Auflösung als das neue iPhone mit 326ppi. Beim Menschen sind es umgerechnet 477ppi bei12 Zoll Abstand. Siehe WIRED-Artikel dazu

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  •  Zeduri sagte am 27. Juni 2010:

    Das Handy hat auch seine schwächen, aber das werdet ihr ja warscheinlich wissen.Es sei denn man beschäftigt sich nur mit apple Werbung und glaubt denen jedes Wort.Apple kann gut die Werbetrommel rühren.Meine erste Wahl wäre das Handy nicht, da ich mich intesiv mit Handys beschäftige kenne ich auch die Konkurenz.Und die belebt ja für gewöhnlich das Geschäft.Das iPhone 4 ist kein schlechtes Handy aber für meine Begriffe ist es den Preis nicht wert.Jetzt könnte man schreiben ich kann es mir nicht leisten oder hätte noch nie ein iPhone in den Händen gehabt, ist aber nicht so sonst würde ich mir so ein Urteil auch nicht erlauben.Ich kenne halt nur viele andere gute Alternativen.Das perfekte Handy wird es nie geben, aber Fakt ist bei dem iPhone bezahlt man immer für das Apfelzeichen rauf darauf kann ich verzichten.

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  •  rj sagte am 27. Juni 2010:

    Zeduri, die Konkurrenz haben wir auch gelegentlich in der Hand, so ists nicht :)

    Hardwaretechnisch halt ich das 4 aber für ein sauberes Stück Arbeit. Dass man bei Apple für den Namen mitbezahlt, wird niemand hier ernsthaft bestreiten. Man kann argumentativ vorgehen und über den schlichten Geschmack – grade iOS und Android haben a) andere Philosophien und b) unterschiedliche Vor- und Nachteile, es ist eben Geschmackssache und wahrscheinlich erst dann eine rationale Sache. Ich mag Android eigentlich gern, und hardwaretechnisch halte ich die Unterschiede für recht vernachlässigbar. Was wirklich stört, ist eben das gechlossene Apple-System. Das ist eigentlich der einzige Punkt, der mir wirklich widerstrebt.

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