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Veröffentlicht am  22.06.10, 16:17 Uhr von  mz

iBooks 1.1: Update mit neuen Funktionen

iBooksApples iBooks-App, die seit Erscheinen mit dem iPad ausgeliefert wird, hat nun das erste größere Update erfahren. Auch auf dem iPhone und iPod touch lässt sich der eBook-Reader nun installieren. Die neuen Funktionen im Überblick.

Als ein Feature, das sehr viele iPad-Nutzer sich gewünscht haben, kündigte Steve Jobs bei der Eröffnungs-Keynote zur WWDC die neue Unterstützung für PDF-Dateien in iBooks an. Diese Funktion sollte das Problem lösen, für eigene PDFs immer entweder ein Konvertierungstool oder gar eine andere App wie GoodReader* benutzen zu müssen. In der neuen Version von iBooks, die seit gestern Abend zum Download im App Store bereit steht, wartet die PDF-Unterstützung nun auf ihren Einsatz – und fällt enttäuschend aus.

In der Beschreibung im App Store lautet ein Punkt: “Öffnen und lesen Sie PDF-Dokumente direkt aus Mail. Die Dokumente werden zu Ihrer Bibliothek hinzugefügt und im PDF-Bücherregal angezeigt. Sie können die PDFs nach Wörtern oder Sätzen durchsuchen und wichtige Seiten mit Lesezeichen markieren.” Leider beziehen sich alle weiteren neuen Features nicht auf die PDF-Unterstützung, sondern nur auf die wirklichen Bücher. Als eBook-Reader ist das iPad damit trotz vorhandener anderer Apps immer noch besser geeignet, als zum studieren bzw. wissenschaftlichen Arbeiten. Mehr dazu nach den Screenshots:

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Wie zu sehen ist, können PDF-Dateien aus Mail nun unter anderem auch mit iBooks geöffnet werden – allerdings auch nur dort. Weder lässt sich ein in Safari geöffnetes Dokument speichern oder in iBooks übernehmen, noch können sie ohne Kabel übertragen werden. Der Umweg über iTunes ist auch hier erforderlich. In Sammlungen bzw. Ordner lassen sich aber auch dort die Dateien nicht zusammenfassen. Wirkliche PDF-”Unterstützung” sieht anders aus.

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Richtig, auch die Ansicht zeigt Unterschiede zu im Book Store gekauften Büchern. Weder lassen sich PDF-Dokumente so blättern wie Bücher, noch gibt es Inhaltsverzeichnisse. Stattdessen werden alle Seiten in einer Übersicht angezeigt. Notizen machen oder Text markieren und mit Notizen versehen? Fehlanzeige, auch diese beispielsweise für wissenschaftliche Texte interessante Möglichkeit gibt es – ob man die Animationen mag oder nicht – nur bei Büchern. Beim Zoom bleibt die Schrift ab und zu unleserlich, so dass man es mehrere Male versuchen muss. Immerhin kann der Text (sofern es sich um kein eingescanntes Bild handelt) nach Schlüsselbegriffen durchsucht werden, die mit Lesezeichen versehenen Seiten werden in der Übersicht entsprechend markiert. Über die Schnellzugriffsleiste am unteren Bildschirmrand können einzelne Seiten direkt ausgewählt werden. Auch die Helligkeitsregulierung ist integriert. Das war’s.

Zurück zum iPhone: Auch hier funktioniert iBooks nun. Dabei gibt es keine Überraschungen: Das Regal hat etwas weniger Platz, der Store zeigt zwar fünf statt nur drei Icons (zu “Im Spotlight”, “Top-Charts” und “Gekaufte Artikel” gesellen sich hier aus Platzgründen die Übersicht und die Suche an den unteren Bildschirmrand), ansonsten ist alles wie auf dem iPad – nur eben kleiner.

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Wie Steve Jobs angekündigt hat, müssen Bücher natürlich nicht zweimal gekauft werden. Die von Apps bekannte Einblendung bestätigt, kann das jeweilige Buch also kostenlos in das Regal auf dem zweiten Gerät gestellt werden.

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Hier kommen dann die Stärken des Updates zum Vorschein. Als neue Schriftart kann Georgia gewählt werden, der Sepia-Effekt bräunt die Buchseiten und sorgt für noch realistischeres Feeling beim Lesen. Die Helligkeit kann weiterhin fürs Lesen im Dunkeln viel weiter heruntergeregelt werden, als es in den Systemeinstellungen möglich wäre.

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Die Annotation im Einsatz: Einen Textausschnitt kurz halten, die Markierung vergrößern und aus dem Popup-Menü wählen. Der Begriff kann sofort im integrierten Lexikon nachgeschlagen oder markiert werden. Wer auf “Notiz” tippt, bekommt einen virtuellen Post-It-Block eingeblendet. Alle Seiten mit Lesezeichen und Notizen werden dann neben dem Inhaltsverzeichnis separat angezeigt. Dort ist dann immerhin nicht nur der markierte Text inklusive der entsprechenden Seite zu sehen. Auch der Kapitelname (sofern vorhanden) und das Datum, an dem die Notiz erstellt wurde, gehören dazu.

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Alles tolle neue Funktionen also, die schöne Optik bedarf keiner weiteren Diskussion. Die PDF-Unterstützung in iBooks war sicher ein gewünschtes Feature, wer aber dafür bereits andere Apps mobilisiert hat, muss sich auf das Update nicht freuen. Die Unterstützung ist rudimentär, die meisten neuen Funktionen können nur auf eBooks im bekannten ePub-Format angewendet werden. Man kann hier Apple nur unterstellen, die Nutzung von PDFs unterbinden zu wollen. Die Annotationsfunktion wäre gerade für Studenten ein absolutes Killerfeature gewesen.

iBooks 1.1 ist kostenlos im App Store* erhältlich.

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 12 Kommentar(e) bisher

  •  @alexf10 sagte am 22. Juni 2010:

    RT @Macnotes: iBooks 1.1: Update mit neuen Funktionen http://macnot.es/42420

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  •  lawyn sagte am 22. Juni 2010:

    Also bei mir funktionieren auch Inhaltsverzeichnisse in PDFs, nachdem ich den List-View oben rechts ausgewählt habe.

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  •  @iknrr sagte am 22. Juni 2010:

    RT @Macnotes: iBooks 1.1: Update mit neuen Funktionen http://macnot.es/42420

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  •  @superglide sagte am 22. Juni 2010:

    RT @Macnotes iBooks 1.1: Update mit neuen Funktionen http://macnot.es/42420

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  •  @ApfelAktuell sagte am 22. Juni 2010:

    #iBooks 1.1: #Update mit neuen #Funktionen http://macnot.es/42420

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  •  Glu3 sagte am 22. Juni 2010:

    Mhh, habe mir iBooks auf mein 3G, iOS4, jailbreaked und unlocked, geladen, jedoch kann ich keine eBooks lesen!?

    Woran könnte es denn liegen?

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  •  Drago sagte am 23. Juni 2010:

    die Kritik an den PDF Reader Funktionen ist teilweise ungerecht, denn mit dem kostenlosen Desktop PDF Reader von Adobe kann man auch nicht viel mehr machen. Die Kritik sollte viel eher in Richtung Adobe gehen, dass sie es nicht geschafft haben einen ordentlichen PDF Reader auf die Beine zu stellen. Ebenso scheinen Adobe und Microsoft es zu verschlafen ihre Creativity und Office Programme auf die iOS Platform zu portieren. Denn je mehr die iOS Anwender die ursprünglich von Windows PCs kommen mit den Apple Programmen konfrontiert werden, desto eher werden sie demnächst auch auf Apple Laptops umsteigen.Würde es die bekannten Windows Programme auf dem iPhone/iPad/iPod geben, dann würden sie zu Hause auch bei windows bleiben.

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  •  mz sagte am 23. Juni 2010:

    @Drago damit kann ich nicht einverstanden sein. Zwar hast du in soweit Recht, dass Adobe und Microsoft sich sicherlich auch bemühen könnten, Referenz-Apps zu den jeweiligen Formaten anzubieten. Tatsächlich fragen wir uns ja seit langem, warum das nicht geschieht.
    Allerdings behauptet Apple immer, dass so viele Leute wie möglich in den “Genuss” ihrer Produkte kommen sollen. Relativ unabhängig von den gigantischen Verkaufs- und Umsatzzahlen ist es aber Fakt, dass sie mehr dafür tun könnten, auch andere Zielgruppen zu erreichen. In meinem Bereich sind das eben viele Wissenschaftler, die sich ein iPad kaufen würden, wenn sie damit ihre wissenschaftliche Lektüre bearbeiten könnten. Dazu gehören vernünftige Funktionen zum Markieren, Auswählen und Annotieren.
    Zwar gibt es ja Papers (für Mac und iPhone/iPad), aber selbst dort fehlen solche Funktionen. Die Apps für iOS sind dort mehr oder weniger nur zur einfachen Übertragung von im Verwaltungsprogramm gespeicherten Dokumenten auf das Mobilgerät da. Weder kann man damit annähernd so angenehm lesen wie z. B. mit GoodReader, noch sich irgendwelche Notizen am Rand machen. Branchengrößen wie EndNote etc. glänzen da wiederum durch Ignoranz der Plattform und eher durchschnittliches Design und Bedienbarkeit.

    Wie viel Adobe und Microsoft davon haben, wenn die Leute bei Windows bleiben, ist demgegenüber noch mal eine ganz andere Frage, bei der ich mir nicht sicher bin, wie es am Ende aussehen wird. Bei Microsoft ist halt das ganze Betriebssystem anhängig, die direkte Konkurrenz zu Apple immerhin offensichtlich. Ich weiß, dass ich mich weit aus dem Fenster lehne, aber mittel- und langfristig täten sie vielleicht sehr gut daran, viel mehr auf den Mac zu bringen, weil sie bisher den Trend in Richtung Apple mit ihren wenigen, abgrundtief schlechten Portierungen ja auch nicht aufhalten konnten. So könnte man dann wenigstens den Versuch wagen, das, was sie an Windows-Abgängern verlieren, durch gute Software für OS X auszugleichen. Das ist aber auch eine gute Idee, wenn man sich diesem OS-Kampf überhaupt nicht stellen möchte.
    Für Adobe ist die Sache glaub ich etwas klarer: Ich kenn mich zwar jetzt nicht in allen Profi-Bereichen aus, aber kurzgefasst: die müssen letztlich auf beiden Plattformen erfolgreich sein. Das heißt, dass sie ebenso daran interessiert sein sollten, iOS-Produkte zu entwickeln.

    Möglicherweise ist es einfach zu früh bzw. noch nicht offensichtlich genug, dass die drei Millionen verkauften iPads ein deutlicher Indikator dafür sind, dass Apple zwei Monate nach Marktstart Tablet-Marktführer ist und einen immensen Kundenstamm mitbringen könnte (siehe Bookstore, iAd etc.).

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  •  Drago sagte am 23. Juni 2010:

    Naja im Grunde sind wir gar nicht so uneins.
    GoodReader ist schön und es läßt sich sehr gut damit lesen, stimmt. nur nützt es mir beim recherchieren für wissenschaftliche arbeiten wenig, da die gemachten markierungen und kommentare sich nicht auf den desktop zurück syncen lassen, oder etwa doch?
    Nunja, EndNote hat ja mittlerweile eine ausgereifte Web Version, aber ich gebe dir auf jedenfall recht, daß es auch für EndNote ein leichtes sein sollte eine entsprechend nutzbare iOS oder Android App auf den markt zu bringen….

    Bzgl Adobe und Microsoft ist zwar vorerst klar das für den Profi bereich ein desktop rechner (“truck”) nötig bleibt, aber im konsumer bereich, scheinen die zwei schlicht weg zu schlafen. wie steve schon sagte: “well, since nobody did,… so we did” (D8 Konferenz) – wenn keiner will, dann machen wir halt

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  •  mz sagte am 23. Juni 2010:

    Genau. Und das hatte ich mir mit iBooks nun für PDF-Dateien erhofft. Aber es kam nicht. Sprich: WANN machen sie? :-)

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  •  @maxdzellmer sagte am 26. Juni 2010:

    Das meinte ich. Sogar auf der HP gelogen. #iBooks 1.1 doesn’t deliver what Apple promises http://j.mp/cTeloG vgl. http://macnot.es/42420

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  •  rj sagte am 26. Juni 2010:

    Word, Max. Schön aufs iPhone gebracht, und die wirklich spannenden Funktionen weggelassen. Wobei mich das fehende Annotieren auf dem iPhone weniger stört, das ist eben keine Schreibmaschine. Aber auf dem iPad ists ein Unding. ich hoff, es ist wirklich nur ein “Wir wurden nicht fertig” und keine bewusste Entscheidung.

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