MACNOTES

Veröffentlicht am  30.06.10, 15:22 Uhr von  

iBooks nicht für taz geeignet: Verlag wollte schlauer als Apple sein

Vor knapp drei Wochen hatten wir vom Angebot der taz berichtet, die als tagesaktuelles Angebot Einzug in den iBooks Store gehalten hatte. Jetzt wird das Angebot eingestellt, das Experiment gilt von Seiten der taz als gescheitert.

Als “erste Zeitung der Welt”, so Mathias Broeckers im taz-Hausblog, hatte man den Vertrieb von einzelnen Ausgaben der Tageszeitung über den iBooks Store versuchen wollen. Dieses Angebot wurde nun gestrichen, und zwar aus “technischen Gründen”, die uns in unserem ersten Review Anfang des Monats auch schon verwirrten: Apple schaffte es nicht, die Ausgaben der Tageszeitungen täglich zu aktualisieren, dadurch hat man entweder alte Ausgaben oder falsche Daten im iBook Store gehabt.

Wäre die taz den normalen Gang der Neueinreichung für jede neue Ausgabe gegangen, hätten wir bei iBooks immer Ausgaben von vor-vorgestern gehabt. Apple benötigt zwischen zwei und vier Tagen, bis ein neues “iBook” online ist. Die taz hat dagegen versucht, mit Tricksereien das Apple-System zu umgehen – um täglich pro Ausgabe 99 Cent zu verlangen, wo das digitale Monatsabo mit allen Ausgaben doch schon für 10€ zu haben ist.

Der iBooks Store ist ganz einfach nicht für die Distribution einer tagesaktuellen Veröffentlichung gedacht. Die taz hat versucht, schlauer als Apple zu sein – wie sollte das gutgehen.

 Und wie ist deine Meinung?  Schreib uns einfach!

 12 Kommentar(e) bisher

  •  XPert sagte am 30. Juni 2010:

    Naja, schlauer als Apple geht schon.. Wäre eigentlich eine gute Sache gewesen..

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  •  Chris sagte am 30. Juni 2010:

    Das hat doch nichts mit schlauer oder weniger schlau zu tun. Vielmehr ist es doch schade, dass es von Seiten Apples nicht möglich ist, ein tagesaktuelles Angebot über den iBook-Store zu vertreiben…Das Apple zwischen 2 und 4 Tagen benötigt um ein neues Angebot zu veröffentlichen ist eigentlich ein Witz…

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  •  egoist sagte am 30. Juni 2010:

    …neneneneee … das muss schließlich alles gelesen und evtl. zensiert werden … no-porn-kontrolle … Patentvergleiche … recherche ob Apple die “Idee” noch besser machen könnte …

    dafür sind zwei Tage doch echt klasse…
    Zum Glück gibts HL2 jetzt auch fürn Mac, da können wir uns schonmal eingewöhnen…

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  •  Klaus sagte am 30. Juni 2010:

    Wie soll man dann eine Tageszeitung auf dem iPad anbieten? Ist mir unverständlich, gerade wenn ich kein Abo sondern nur eine Ausgabe haben möchte?

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  •  Sasha sagte am 30. Juni 2010:

    @taz, iBook-Store != iNewspapers-Store
    Wer lesen kann ist klar im Vorteil.

    Und wegen dummen Fragen wie “Wie soll man dann eine Tageszeitung auf dem iPad anbieten?”

    Kostenlose App für die jeweilige Zeitung o. des Verlags + in App Purchase. An sich sehr simpel.

    Nur weil jeder das Recht auf eine Meinung hat, macht es sie nicht gut.

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  •  Ole sagte am 30. Juni 2010:

    Naja, wieso soll jede Zeitung eine eigene App basteln? Ich hätte keine Lust, wegen jedem Scheiß eine eigene App zu haben. iBooks wäre doch perfekt gewesen. Als Verlag müsste ich nur ein PDF einreichen und gut wärs. Oder Apple muss eben einen Store extra für Zeitungen einrichten.

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  •  Oje sagte am 30. Juni 2010:

    So jetzt reicht es echt. Nie wieder macnotes. – Fanboys

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  •  XPert sagte am 30. Juni 2010:

    Wie gesagt, ich würde es deutlich besser finden, wenn man iBooks auch für (Tages)Zeitungen nutzen könnte. Da wären die Blätter sauber geordnet und man bräuchte keine eigene App jeweils..

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  •  Acrobat sagte am 1. Juli 2010:

    Sehr peinlicher Beitrag von Macnotes…
    TAZ wollte schlauer als Apple sein? Vollkommen falsch erkannt. Die TAZ war so gutgläubig, Apple eine vernünftige Vertriebsplattform zuzutrauen.
    Vielmehr sollte es heissen: Apple wollte schlauer als die Zeitungsverlage sein – wie sollte das gutgehen.
    Toll, das überhaupt ein Verlag erkannt hat, dass nicht von jeder Zeitung eine App gefragt ist, sondern der Content das Wesentliche ist! Wäre schön, wenn auch Apple das erkennt und eine anständige Plattform für die “große Hoffnung der Zeitungsverlage” zur Verfügung stellt. Sonst ist das iPad bald nichts mehr als ein übergroßes iPhone ohneTelefonfunktion.

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  •  nd sagte am 1. Juli 2010:

    Ach Leute… Lesen ist auch eine Kunst, oder? Egal was man schreibt, der Leser erkennt nur Kontra gegen seine eigene Meinung.

    Der letzte Satz, vor allem NACH DEM Gedankenstrich sollte jedem zu denken geben, wie das ganze gemeint ist. Aber war wohl zu naiv von mir, egal.

    Echt peinlich die Kommentare (mal wieder).

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  •  Zaratustra sagte am 1. Juli 2010:

    Da hatte die taz eigentlich eine gute Idee. Es ist schwachsinnig, dass jeder Verlag eine eigene App mit eigenem Interface etc. erstellen muss. Gewissermaßen war die taz hier wirklich schlauer als Apple denn dem iPad fehlt die Möglichkeit aktuelle Zeitungen und Zeitschriften einheitlich und bequem anzuzeigen. Das halte ich sogar für wichtiger als Bücher.
    Hier sollte Apple dringend nachbessern.

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  •  emden09 sagte am 7. August 2010:

    Die ganze Fanboy-Antofanboy-Diskussion hier ist eh erledigt, seit es die taz auf Stanza (kostenlose App) gibt. Da haben die Blattmacher wohl gedacht, wenn Apple nicht mitverdienen will, dann halt nicht. Dafür zahl ich dann gerne den “politischen Abopreis”. Wer wissen will wie er sich die taz auf Stanza (auch aufs iPad) holt schaut am besten Mal auf die HP der taz.

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