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Veröffentlicht am  3.07.10, 11:13 Uhr von  rj

Huawei E5: UMTS-Modem und WLAN-Router im Außeneinsatz

Huawei UMTS Modem und WLAN RouterStatt sich mit Tethering oder diversen UMTS-Stick-Lösungen herumzuärgern, wird aktuell die Nutzung von UMTS-Modem-Router-Kombis mit integriertem WLAN-Hotspot zur beliebten Alternative. Insbesondere, wenn man mit mehreren Geräten via Handy-Netz ins Internet will, ist der mobile Hotspot nützlich – und dabei günstiger als beispielsweise der 3G-Aufpreis beim iPad. Ein Gastbericht von Carsten Knobloch aka Caschy auf Macnotes.

Ist es draußen zu heiß, meckern die Leute. Ist es draußen zu kalt, meckern die Leute. Ich bin auch so einer. Momentan meckere ich, weil es zu heiß ist. Aber da ich das Glück der freien Arbeitsplatzwahl habe, kann ich mich noch gepflegt an den Deich legen. Das könnt ihr natürlich auch, ersetzt Deich durch den See oder Park eurer Wahl und packt die entsprechende Hardware ein.

Fast wichtiger als alles andere ist der Zugang zum Internet. Am See meistens nicht gegeben. Was bleibt? Richtig. UMTS-Sticks. Diese hässlichen Dinger, die immer aus eurem Notebook ragen. Ach nein, nicht immer. Es gibt Geräte mit einem integrierten UMTS-Slot. Aber eben keine MacBooks.
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Zu diesem Zweck habe ich hier momentan einen Huawei E5 in Benutzung, ein externes UMTS-Modem mit integriertem Router und WLAN-Hotspot. Das kleine Gerät hat die Vorteile, dass ich einerseits keinen UMTS-Stick mehr benutzen muss, andererseits dafür gleich mehreren Geräten Zugriff auf das Internet ermöglicht wird. Karte rein, Schlüssel an bis zu 5 Geräte verteilen und schon geht es mit bis zu 7,2 mbps in das Internet. Egal, wo man ist – Hauptsache Verbindung in das Telefonnetz eures Providers.

Ideal auch für Menschen, die auf Kongressen, BarCamps oder ähnlichen Anlässen abparken. Man munkelt, dass auf diesen Meetings eine Verbindung in das vorhandene WLAN-Netzwerk eher Glückssache ist. Wohl dem, der dann einen Huawei E5 in der Hosentasche hat. Und Hosentaschenformat hat der Huawei-UMTS-Hotspot definitiv.
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Die technischen Einzelheiten des Gerätes sind relativ schnell erklärt:

– HSDPA/HSUPA/UMTS bis 7,2Mbit/s down und 5,7Mbit/s up, kein SIM-Lock
– GSM/GPRS/EDGE
– kann als normales UMTS Modem über USB sowie als vollwertiger Router / drahtloses Modem über WLAN betrieben werden
– eingebautes 802.11b/g WLAN/mit 54Mbit/s und WPA(2) Verschlüsselung, bis zu 5 Geräte gleichzeitig
– Li-Polymer-Batterie mit 1500mAh, typische Akkulaufzeit 4-8 Stunden
– microSD Speicherkartenslot, bis zu 32GB
– Gewicht: ca. 90g

Die Einrichtung des Gerätes ist simpler als die Ersteinrichtung eines Computers, ernsthaft. Karte rein, anmachen – fast fertig. Der initiale Code, um sich via WLAN mit dem Huawei zu connecten, steht auf dem Gerät. Dort könnt ihr dann die SSID / Sicherheitsschlüssel eingeben, natürlich gefolgt von eurem PIN für die SIM-Karte. Das Webinterface ist ebenso aufgeräumt und leicht bedienbar.
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Ich habe das Huawei erfolgreich mit vier Freunden getestet, sowohl per Smartphone, Net- und Notebook und natürlich einem iPad. Natürlich muss man bedenken, dass man auch mittels UMTS nicht gerade der Schnellste im Internet ist. Content-Produzierer oder Leseratten können definitiv flüssig arbeiten.

In wenigen Wochen geht es für mich auf ein SummerCamp in die Nähe von Hannover. Auch dort, so dürft ihr euch sicher sein, werde ich meinen kleinen Hosentaschen-Router dabei haben. Stromspartipp: Wer alleine unterwegs ist, der kann den Huawei E5 auch per USB an sein MacBook anschließen und so als Modem nutzen. Spart Akkuverbrauch bei der Nutzung durch WLAN.

Falls ihr mal die Möglichkeit habt, den Huawei E5 zu testen: nur zu, macht wirklich Laune. Alternativ besucht mich am Deich ;) Bei weiteren Fragen hinterlasst einfach einen Kommentar.

[singlepic id=8598 w=0 float=left] Disclaimer/Autoreninfo: Beim Erfahrungsbericht des Huawei E5 handelt es sich um den Gastbeitrag von Carsten Knobloch, besser bekannt als Caschy und Autor des sehr empfehlenswerten Blogs stadt-bremerhaven.de. Disclosure: Caschy ist wie Macnotes.de schon 3Gstore.de-Werbepartner gewesen, arbeitet darüber hinaus für notebooksbilliger.de, schrieb diesen Gastbeitrag just for fun und hat mit mir schon das eine oder andere Getränk zu sich genommen. Thx, Caschy, hast nen Mate bei mir gut! :o)

 Und wie ist deine Meinung?  Schreib uns einfach!

 23 Kommentar(e) bisher

  •  Gnom sagte am 3. Juli 2010:

    Ich habe mir das Gerät gerade gekauft und in Betrieb genommen.
    Simpel und schnell. Jetzt kann das WLAN iPad kommen und unterwegs im Urlaub oder auf Reisen habe ich immer mein WLAN in der Tasche und kann mit allen Geräten online gehen.
    Das Teil kostet wenig mehr als der 3G Aufpreis des iPad und ich bin flexibeler.

    Antworten 
  •  Thomas Gigold sagte am 3. Juli 2010:

    “Günstiger als der iPad 3G Aufpreis” scheint bei einem Preis von 170 Euro relativ ;) Natürlicher ist das noch immer die nachdenkenswertere Alternative zum Stick oder dem 3G iPad, wenn man diverse Geräte hat, mit denen man unterwegs online gehen will. Und 170 Euro sind günstiger als das MiFi-Gerät.
    Danke für den Bericht … ich denke schon länger über so ein kleines Ding nach ;)

    Antworten 
  •  DROGONFLY sagte am 3. Juli 2010:

    Hört sich gut an und es scheint sowohl technisch als auch im Preis-Leistungs-Verhältnis eine gute Lösung für die wohlbekannten Probleme mit iPad, Providern und Multi-SIM.

    Nur bei einem Praxisbericht hätte ich schon erwartet eines der wichtigsten Parameter zu erfahren: Akkulaufzeit.
    “Akkulaufzeit 4-8 Stunden” – das geht sicher pärziser?
    Oder hängt es davon ab, in welcher Hand man das Gerät hält..?
    *tongue in cheek*

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  •  Thomas Gigold sagte am 3. Juli 2010:

    Ah, ok … bei Cyport kostet er nur 129 Euro, das ist wirklich nur wenig mehr als der 3G-Aufpreis :)

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  •  Friedmar sagte am 3. Juli 2010:

    Wieso 170 EUR? Kostet bei O2 129 ohne net- und Simlock. Geht auch ohne Vertragsbindung!

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  •  Andreas sagte am 3. Juli 2010:

    Habe schon etwas länger den E5830 mit dem iPad im Einsatz. Ich vermisse eigentlich nur einen Counter für das Datenvolumen. Für die aktuelle Verbindung gibt es ihn beim E5830, aber nicht als Historie für einen Monat.

    Bietet das Webinterface des neuen E5 diese Funktion?

    Antworten 
  •  Brockenhexe sagte am 3. Juli 2010:

    Also ich habs für 80Euro in UK bestellt, und damit ist es eindeutig günstiger als der 3G-Aufschlag fürs iPad.

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  •  maasmeier sagte am 3. Juli 2010:

    Also, ich habe das Gerät quasi im täglichen Einsatz. Bei eBay gibt’s auch gute Preise aus UK. Zumindest vor 3 Monaten. Ist dann vorne eine “3″ drauf, aber das ändert rein gar nix. Empfehlung!

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  •  tombali sagte am 4. Juli 2010:

    Welches WiFi Protokoll läuft auf dem Stick? n?

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  •  Surfer sagte am 4. Juli 2010:

    @Brockenhexe: Könntest Du mal ne Adresse nennen, wo Du den bestellt hast? Danke.

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  •  klaus sagte am 4. Juli 2010:

    Ich habe den Huawei E5 wegen eines Kommentars in der ct (lustigerweise dann vom Kommentator) neugierig wie ich bin vor Monaten bei Ebay ersteigert. Ich wollte ihn mit meinem iPod Touch nutzen. Habe ihn mit Aldi/Medion nicht zum laufen gebracht und jetzt, da meine Mutter mit 70 Jahren sicht mit einem Netbook ihren ersten Rechner gekauft hat mit dem sie tatsächlich auch ins Internet will, habe ich es mit Tchibo versucht. 10 €uro für eine beschränkte Prepaid-Flatrate (Mutti will nur Email und Wikipedia) tut Niemand weh, dachte ich. Es wird einem aber nicht einfach gemacht. Unter Mac gings gar nicht, aber nach mehreren Anläufen mit Muttis Netbook (der online sein musste – bevor ich überhaupt online sein konnte und mehrere SMS zum freischalten des Tarifs) habe ich das Ding dazu gebracht das zu machen, was es sollte.
    Ich finde das Gerät so toll, das ich es nicht hergeben werde (das Netbook hat mir übrigens auch gefallen).
    Dank des Huawei E5 kann ich mit mit meinem MacBook, iPod Touch und Nokia N95 ins Internet und kann auch Freunde zum mitsurfen einladen. Ich habe ihn schon auf Zugfahrten, Flughäfen und Eiscafés fleissig ausprobiert.
    Schön, wärs zu wissen wie man preiswert an einem NoNameAkku rankommt. Und der Empfang ist nicht immer astrein.

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  •  Sanne sagte am 5. Juli 2010:

    Schöner Bericht. Auch wenn ich so ein Ding nicht brauche hat es Spaß gemacht, ihn zu lesen. Gerne mehr davon! Am Mate soll es nicht scheitern :-)

    Antworten 
  •  caschy sagte am 6. Juli 2010:

    @Sanne: Danke für die Blumen – am Mate wird es sicherlich nicht scheitern, wohl aber an meiner mehr als knappen Zeit, ausserdem muss ich ja das eigene Blog beackern. Aber mal sehen, was die Zukunft bringt ;)

    Antworten 
  •  Burhan Bulut sagte am 8. Juli 2010:

    Hallo,

    habe vor paar Tagen von so einem Gerät gehört und kann es kaum abwarten zu kaufen. Jedoch suche ich eine Stelle wo ich es billiger kriege. Das Gerät kostet bei o2 129 euro und von der Marke Trekstor um die 150 Euro. Kriegt man es irgendwo billiger ? Und wo kann man sich Akkus bestellen ??

    Danke im Voraus

    Antworten 
  •  Alex sagte am 9. Juli 2010:

    Ideal um ein iPod touch oder iPad WLAN zum “iPhone” zu machen, zu einem Bruchteil des Preises! Gekauft!

    Antworten 
  •  goecke@web.de sagte am 14. Juli 2010:

    und muesste FaceTime auf dem iPhone 4 auch auf der “Strasse” ermoeglichen..

    Antworten 
  •  Christoph sagte am 30. Juli 2010:

    Mit Vertrag bekomme ich es in Österreich um 29 Euro!
    15 Euro monatlich unendlich surfen!!
    Ist dann viel billieger als die 100 Euro beim iPad!
    Batterielaufzeit hängt von der anzahl Geräte ab!!!

    Antworten 
  •  Manuel sagte am 8. August 2010:

    Ich surfe gerade mit einem huwai e585. Das tolle an dem gerate ist, da ich mich jederzeit ueber den gesamten fatenverbrauch informieren kann. Das huwai ist fuer mich quasi zur Zeit dsl Ersatz. Sorry wegen den Rechtschreibfehlern. Das iPad ist dran schuld. Bloed ist nur, das ich mir kaum Videos ansehen kann, ich hab nur 5gb freivolumen

    Antworten 
  •  Uta sagte am 3. November 2010:

    Wir waren mit unserem Huawei E5 jetzt in Spanien unterwegs und haben ihn mit einer Prepaidkarte von Yoigo betrieben. Einwandfrei!
    So konnten wir die ganze Familie mit mehreren Geräten (2 iphones und 1 Netbook) recht preisgünstig zufrieden stellen!

    Antworten 
  •  Claus Fuhler sagte am 23. Juli 2011:

    Das Gerät ist sehr brauchbar, hat aber üble Schwachpunkte:
    1.) eine sehr kleine Batarie, sodaß es ohne Stromversorgung nur wenige Stunden begrieben werden kann,
    2.) Es muß immer der Code eingegeben werden, es läßt sich nicht auf offenes ungesichertes Netzt umstellen,
    3.) Ersatzbatarien sind schlecht erhältlich und größere passen nicht in den Schacht.
    Ich nutze das Gerät, weil mein MacBook Air leider keinen eignen SIM Steckplatz hat. Inzwischen erfüllt mein Samsung GALAXY TAB 8,9 diese Funktion und hat den Vorteil ein vollwertiger Tablet PC zu sein, der genau die Maße einer Brieftasche für Geschäftsleute hat.
    Alles in Allem empfehle ich das Huawei gerne als solodes gutes Gerät. Es hat einen Steckplatz für ein Memory Chip, der dadurch leicht von mehreren Geräten aus zugegriffen werden kann. Dies ist bei Konferenzen sehr praktisch, wenn man nicht projizieren will.

    Antworten 
  •  Otternase sagte am 23. September 2011:

    Ersatzakku’s gibt es für knapp 10 Euro bei Amazon. Evtl nach dem zum Huawei E5830s baugleichen Trekstor ‘Portable WLAN Hotspot’ suchen, da werden einem dann auch entsprechende Akkus angeboten.

    Das Trekstor Gerät zeigt das seit der letzten UMTS Verbindung an und merkt sich zusätzlich die genutzte Datenmenge (Down-/Upload). Das ist praktisch, wenn man eine Prepaid UMTS Karte auf Volumenbasis einsetzt.

    Das einzige, das ich bisher vermisse, ist im Web Interface eine ‘dyndns’ Funktion, um nach erfolgter Einwahl ins Internet remote auf das Gerät zugreifen zu können. Normale DSL Router haben das praktischerweise gleich integriert.

    Ansonsten ist das Gerät spitze.

    Tipp: Im Gegensatz zu reinem Tethering (iPhone, Android, siehe Wikipedia) bietet es im Ausland durch die logische Trennung von der Telefonfunktion und dem Einsatz einer zusätzlichen Prepaid UMTS SIM Karte im Huawei E5er eine volle Kostenkontrolle beim surfen im Internet ohne (!) teures Roaming und man ist über sein iPhone weiterhin erreichbar. :-)

    Antworten 
  •  Otternase sagte am 23. September 2011:

    Oops: ging was schief, richtig heisst der Satz: “Das Trekstor Gerät zeigt das seit der letzten UMTS Verbindung genutzte Datenvolumen an und merkt sich zusätzlich die seit dem letzten Zurücksetzen genutzte totale Datenmenge (Down-/Upload). Das ist praktisch, wenn man eine Prepaid UMTS Karte auf Volumenbasis einsetzt.”

    Antworten 
  •  Juppi sagte am 16. März 2013:

    Interessanter Beitrag. Musstest du die Interneteinstellungen, bzw. ein neues Profil für die Nutzung des Huawei e5 in USA erstellen oder ging das automatisch?

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