MACNOTES

Veröffentlicht am  5.07.10, 14:54 Uhr von  

Kindle DX 2: Keine neue iPad-Konkurrenz am 7. Juli

amazonkindleappicon Eine strategische Entscheidung: der nächste Kindle wird kaum mit neuen Features auftrumpfen. Der reine eBook-Reader wird ein reiner eBook-Reader bleiben – schwarzweiss, ohne WLAN, ohne Touchscreen. Definitiv keine iPad-Konkurrenz, die Amazon demnächst verkaufen will – aber rechtfertigt die Spezialisierung aufs Wesentliche den nach wie vor hohen Preis?

Auf dem Kindle soll man Bücher lesen: an dieser Selbstbeschränkung ändert auch der noch diese Woche in den USA auf den Markt kommende, neue Kindle DX nichts. Schwarzweiss-eInk-Bildschirm, kein WLAn, kein Touchscreen – anderswo nennt man das “Besinnung auf die Kernkompetenzen”.

Dass Amazon kein zweites iPad bauen will, ist sicher keine falsche Entscheidung. eBook-Enthusiasten schören auf das kontrastreiche e-Ink-Display, welches entspannteres Lesen erlauben soll als “selbstleuchtende” Displays. Um 50% habe man den Kontrast des 9,7″-Displays beim neuen Modell noch hochgezogen.

Als eBook-Reader macht der Kindle eine gute Figur, zweifellos – eBooks kann man in über 100 Ländern kostenfrei via 3G-Netz laden, das Lesen geht dank diesbezüglich optimiertem (s/w-) Display hervorragend, die Batterielaufzeiten sind mit 1-2 Wochen Lesezeit höchst beachtlich, und mit Spiegelungen hat auf e-Ink niemand zu kämpfen – im Gegensatz zum ausschließlich als Glossy-Modell erhältlichen iPad.

Nichtsdestotrotz bietet Amazon mit dem Kindle auch nach Preissenkung ein Gerät fast zum iPad-Preis an, das eben nur zu einer Anwendung taugt – für diese indessen hervorragend. Knapp 380 Dollar soll der Kindle kosten – ob das für ein solches Spezialgerät noch ein Preis ist, bei dem eine nennenswerte Zahl an Lesefreunden zuschlägt? ist der Effekt gar beabsichtigt und ein “Einstieg in den Ausstieg” bei den Lesegeräten, zugunsten der (kostenlosen) Kindle-Apps?”

Geht es um die Frage Kindle vs. iPad, wird die Entscheidung zwischen den eBook-Reader und dem Allroundtalent getroffen werden müssen. Bemerkenswert allemal, dass der Preis trotz Apples Verortung im Hochpreissegment eine eher marginale Rolle spielen wird.

 Und wie ist deine Meinung?  Schreib uns einfach!

 1 Kommentar(e) bisher

  •  gambetti sagte am 5. Juli 2010:

    Ich liebe meinen Kindle – allerdings den kleinen für knapp 2hundert e. Niemals würde ich ein Buch auf dem iPad lesen – habe es versucht. Details, wie das intergrierte Wörterbuch, die kindleweite Suche aber auch die Suche in Google oder der Wikipedia und zwar quasi Weltweit und ohne sich Gedanken über ein LAN Netz und Kosten machen zu müssen sind wunderbar.
    Auch im letzten italienischen Bergdorf bezieht man via 3G und für 0.75$ die aktuelle Ausgabe der FAZ oder Literaturnachschub an Regentagen.
    Wer gerne und viel englischsprachige Literatur ließt wird bestens bedient. Auch der Preis lässt sich da leicht amortisieren. Jüngstes Beispiel: Tess Gerritsens Neuerscheinung “Ice Cold” bei amazon.de für 20Euro zu haben hatte ich via Kindle für 9.90$ bekommen. Hier zahlt sich der Preiskampf im Literatur Bereich in den USA – den ich mir in Deutschland nicht wünsche – auch für deutsche Leser aus.
    Die größere Fläche des DX vermisse ich nur bei Fachliteratur und PDFs. Speziell monospace Quelltext in Programmierbüchern ist auf dem kleinen Kindle wegen absurder Umbrüche nur schwer zu lesen. Da würde ich mir einen DX wünschen.
    Den Preis halte ich für ausgesprochen angemessen.

    Antworten 

Kommentar verfassen

 0  Tweets und Re-Tweets
       0  Likes auf Facebook
         0  Trackbacks/Pingbacks
          Werbung
          © 2006-2013 MACNOTES.DE. Made with insanely great for all things Mac. Apple.de