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Veröffentlicht am  11.07.10, 8:41 Uhr von  rj

Audeo Perfect Bass: Kopfhörer oder Headset für iPhone, Phonaks schlanke Version

Audeo Perfect BassNach Phonaks Audeo PFE-Headset mit umfangreicher Zubehör-Ausstattung konnten wir nun mit dem Audeo Perfect Bass die schlankere Variante der High-End-Kopfhörer von der Akustikschmiede Phonak testen. Um ein Fazit in Kürze vorwegzunehmen: fantastisch. Uneingeschränkt alltagstauglich und bei gleicher Tonqualität deutlich günstiger als das PFE-Set macht es das Perfect Bass-Set schwer, noch irgend welche Minuspunkte zu finden.

Insbesondere im Motorradeinsatz hatten wir den “großen Bruder” getestet, und während das Audeo PFE-Kopfhörerset mit einer Reihe von Zubehör (mehrere Frequenzfilter-Sets, vier statt drei In-Ear-Adapter, Werkzeug und Aufbewahrungstasche) auch mit einigermaßen stolzen Preisen zu Buche schlägt, beschränkt sich das Perfect Bass-Set aufs notwendigste und vermag damit vollkommen zu überzeugen. Bequem zu tragen, mit drei In-Ear-Adaptern an verschiedene Ohrformen anpassbar, klein (und flach, ergo sehr helmgeeignet) und leicht, dazu eine Dämpfung des Umgebungsgeräuschs um bis zu 23dB – dies in Kürze die Rahmendaten.
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Vor dem Einsatz

Ordentlich verpackt kommt das Headset btw. der Kopfhörer ins Haus, auf Täschchen hat man verzichtet. Die Adapter fürs Ohr kommen im klaren Plastikbeutel. Eingesetzt in die Kopfhörer ist bereits ein Mittenfilter, der Bässe und Höhen heraushebt und nebenbei das Kopfhörer-Innenleben vor Verschmutzung schützt.

Wie bereits beim Phonak Audeo PFE-Set ist der Tragekomfort bestens. Leicht und insbesondere kaum überstehend sind die kompakt gehaltenen Kopfhörer bestens helmgeeignet. Dasselbe gilt für den kurz ausgeführten, solide verarbeiteten Stecker fürs iPhone – häufig ein Schwachpunkt bei “robusteren” Anwendungsfällen.
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Zur Auswahl stehen die erwähnten drei In-Ear-Adapter aus Silikon, den Schaumstoff-Adapter, der dem PFE beilag, ließ man beim Perfect Bass-System weg. Geschmacks- und Einschätzungssache: persönlich halte ich das für vollkommen verschmerzbar, da die Dämpfung der Umgebungsgeräusche bei den Silikonadaptern optimal und beim Schaumstoffeinsatz tendenziell zu stark ist – hier wäre man von den Umgebungsgeräuschen fast komplett isoliert, was sicherheitstechnisch jenseits dessen liegt, was ich persönlich verantworten könnte.
 

Klang und Nutzungseindrücke

[singlepic id=8445 w=200 float=right] Auch hier wurde beim PFE-Test an sich schon alles gesagt: Klarer, druckvoller Sound, eine optimale Abschirmung der Umgebung, und gerade auch unter einem Motorradhelm auch bei hohen Geschwindigkeiten und nicht voll aufgedrehter Lautstärke eine angenehme und ausgewogene Beschallung.
5-17.000 Hz. gibt Phonak als Frequenzbereich an, was in beide Richtungen das Hörvermögen der meisten Nutzer deutlich übersteigen dürfte.
 

Fazit

Schlussnotizen: Die Mikroqualität der Headset-Variante ist gut, das Bedienteil mit Motorradhandschuhen jedoch kaum bedienbar. Bei 100dB riegelt das Phonak-Set die Lautstärke ab, um Gehörschäden zu vermeiden. Ein weitgehend verwirr-resistentes Silikonkabel ist mit 120 cm Länge dem Normalgebrauch völlig gewachsen, 14 Gramm leicht ist der Audeo Perfect Bass zu guter Letzt und macht aus wenig Gewicht druckvollen Sound.

Es ist eine Sache mit den enthusiastischen Rezensionen. Natürlich bespricht man lieber gute Produkte, weil aber nichts vollkommen ist, bleibt immer ein leichter Nachgeschmack, wenn es offenbar nur positives zu sagen gibt. Bisher hatte ich diese Art Bauchschmerzen nur bei 1Password, das Audeo Perfect Bass-Headset ist der zweite Fall, bei dem mir schlicht nichts kritisches einfällt. Es mag mit dem Motorrad-Anwendungsfall zusammenhängen, aber ich kann es nur uneingeschränkt weiterempfehlen: freie Bahn, Abendsonne, auf den Ohren fängt Killing In The Name von Rage Against The Machine an, man gibt Gas und hat perfekten Sound. Glaubt mir: das ist das Glück.

5/5Testurteil: 5/5 Macs
Bezeichnung: Audeo Perfect Bass / Audeo Perfect Bass mit Mikro
Hersteller: Phonak
Preis: € 79,- / € 99,- (ab 15. Juli)

Testfahrzeug: Richie

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 3 Kommentar(e) bisher

  •  mangochutney sagte am 11. Juli 2010:

    Ich bin schon seit einigen Jahren mit Ohrhören aus der Familie der In-Ohr-Monitore unterwegs und habe auch die PFEs schon testen können; ich war nicht schlecht beeindruckt von ihrem Klangbild.
    Diese Variante ist wirklich reizvoll, besonders wegen dem niedrigen Preis.
    [Meckern auf hohem Niveau]
    Was ich als Negativpunkt angeführt hätte, wäre die alte Kabelfernbedienung. Phonak hätte hier den Weg zu Ende gehen sollen und die neue Kabelfernbedienung von Apple lizensieren können.
    [/Meckern auf hohen Niveau]

    Antworten 
  •  rj sagte am 11. Juli 2010:

    Das hohe Niveau sprichst ja an :) Ich muss zugeben, dass da bei mir vielleicht die Einsatzgebiete diesbezüglich das nicht wirklich ins Augenmerk rücken ließen, steht ja bei den Schlussnotizen noch dabei. Nachdem damit bei den PFE einfach nur der Preis noch schmerzte und dann eben mal eine deutlich günstigere Version mit allen Vorzügen der “großen” folgte, da passt dann eben alles.

    Antworten 
  •  Wolfgang sagte am 11. Juli 2010:

    Mich würde interessieren, wie sich die «Beyerdynamic MMX 100» ( http://www.beyerdynamic.de/shop/hah/headphones-and-headsets/sports-and-on-the-way/mmx-100.html ) in so einer Produktebesprechung – oder sogar im Verglich mit anderen Kopfhörern – schlagen würde. Ich kenne diese Kopfhörer zwar selber nicht, weiss aber, weil ich bereits in den Genuss von anderen Beyerdynamic Kopfhöreren kommen konnte, dass diese Firma ihren Ruf für ein ausgesprochen gutes Klangbild zurecht verdient.

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