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Veröffentlicht am  22.07.10, 11:29 Uhr von  

Apple ist böse: Twitter/Foursquare-Investor spricht Klartext

TwitterAuf der Geo-Loco-Konferenz in San Francisco machte Fred Wilson vom Twitter- und Foursquare-Investor Union Square Ventures keine Mördergrube aus seinem Herzen: Apple sei böse und bevormunde die User. Harte Worte von einem Akteur, dessen Investmentpartner zu einem nicht unerheblichen Teil auf den von Apple vorangetriebenen Trend zu ortsbasierten Diensten profitieren.

Apple “glaube, am besten zu wissen, was gut für Sie und gut für mich ist. Und ich denke, das ist böse”, zitiert Gigaom den Venturekapitalisten. Nun beruht insbesondere der Erfolg von Apples UI-Designs auf diesem Prinzip, Wilson wird aber konkreter. Das Quasimonopol in Sachen Apps führe dazu, dass Apple die Art und Weise, wioe App-Entwickler arbeiten, ebenso zu stark beeinflusse wie auch die Möglichkeiten der User, Apps zu finden und zu nutzen. Hoffnung setzt er auf die Android-Konkurrenz, die Apple zur Raison bringen könnte, dafür ist die offene Plattform jedoch noch nicht weit genug.

Man mag ergänzen, dass Google sich auch nicht in allen diesbezüglichen Belangen von Apple unterscheidet: so hat Apple den “Killswitch” zur ferngesteuerten Deaktivierung bereits installierter Apps im Unterschied zu Google noch nicht betätigt. Eine Kritik an der Beeinflussung der Denkweise von App-Entwicklern gerät auch dann etwas kurz, wenn man außer Acht lässt, dass eben dieser App-Markt, von dem ein Anbieter mobiler Dienste entscheidend profitiert, eben von Apple überhaupt aus dem Boden gestampft wurde.

Nichtsdestotrotz: betrachtet man Apples Hang zur Gängelung von Entwicklern wie Usern, so wird ein kritischer und einflussreicher Akteur mit mobilen Apps im Hintergrund, die von Apple schwer ignoriert werden können, definitiv im Sinne der Nutzer sein. Auch wenn die Kritik eher mit dem Holzhammer vorgetragen wird.

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 10 Kommentar(e) bisher

  •  @spacegrau sagte am 22. Juli 2010:

    Zur akt. Diskussion – Apple vlt. MS 2.0: RT @Macnotes: Apple ist böse: Twitter/Foursquare-Investor spricht Klartext http://macnot.es/44756

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  •  tom sagte am 22. Juli 2010:

    Trotzdem bevormundet Google die User nicht so, wie Apple es derzeit tut. So ganz unrecht hat der Typ ja nicht.

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  •  rj sagte am 22. Juli 2010:

    Wie auch geschrieben: sicher nicht. Den einzigen Vorwurf, den er sich imo gefallen lassen muss, ist eben, dass er sich mit einem Schwerpunkt auf Location based Apps eben in ein ueberwiegend von Apple gemachtes Nest reinsetzt und sich dann darueber beschwert, wo es ihn piekst.

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  •  X sagte am 22. Juli 2010:

    Gut und böse sind ethische Kategorien. Hier geht es um strategische Interessen, deren ethische Wertung aus Sicht einer der involvierten Parteien vollkommen irrelevant ist.

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  •  Volker Schmitt sagte am 22. Juli 2010:

    Den Killswitch braucht Apple nicht aktivieren, da die Firma doch kontrolliert was im App Store erscheint und was nicht.
    Ausserdem wurden doch schon Anwendungen nachträglich entfernt.
    Meine Meinung ist: Firmen müssen kontrolliert werden und auf keinen Fall die Firmen die Bürger. Egal mit Apfel oder ohne im Logo.
    Kontrolle und Einhaltung von Gesetzen ist Aufgabe des Staates.

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  •  kg sagte am 22. Juli 2010:

    @Volker so blöd und trivial es jetzt auch klingen mag: letztendlich ist es ihr Store, und da kann Apple selbst entscheiden, was reinkommt und was nicht. Auch in Googles Market wurden übrigens schon zahlreiche Apps gelöscht, das nur am Rande – es fällt bei Apple offenbar mehr auf als bei anderen.

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  •  brian sagte am 22. Juli 2010:

    ich verstehe fast gar nich wie man nach dem erscheinen von ios4 noch von gängelung im appstore sprechen kann. es wurden inzwischen fast alle wünsche erfüllt, die die user seit 4 jahren so aufgebaut haben. zudem sollte man doch meinen das jeder wohl die passende app für sich finden wird bei über 200000. die anderen die nicht zugelassen werden, interessieren doch eh keinen user. es ist doch eher ein problem sich zu entscheiden welche app man nimmt als keine zu finden. für die entwickler ist das natürlich blöd, wenn man nicht in allen möglichen programmiersparchen schreiben darf, aber da weiß ja auch apple, dass sie da mit dem feuer spielen. bis jetzt geht es ja aber ziemlich gut!
    eines finde ich aber als gängelung und verstehe den grund immernoch nicht. das ist, warum man nicht alle videocodecs zulässt. das nervt total und sollte echt freigestellt werden, ob man dafür ein wenig schneller den akku leer macht! es kann doch nicht sein, dass ich jedes mal alle videos umwandeln muss, das ist ja noch mehr als ärgerlich!

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  •  Zaratustra sagte am 22. Juli 2010:

    Richtig, es ist ihr Store aber mit der Größe wächst die Verantwortung. Apple kann eben nicht (mehr) tun und lassen was es will. Es gibt inzwischen die Möglichkeit für erhebliche Wettbewerbsverzerrungen, politische Einflussnahme usw.
    Ganz so trivial ist es daher nicht.

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  •  brian sagte am 22. Juli 2010:

    ja erotik wird es wohl nicht geben, was ich aber ok finde.
    das zeugs muss ich mir ja nicht auch noch auf meinem handy anschauen. vorallem sollte man das auch bei allen herstellern ernster nehmen, wenn man sich mal alle 10 jährigen mit handys und smartphones anschaut. ist aber ein anderes thema.
    thethering wird wohl vom mobilfunkprovider druck gemacht werden. kann ja apple ansonsten relativ egal sein.
    der rest sind ja peanuts. es stimmt schon, das man solche sachen auch feistellen sollte. das gröbtse davon hat sich ja aber über die letzten updates erledigt.

    ich hoffe wenn man irgendwann ein abomodell ala zunepass für itunes findet, kann ich mir auch meine videos da ziehen und das codec problem hat sich auch erledigt. bis dahin nervts gewaltig den rechner für stunden zum glühen bringen zu müssen. sowas kann echt nicht sein. oder dass ich am mac nur mit perian und vlc vernünftig medien mit gängigen videocodecs konsumieren kann. lächerlich!!

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  •  @sho81 sagte am 24. Oktober 2010:

    Apple ist böse: Twitter/Foursquare-Investor spricht Klartext: http://macnot.es/44756

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