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Veröffentlicht am  3.08.10, 14:31 Uhr von  kg

Test: Apple Batterieladegerät – nicht preiswert, aber praktisch

Apple BatterieladegerätAls ich hörte, dass Apple ein eigenes Batterieladegerät auf den Markt bringt, dachte ich zuerst an einen schlechten Scherz. Tatsächlich bietet Apple nun ein Ladegerät mit 6 Low-Self-Discharge-NiMH-Akkus an – welches genau das tut, was draufsteht, nicht mehr und nicht weniger.

Im Zuge der „grünen Welle“ bei Apple bieten sich Akkus inklusive Batterieladegerät im Produktkatalog an: Im Gegensatz zu Batterien wirft man sie nach Benutzung nicht weg, sondern lädt sie neu auf und benutzt sie weiter. Das schont die Umwelt und den Geldbeutel.

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Apple verspricht bei seinen Akkus eine Lebensdauer von bis zu 10 Jahren, abhängig von den Nutzungsgewohnheiten gehen wir grob von maximal 1000 Ladezyklen aus, bis die Akkus ihren Geist aufgeben. Die Ladedauer eines Sets Akkus beträgt rund sechs Stunden – konkrete Werte können wir allerdings erst vermelden, sobald wir die Akkus einige Male auf- und wieder entladen haben. Das Ladegerät ist erfrischend schlicht. Eine kleine Leuchte an einer Seite zeigt den aktuellen Ladezustand an: Bei orangenem Blinken laden die Akkus, leuchtet sie grün, sind die Akkus voll. Danach fährt das Ladegerät in einen Ruhezustand – Apple gibt den Stromverbrauch in dem Zustand mit 30mW an, übliche normale Ladegerät erreichen laut Apple rund 315mW, wenn die Akkus bereits voll sind.

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Das Ladegerät lässt sich, genau wie alle anderen Apple-Ladegeräte, mittels Adapter auch in anderen Ländern nutzen. Dazu benötigt man allerdings das Reiseadapterset* bzw. geeignete Kabeladapter. Es ist recht kompakt und passt damit nicht nur in jede Tasche, sondern prinzipiell auch in jede Steckdosenleiste – egal wie vollgestopft sie mit anderen Ladesteckern und Kabeln ist.

Die sechs enthaltenen Akkus reichen rein rechnerisch auch für ein umfangreicheres Desktop-Setup mit Tastatur, Maus sowie Magic Trackpad, je nach Gerät und Gebrauchsgewohnheiten sollen die Akkus rund drei Monate problemlos durchhalten.

Am Preis des Apple-Batterieladegerätes scheiden sich allerdings die Geister – 29€ scheinen für ein Akkuladegerät mit sechs Akkus relativ teuer, die Nennladung ist mit 1900mAh recht gering für heutige Verhältnisse.

Ein genauerer Blick auf den verwendeten Akkutyp sollte da die Meinung ändern: Statt der bisher üblichen NiMH-AA-Akkus kommen in diesem Fall Low-Self-Discharge-Akkus zum Einsatz, die auch von der Konkurrenz (u.A. Sanyo eneloop, Varta Easy2Use) in dem Preissegment selten mit höherer Nennladung angeboten werden. Der Vorteil der LSD-Akkus: Sie entladen sich kaum von selbst, sie haben ein recht langes „shelf life“ und können daher auch über Monate problemlos in der Schublade liegen bleiben, ohne nennenswert Ladung zu verlieren. Zum Preisvergleich: Zum aktuellen Zeitpunkt muss man für ein Low-Self-Discharge-Ladegerät von Varta inklusive vier vergleichbarer Akkus 19,99€ zahlen (Affiliate), eine Packung mit vier Akkus kostet je nach Nennladung rund 10€. Entsprechend ist das Angebot von Apple nicht direkt nennenswert teurer – dafür kann man allerdings auch nur zwei Akkus mit dem Apple-Lader befüttern.

Ob man das Apple-Ladegerät* nun wirklich braucht, ist also sowohl eine Frage des Geschmacks und des Einsatzbereichs: Will man etwas portables, das man auch auf Reisen problemlos einsetzen kann, ist es definitiv eine gute Lösung. Will man einfach nur schnell seine Akkus aufladen und kann auf kompakte Steckerform verzichten, empfehlen wird den Kauf anderer Ladegeräte, da diese meist für mehr Akkus geeignet sind.

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 17 Kommentar(e) bisher

  •  @3Gstore sagte am 3. August 2010:

    RT @Macnotes: Test: Apple Batterieladegerät – nicht preiswert, aber praktisch http://macnot.es/45731

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  •  lelei sagte am 3. August 2010:

    Gibt es keine Ladestandsüberwachung per App? Das muss aber noch integrierter werden …

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  •  It's me sagte am 3. August 2010:

    Wahnsinn, was Apple nicht alles auf den Markt schmeißt. Das da noch kein anderer drauf gekommen ist.
    Man man man…

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  •  kg sagte am 3. August 2010:

    @it’s me ich habe nie davon gesprochen, dass sie das Rad neu erfunden haben. Und beim Preis zahlt man die mittlerweile fast übliche “Apple-Steuer”. Einen Vorteil hat der Charger gegenüber vielen anderen LSD-Batterieladegerät-Sets, die ich bisher gesehen habe: er ist extrem kompakt und bei Bedarf auch problemlos mit ausländischen Steckeradaptern benutzbar. Für unterwegs sehr gut.

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  •  aa777 sagte am 3. August 2010:

    wenn ich mir einen apple-computer anschaffe, frage ich nicht nach dem preis; also auch nicht nach den preisen für die peripherie.

    das ist wie bei autos – und wenn ich mir etwas “besseres” leisten will oder muß, dann muß ich das auch bezahlen – demzufolge verstehe ich den zweck dieses artikels nicht so richtig.

    die im artikel genannten akkus der wettbewerber gehören auch nicht zum unteren preissegment, und, weil man bei der kombination akkus – ladegerät die kosten des ladegerätes vernachlässigen darf, sollte man nicht vergessen, daß sich die angebote meist auf den verersatz an akkus beziehen.

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  •  CJB sagte am 3. August 2010:

    @leilei:
    Muss man dafür “Ortungsdienste” aktivieren? Immerhin fragen mich das ca. 1/3 der nicht ortsrelevanten Apps. …Und darf ich die Akkus dazu benutzen, um Porno oder gar politische Karikaturen anzuschauen?

    Da es für Apple ehrenrührig ist, Produkte unter 29€ zu verkaufen (und für Macnotes kurz danach einen Lobartikel nicht zu schreiben), bin ich gespannt, wenn iLace kommt: 29€/Paar oder einzeln.
    *tongue in cheek*

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  •  Jan sagte am 3. August 2010:

    Alles schön und gut, aber warum geht ihr “grob von maximal 1000 Ladezyklen” aus? Wenn Apple selbst davon spricht, dass die Akkus 10 Jahre halten sollen und die damit zu bestückenden Geräte gerne auch mal 3 Monate mit einer Akkuladung auskommen, dann kommt man bei wohlwollender Berechnung auf 50 Ladezyklen unter den Nutzungsvoraussetzungen wie man sie sich bei Apple ausmalt.

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  •  klaus sagte am 3. August 2010:

    Ich bin immer noch der Meinung Apple sollte das Ladegerät beim Kauf eines Mac mit Drahtloser Maus/Tastatur usw. umsonst beilegen!

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  •  Markus sagte am 3. August 2010:

    Warum verbauen die nicht in der nächsten der Revision der Magic Mouse, des Wireless Keyboards und wie immer dieses Touch Gedöns heisst einfach einen vernünftigen (meinetwegen auch “non-removable”) Akku und einen Mini USB Stecker um ihn bei Bedarf zu laden, statt so ein bescheuertes Ladegerät auf den Markt zu werfen.
    Das klingt für mich wie “Wir wissen, dass unsere Batterie-betriebenen Produkte Schrott/defective by design sind – aber hier habt ihr ein Ladegerät”.

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  •  XPert sagte am 3. August 2010:

    Ich finde die Verwendung von AA-Batterien überaus praktisch.
    Ich kaufe mir einfach für ein paar Euro eine Ladung Batterien bei Ikea und wenn sie leer sind fliegen sie weg. Halten aber in der Tastatur und der Magic Mouse ziemlich lange..
    Ökologisch vielleicht fragwürdig, aber ungemein praktisch. :D

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  •  CJB sagte am 3. August 2010:

    @kg:
    Ja, der obige Artikel ist ja auch ein kritischer Bericht ,-)
    Und das Produkt hat mit klein & kompakt definitiv Alleinstellungsmerkmale.

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  •  miesepeter sagte am 3. August 2010:

    preislich find ich es jetzt auch nicht so schlimm. sind immerhin 6 akkus plus ladegerät dabei. alles schön kompakt.
    allerdings frage ich mich, warum es nicht vertikal designed worden ist. im abgebildeten foto kann der schwarze netzstecker z.b. nicht gezogen werden ohne auch das “ultrakompakte” ladegerät zu ziehen.
    naja, wer clever ist, holt sich von vornherein steckerleisten, bei denen die anschlüsse im 90 grad winkel angeordnet sind und nicht in 45 grad – wie komischerweise meist anzutreffen!? da passen dann sogar “dicke” netzteile nebeneinander.

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  •  tom sagte am 3. August 2010:

    Ihr und eure Probleme, am wichtigsten ist doch die Frage, haben die Batterien ein Apfel-Logo? Wenn nicht, finde ich das sehr schade :D Das mein ich ernst ^^
    Hat das Ladegerät selbst denn ein Apfel-Logo? Über ne Antwort würd ich mich freuen ;)

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  •  cs sagte am 3. August 2010:

    Ich finde es gut, dass Apple hier bewusst “nur” 1900mAh Akkus benutzt. Alles andere ist nämlich lug und trug.

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  •  kg sagte am 3. August 2010:

    @tom weder Batterien noch Ladegerät haben irgendwo ein Apple-Logo, da muss ich dich enttäuschen.

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  •  tom sagte am 3. August 2010:

    @kg das ist ein SKANDAL! Schließlich zahle ich doch NUR für den Apfel :P Nee im Ernst, also wenigstens dem Ladegerät selbst, hätte man doch ein kleines süßes Logo verpassen können :(

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  •  MacBelwinds sagte am 4. August 2010:

    Jetzt sollten nur noch die von Apple in iPhone und iPod verwendeten Akkus besser werden. Und am besten für jeden Laien selbst austauschbar!

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