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Veröffentlicht am  26.09.10, 17:51 Uhr von  

Test: Livescribe Echo Smartpen

LivescribeDer Echo Smartpen von Livescribe schickt sich an, ein würdiger Nachfolger des Pulse Smartpen zu werden. Mit dem Stift können Mitschriften direkt digital abgespeichert, durchsucht und die dazugehörigen Audioaufnahmen abgespielt werden. Wir haben uns angeschaut, was der Echo Smartpen kann, und welche Vorteile er gegenüber dem Pulse Smartpen bietet.

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Design und Verarbeitung

Während der Vorgänger Pulse mit metallischem Gehäuse ausgestattet war, ist der Echo rein aus Kunststoff gearbeitet. An der Grifffläche ist der Stift gummiert, was die Handhabung einfacher macht. Das Kunststoffgehäuse mag zwar weniger wertig wirken, hat aber gerade bei langen Mitschriften einen entscheidenden Vorteil: Das minimal niedrige Gewicht macht die Arbeit entspannter. Während der Pulse noch ein USB-Stift-Dock mitgeliefert hat, wird der Echo mit einem mitgelieferten USB-Kabel aufgeladen. Aus unserer Sicht ist dies ein Vorteil, da die Micro-USB-Kabel auch bei vielen Kameras und Kartenlesegeräten zum Einsatz kommt und man sich so unterwegs das Mitnehmen eines zusätzlichen Ladedocks sparen kann.

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Funktionalität

Im Vergleich zum Pulse ist der Funktionsumfang gleich geblieben. Durch ein Softwareupdate sind beide Stifte auf dem gleichen Featurestand. Dazu gehören unter anderem das Anzeigen des Stiftnamens beim Anschalten, außerdem gibt es seit kurzem den Livescribe App Store, in dem man sich (meist kostenpflichtige) Anwendungen auf den Stift laden kann – wer ein Wörterbuch oder Übersetzungshelfer benötigt, findet sie dort.

An der Funktionalität der Aufnahmen hat sich seit dem Pulse nichts geändert: Die Infrarotkamera in der Stiftspitze nimmt alle Mitschriften auf, ein Mikro im Stift nimmt auf Wunsch außerdem die mitgeschriebenen Veranstaltungen auf – praktisch z.B. für Studenten, aber auch für Teilnehmer von Konferenzen. Ein Tipp auf die Mitschrift spielt den Teil der Aufnahme ab, an dem man die Mitschrift gemacht hat.

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Gesteuert werden alle Funktionen des Stifts über das Bedienungsmenü, das sich in allen Livescribe-Blöcken findet – ein Tipp mit dem Stift auf die gewünschte Funktion öffnet Menüs und ändert Einstellungen je nach Bedarf.
 

Livescribe Desktop

Mit der Livescribe-Desktopsoftware können die Mitschriften mit dem Rechner synchronisiert werden. Eine Texterkennung erlaubt das Durchsuchen der handschriftlichen Notizen nach Stichwörtern. Dies funktioniert überraschend zuverlässig – vorausgesetzt man hat eine halbwegs leserliche Schrift. Bei Bedarf kann man seine Mitschriften auch bei Livescribe online stellen.

Im Vergleich zum letzten Test hat Livescribe Desktop einige neue Funktionen bekommen: Notizen können in Form von Bildern, PDFs sowie AAC-Audiodateien exportiert werden. Bei Bedarf lassen sich auch nur Teile der Aufzeichnungen exportieren. Auch komplette Pencast-Dateien lassen sich exportieren und an andere Nutzer weitergeben. Auch die Freigabeoptionen wurden optimiert: So kann man entweder selektiv vorgeben, an den Pencast-Dateien weitergegeben werden dürfen, oder die freie Nutzung in der Community aktivieren.
 

Pencast Player

Bereits bei der CeBIT konnten wir uns einen ersten Eindruck der neuen Livescribe-App, dem Pencast Player, machen. Mit der App können Livescribe-Aufnahmen mobil genutzt, Audioaufzeichnungen abgehört und Pencasts angeschaut werden. Praktisch ist vor allem letzteres: Nach und nach werden die vorhandenen Mitschriften so farbig hinterlegt, dass man im Zusammenspiel mit den Audioaufnahmen genau nachvollziehen kann, was wann mitgeschrieben wurde. Die App ist nur nur auf iPhone und iPod touch, sondern auch auf dem iPad nutzbar.
 

Speicherplatz

Im Vergleich zum Pulse Smartpen verfügt der Echo Smartpen über etwas mehr Speicher: Während es den Pulse mit 1 bis 4GB Speicherplatz gab, steht der Echo mit 4 bzw. 8GB Speicher zur Verfügung – noch mehr Platz für eifrige Notizenschreiber.
 

Zubehör

Einer der größten Nachteile des Livescribe-Systems ist, dass man spezielles Papier für die Notizen benötigt. Beigelegt ist ein Starter Kit mit einer Ersatz-Kugelschreibermine sowie einem A5-Notizbuch mit 50 Seiten. Wer weiteres Papier braucht, muss es sich entweder in Form von Blöcken kaufen oder es sich mit dem Laserdrucker ausdrucken – nötig ist dies, weil der Livescribe ohne das speziell gemusterte Papier nicht funktioniert. Ein Viererpack A4-Blöcke kostet um die 20€ (Affiliate). Wer es etwas edler mag, bekommt auch etwas von Paperblanks. Verzichtet wurde außerdem auf das Beilegen eines Headsets zum Abhören von Mitschriften und zur qualitativ höheren Aufnahme von Audio – praktischerweise hat man dafür aber den Kopfhörerport vom Miniklinken- auf normalen Klinkenstecker geändert. Damit ist es einfacher, einen handelsüblichen Kopfhörer anzuschließen. Wer dennoch ein Originalheadset haben möchte, der kann das 3D-Aufnahmeheadset für rund 30€ dazubekommen.

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Fazit

Der Echo Smartpen ist eine logische Weiterentwicklung des Pulse Smartpen. Dank größerem Speicher lassen sich noch mehr Aufnahmen unterwegs benutzen, das neue Design ist Geschmackssache – wir finden es gerade wegen des besseren Handlings und der Gummierung angenehmer als das des Pulse. Zum Zeitpunkt unseres Tests war in Deutschland allerdings nur das 8GB-Modell verfügbar – dieses ist zu einem Preis von 199€ nicht unbedingt günstig.

4/5Testurteil: 4/5 Macs
Bezeichnung: Echo Smartpen
Hersteller: Livescribe
Preis: 199€ für 8GB-Modell (Affiliate)

 Und wie ist deine Meinung?  Schreib uns einfach!

 3 Kommentar(e) bisher

  •  @nicsleeper sagte am 26. September 2010:

    RT @Macnotes: Test: Livescribe Echo Smartpen http://macnot.es/49565

  •  Marius sagte am 26. September 2010:

    Einen Funktionsüberblick habe ich bereits in der Wirtschaftswoche lesen können. Aber euer Testbericht ist natürlich sehr gut. Leider fehlt bei euc – wie bei der WiWo – die Angaben zum Papier. Preis? Gibt es nur Papier vom Stift-Produzenten oder auch Drittanbieter-Blöcke?

    Würde mich sehr freuen, wenn diese Infos nachgereicht werden können.

    Vielen Dank.

  •  kg sagte am 26. September 2010:

    @Marius Guter Punkt – ein Viererpack A4-Blöcke kostet um die 20€ und gibt es bei Amazon und Co. Wer es etwas edler mag, bekommt auch was von Paperblanks. Alternativ kann man das Papier auch selbst mit dem Laserdrucker ausdrucken, wie bereits oben beschrieben. Dürfte sich je nach Verbrauch und Druckervorhandenheit lohnen, das Papier selbst zu drucken.


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