News & Rumors: 27. September 2010,

Test: Space Invaders Infinity Gene auf der PlayStation 3

Space Invaders Infinity Gene
Space Invaders Infinity Gene - Screenshot

Square Enix hat diesen Monat den absoluten Klassiker unter den Shootern, Space Invaders, in Form eines Downloadgames auf die PS3 gebracht. Doch es dreht sich hier nicht nur um die klassische Version des 2D-Shooters; das Remake von Square Enix verspricht ein völlig neues, innovatives Spielkonzept, bei dem sich das Spiel im Gameplay und in der Grafik entwickelt. Ob der Plan von einem selbst evolvierenden Shooter wirklich aufgeht, zeigen wir euch in unserem Review.

Altbekannte Midi-Sounds in überraschend überwältigender Qualität und der klassische Space-Invaders-Titelbildschirm lassen zunächst auf nichts Neues schließen; auch die ersten Level lassen den Spieler eher nostalgisch werden, da man im klassischen Automatenstil mit einem kleinen Raumschiff mit Pixeln auf andere Pixel schießt.

Hat man jedoch durch Levelabschluss und ausreichende Punktzahl die erste Evolutionsstufe erreicht, wird aus dem kargen schwarzen Hintergrund wenigstens schon einmal ein blaues Raster, das diverse Hintergründe erahnen lässt. So geht es nun weiter: Mit jedem neuen Level entwickelt sich das Spiel ein wenig mehr, ihr erhaltet neue Waffen, Musikstücke und Bonuslevel.

Das Gameplay macht so viel Spaß wie nie. Wer schon immer Fan von Space Invaders und Ähnlichem war, wird von diesem Remake kaum genug bekommen. Die Level werden ungeahnt schwierig, für Könner sind trotzdem höhere Schwierigkeitsgrade und Herausforderungslevel freischaltbar.

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Mit jeder Evolutionsstufe wird die Grafik dreidimensionaler, was euch ein sehr spannendes Gefühl vermittelt, sich inmitten einer Entwicklungsphase zu befinden. Trotzdem bleiben euer Raumschiff, sowie die Gegner und die Umgebung nackte Gitter. Diese TRON-retro-like-Optik versprüht zwar einen gewissen Charme, jedoch lässt die Optik das angekündigte „Full-3D-Game“ ein bisschen vermissen.

Die Waffen

Nicht vermissen müsst ihr eine Auswahl an Waffen, acht Stück an der Zahl. Die meisten davon sind aber eher unnütz. Die klassischsten sind auch die effektivsten: der gewohnte Schnellschuss oder die Welle sind nach erster Erfahrung mit dem Game besonders zu empfehlen. Das Kraftfeld hingegen oder der Kugelschuss, der ausschließlich nach hinten oder zur Seite feuert, sind entweder völlig nutzlos, oder zumindest nur etwas für waschechte Profis. Wie dem auch sei, eure Waffen können während der Weltraumschlachten durch das Abschießen von Ufos verstärkt werden, damit ihr schneller und stärker feuern könnt. Diese Upgrades gehen verloren, sobald ihr getroffen werdet. Da ihr diese aber sehr gut gebrauchen könnt, um die riesigen Endgegner zu bezwingen, lautet die oberste Devise: werdet bestenfalls nicht getroffen, erst recht nicht, wenn ihr erst gegen Ende des Spiels begreift, dass man mit einigen Evolutionsschritten die Zahl der verbleibenden Raumschiffe (Leben) von drei auf neun aufstocken kann!

Unbegrenzte Möglichkeiten?

Neben dem „Normal“-Modus, der den Storymodus darstellt, könnt ihr eine Vielzahl an Bonusleveln oder Herausforderungsleveln ausprobieren; um eine noch größere Levelvielfalt zu erhalten, gibt es jedoch noch zahlreiche Inhalte zum Herunterladen im Playstation Network, sowie den sogenannten Musikmodus. In diesem wird ein neues, individuelles Level generiert, das auf ein Musikstück abgestimmt ist, welches ihr auf der Konsole gespeichert habt. Was in der Theorie faszinierend klingen mag, ist in der Praxis kaum spürbar.

Online kann man übrigens seine eigenen Highscores in einem Ranking mit denen anderer Spieler vergleichen. Das macht das Ganze für einen passionierten Gamer wohl reizvoller, ein richtiger Multiplayermodus wäre allerdings nicht schlecht gewesen.

Fazit

Space Invaders Infinity Gene ist nicht nur das Remake eines klassischen Shooters, sondern erinnert stark an Spiele wie SPORE, bei denen die Level in ihrem Aufbau sukzessive komplexer werden und sich euer tristes 2D-Geplänkel in spannende 3D-Schlachten verwandeln. So schnell Freude über die sich evolierende Grafik aufkeimt, so schnell ist sie leider schon verflogen – nachdem am Ende der fünften Stufe der Storymodus mit einem viel zu leichten Endboss aufhört. Das Spiel feiert sich durchgehend selbst und weist ein scheinbar unschlagbares Konzept auf, welches man sicherlich besser hätte umsetzen können. Gegen Ende enttäuscht der Download leider stark, doch für einige aufreibende Spielstunden lohnen sich die 9,99 Euro für den PS3-Download in jedem Fall.
Zunächst erschien Space Invaders Infinity Gene auf der iOS-Plattform für iPhone und iPod touch. Im App Store ist es für 3,99 Euro zu haben, allerdings müssen einige Features mittels In-App-Kauf nachgerüstet werden. Ich bewerte Space Invaders aufgrund des wirklich tollen Spielgefühls positiv und hoffe, dass das Evolutionskonzept in zukünftigen Titeln noch weiter ausgebaut wird.



Test: Space Invaders Infinity Gene auf der PlayStation 3
4,06 (81,18%) 17 Bewertungen

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Wertung

6.5 /10
prima Konzept
viel zu schnell vorbei
Konzept nicht gut umgesetzt

Zuletzt kommentiert








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