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Veröffentlicht am  3.10.10, 23:03 Uhr von  

iAd: Adidas kündigt Millionenvertrag wegen Apples Kontrollwahn

iAdApples Werbeplattform iAd ist noch immer nicht richtig angelaufen, da springt ein Partner von einem großvolumigen Vertrag ab: Der Sportartikelhersteller Adidas ist von einer Vereinbarung über einen Werbevertrag in Höhe von zehn Millionen US-Dollar zurückgetreten.

Sprecher des Konzerns begründeten den Schritt mit dem Verlauf des Zulassungsverfahrens für die eingereichten mobilen Werbeprodukte. Das von der Herzogenauracher Sportfirma eingereichte “Kreativkonzept” sei bisher bereits dreimal von Apple abgelehnt worden, nun ziehe man die Konsequenzen. Nach dem Rückzug des Modekonzerns Chanel wäre Adidas damit der zweite Weltkonzern, der Apples Werbeplattform den Laufpass gibt.

iAd ist nach den Problemen, die bis Anfang dieses Jahres immer wieder von App-Entwicklern im Zusammenhang mit dem Zulassungsverfahren im App Store geäußert worden waren, bereits die zweite Plattform von Apple, die durch undurchsichtige Kontroll- und Gutachtprozesse für Enttäuschung bei den Kunden und für Negativschlagzeilen sorgt.

Die Kritikpunkte beschränken sich dabei nicht auf fehlende Transparenz im Bezug auf Dauer und Ablehnungsgründe: Zudem kritisiert Adidas, dass nicht klar kommuniziert werde, wo genau in Apps die Werbeeinblendungen letztendlich auftauchen werden. Darüber hinaus dauere die Herstellung der iAds, die von Apple selbst vorgenommen wird, nicht wie angekündigt acht, sondern über zehn Wochen.

iAd war im April auf der Keynote zur Vorstellung von iOS 4 zum ersten Mal von Steve Jobs gezeigt worden. Die erneute Aufnahme in die WWDC-Keynote unterstrich, wie wichtig Apple die neue Werbeplattform ist. Eine Überarbeitung des Review-Prozesses, wie sie im App Store für Entwickler stattgefunden hat, scheint Apple hier aber auch geraten zu sein – zumindest, was die Maximierung des Gewinns für alle Beteiligten angeht.

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 20 Kommentar(e) bisher

  •  @avatter sagte am 3. Oktober 2010:

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  •  bono01 sagte am 3. Oktober 2010:

    Das war sowas von klar. Es lässt sich eben nicht alles und jeder kontrollieren wie Apple es gern hätte. Die Firmen wollen Geld verdienen. Und Zeit ist Geld. Den Zeitaufwand den die Firmen in Apples iAd investiert haben hätten sie wahrscheinlich in drei normale Kampagnen investieren können.

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  •  @ilikemymobile sagte am 3. Oktober 2010:

    iAd: Adidas kündigt Millionenvertrag wegen Apples Kontrollwahn http://macnot.es/49858

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  •  @Herr_Jakob sagte am 3. Oktober 2010:

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  •  @ppati000 sagte am 3. Oktober 2010:

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  •  Zaratustra sagte am 4. Oktober 2010:

    Hoffentlich bremst das Apples Allmachtsphantasien.

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  •  @designsucht sagte am 4. Oktober 2010:

    RT @Macnotes: iAd: Adidas kündigt Millionenvertrag wegen Apples Kontrollwahn http://macnot.es/49858

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  •  Marius sagte am 4. Oktober 2010:

    Apple steht eben zu seinen Standards, schlecht programmierte Werbung die nervig blinkt o.ä. wird eben ausgeschlossen, damit wir als Nutzer uns nicht damit herumärgern müssen. Wenn Adidas die Standards nicht hält, fliegen sie halt raus.
    Wir sollten nicht vergessen, dass durch den “Kontrollwahn” die Macs, iPhones, Apps etc so gut laufen und aussehen, wie wir es gewohnt sind. Das ist mit iAds nicht anders.

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  •  It's me sagte am 4. Oktober 2010:

    Ich glaub du hast da was falsch verstanden… Adidas hat gekündigt, und nicht Apple.
    Naja, bin mir sicher, dass früher oder später noch ganz andere kleine und große Konzerne nachziehen werden.
    Wer hoch fliegt, kann tief fallen, und Apple ist grad ganz weit oben.

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  •  @mrtopf sagte am 4. Oktober 2010:

    iAd: Adidas kündigt Millionenvertrag wegen Apples Kontrollwahn: http://macnot.es/49858 #apple

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  •  @pixelsebi sagte am 4. Oktober 2010:

    RT @mrtopf: iAd: Adidas kündigt Millionenvertrag wegen Apples Kontrollwahn: http://macnot.es/49858 #apple

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  •  @johannesquirin sagte am 4. Oktober 2010:

    RT @mrtopf: iAd: Adidas kündigt Millionenvertrag wegen Apples Kontrollwahn: http://macnot.es/49858 #apple

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  •  @tigerduck sagte am 4. Oktober 2010:

    RT @mrtopf: iAd: Adidas kündigt Millionenvertrag wegen Apples Kontrollwahn: http://macnot.es/49858 #apple

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  •  @brthur sagte am 4. Oktober 2010:

    RT @mrtopf: iAd: Adidas kündigt Millionenvertrag wegen Apples Kontrollwahn: http://macnot.es/49858 #apple

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  •  @_alext_ sagte am 4. Oktober 2010:

    hihi RT @mrtopf iAd: Adidas kündigt Millionenvertrag wegen Apples Kontrollwahn: http://macnot.es/49858 #apple

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  •  Arne sagte am 4. Oktober 2010:

    @Marius
    mit solchen Aussagen wäre ich vorsichtig ohne die genauen Gründe zu kennen

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  •  @OMclub sagte am 4. Oktober 2010:

    RT @Macnotes: iAd: Adidas kündigt Millionenvertrag wegen Apples Kontrollwahn http://macnot.es/49858

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  •  @micklalala sagte am 4. Oktober 2010:

    RT @Macnotes: iAd: Adidas kündigt Millionenvertrag wegen Apples Kontrollwahn http://macnot.es/49858

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  •  Marius sagte am 4. Oktober 2010:

    @it’s me: hab ich schon verstanden, der Grund für die Kündigung war jedoch, dass Apple die Werbung von Adidas 3x abgelehnt hat. Entsprach wohl nicht den Qualitätsanforderungen.

    @Arne: klar würde ich gerne die iAd sehen um mir selber ein Bild zu machen. Aber warum sollte Apple Adidas ablehnen, wenn die den Anforderungen entsprechen? Das war ja meines Wissens der Grund dafür. Kontrollwahn oder nicht, am Ende sind wir doch alle für qualitativ hochwertige Produkte (auch Werbung) dankbar. “Blinkende GIFs” o.ä. (du weißt was ich meine) würden mich mehr stören als fehlende Adidas-Werbung.

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  •  clen sagte am 4. Oktober 2010:

    Klärung.
    Der Begriff »Kontrollwahn« führt in die Irre. Der ICD-10 macht einen Fehler (http://bit.ly/aqIQGk). Einen solchen Kontrollwahn gibt es nicht.

    Eine Rückübersetzung vom englischen »delusions of control« meint den deutschen Fremdbeeinflussungswahn (klassische Psychopathologie).

    “to control” bedeutet eben auch “steuern”.

    Quelle: T. Steinert; Psychiat Prax 2009; 36: 46
    DOI: 10.1055/s-0028-1121943

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