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Veröffentlicht am  17.10.10, 17:12 Uhr von  

Textastic – Text-Editor mit Syntax-Highlighting für iPad im Test

TextasticJe nach Anwendungsfall kann das iPad durchaus als Laptop-Ersatz durchgehen. Für gängige Standardaufgaben wie Surfen oder Office-Arbeiten hat bereits Apple gesorgt, doch für Programmierer sah es bisher eher düster aus. Das ändert sich nun mit dem Texteditor Textastic. Ob Entwickler künftig ihren Laptop zugunsten des iPads zuhause lassen können, erfahrt ihr in unserem Review.
 

Funktionsumfang

[singlepic id=10178 w=thumb float=left] Textastic ist ein Editor, wie es ihn für gängige Plattformen sonst zuhauf gibt. Er beherrscht Syntax-Highlighting für alle möglichen Sprachen. Nach Angaben von Alexander Blach, dem Entwickler der App, sollen es insgesamt über 80 verschiedene sein. In unserem Test wurden alle Dateien korrekt eingefärbt, egal ob es sich um JavaScript-, CSS-, PHP- oder Bash-Scripte handelte. Unterstützt werden auch die Dateikodierungen, mit denen man zu tun hat, beispielsweise UTF-8 für Unicode, ISO-8859-1 für Text-Dateien aus Windows oder MacRoman. Das Leben wird durch automatische Einrückungen erleichtert, die sich jedoch an der vorangegangen Zeile orientieren. Eine eingegebene öffnende geschweifte Klammer führt nach einem Zeilenumbruch also noch nicht zu einem automatischen Tab. Ganz interessant fanden wir die Suchfunktion, die die Treffer nicht nur im Quelltext hervorhebt, sondern gleich unter dem Suchfeld einen Code-Ausschnitt präsentiert.
 

Eingabemöglichkeiten

[singlepic id=10177 w=thumb float=right] Die App arbeitet von sich aus mit der bekannten Bildschirmtastatur, die das iPad bietet. Zusätzlich gibt es praktischerweise eine Zeile, in der häufig gebrauchte Zeichen wie der Tabulator, Klammern in allen Variationen sowie der Slash und Backslash zu finden sind. Wird das Tastatur-Dock oder eine Bluetooth-Tastatur verwendet, verschwinden die meisten Tasten und es bleiben nur noch die Sonderzeichen übrig. Diese hätten nach unserem Geschmack ebenfalls verschwinden können, denn wenn eine echte Tastatur angeschlossen ist, sind die Sonderzeichen mit ihr schneller eingegeben als über den Bildschirm.
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Limitierungen

[singlepic id=10176 w=thumb float=left] Große Dateien kann man nicht bearbeiten, denn das Öffnen einer 5-MB-Datei führte nach einiger Zeit, in der nichts geschah, zum Absturz der App. Kleinere Dateien werden aber ohne Probleme geöffnet. Von der Dateigröße ist zudem die Arbeitsgeschwindigkeit der App enorm abhängig: Bereits bei wenigen Kilobytes kleinen Code-Schnipseln ist eine Eingabe erst nach kurzer Verzögerung zu sehen. Vergleichbar ist dies mit den Schlieren, die man von schnellen Bewegungen auf alten TFT-Bildschirmen kennt. Mit steigender Dateigröße verlängert sich diese Wartezeit jedoch, sodass das Editieren einer 2 MB-XML-Datei zur Geduldsprobe wurde.
 

Dateiaustausch

[singlepic id=10175 w=thumb float=right] Textastic kann aus einer Reihe von Datenquellen Dateien öffnen. Der “normalste” Weg ist jener über iTunes, mit dessen Hilfe Dateien ausgetauscht werden können. Eine weitere Möglichkeit ist die “Öffnen in”-Funktion auf dem iPad. Auf ähnlichem Wege können ebenso Dokumente aus Pages geöffnet werden. Dies scheint aber nur bei einer begrenzten Zahl von Dateitypen zu funktionieren. Die komfortabelste und zudem letzte Methode ist der Dateitransfer via WebDAV, sie benötigt jedoch eine Internetverbindung. Damit wären wir schon bei dem Knackpunkt, mit dem sich der Editor nur bedingt für unterwegs eignet: iTunes erlaubt es nicht, komplette Ordner vom Mac auf das iPad zu kopieren, weshalb eine Arbeit an einem Projekt allenfalls über WebDAV sinnvoll ist. Dies ist aber nicht Textastic anzulasten, denn es ist ein iTunes-Problem.
Zusätzlich zu den Import-Varianten bietet Textastic noch die Möglichkeit, Dateien als E-Mail zu versenden, sofern auf dem iPad ein E-Mail-Account eingerichtet ist.
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Fazit

[singlepic id=10174 w=thumb float=left] Textastic ist durchaus ein Text-Editor, der zu gefallen weiß. Er bietet für kleines Geld das, was man sich gemeinhin als einen universellen Editor vorstellen würde. Weniger begeistert sind wir vom sinkenden Tempo bei zunehmender Dateigröße und vom Umgang mit vielen Dateien, wobei hier der schwarze Peter woanders zu suchen ist. Dennoch wäre ein schöner Workaround gewesen, wenn die Software ZIP-Dateien entpacken könnte.
Insgesamt hält Textastic aber, was es verspricht, weshalb wir ihn, von beschriebenen Mankos abgesehen, durchaus empfehlen können.

3,5/5Testurteil: 3,5/5 Macs
Bezeichnung: Testastic (Affiliate)
Hersteller: Alexander Blach
Preis: 1,59 € (Einführungspreis)

 Und wie ist deine Meinung?  Schreib uns einfach!

 10 Kommentar(e) bisher

  •  gr4y sagte am 17. Oktober 2010:

    Ich bedanke mich für den Tipp und bin gerade sehr begeistert von Textastic. Was mir da jetzt nur noch fehlt wäre der Sync via DropBox!

    Antworten 
  •  Marc B. sagte am 17. Oktober 2010:

    Tut was es soll.

    ABER:
    Ohne FTP etc. pp unbrauchbar. Ich will doch nicht Dateien sichern, aufs iPad kopieren und dann wieder runter und dann erst wieder auf den Server laden. So kann man damit nicht entwicklen oder von der Couch / Unterwegs was auf einer Webseite fixen. Somit unbrauchbar.

    Antworten 
  •  gr4y sagte am 17. Oktober 2010:

    @Marc B.: Für den Produktiven Einsatz würde ich das auch nicht benutzen wollen, aber um unterwegs mal schnell etwas kleines runterzuprogrammieren finde ich die App durchaus angenehm.

    Antworten 
  •  Marc B. sagte am 17. Oktober 2010:

    @gr4y dann könnte ich (vom Syntax abgesehen) es auch in Notitzen oder Pages schreiben.

    Antworten 
  •  stk sagte am 17. Oktober 2010:

    In den Notizen kannst du es aber nicht herunterladen und bei Pages müsstest du auf die Rechtschreibprüfung achten und auf die Sonderzeichen auf der virtuellen Tastatur verzichten.

    Antworten 
  •  gr4y sagte am 17. Oktober 2010:

    @Marc B.: Stimmt, wobei Pages ja eben kein Syntax Highlighting hat. Ich habe außerdem hier http://feedback.textasticapp.com/ gerade gesehen das FTP-Support ein geplantes Feature ist.

    Antworten 
  •  Alexander Blach sagte am 17. Oktober 2010:

    Hallo, vielen Dank für den ausführlichen Test!

    Hier nur kurz ein paar Anmerkungen:

    Man kann die zusätzlichen Tasten in den Einstellungen deaktiveren, was ich beim Einsatz bei einer Bluetooth-Tastatur auch empfehlen würde. Ich werde versuchen es in der nächsten Version so hinzubekommen, dass beim Verwenden einer Hardware-Tastatur die Tasten automatisch ausgeblendet sind.

    Für das Bearbeiten von 2 oder 5 Megabyte großen Dateien ist Textastic nicht gedacht – dafür ist das iPad einfach nicht leistungsstark genug. Ich habe es aber z.B. mit Objective-C-Dateien mit vielen Tausend Zeilen problemlos getestet.

    Textastic kann bereits in Version 1.0 wesentlich größere Dateien bearbeiten als alle anderen erhältlichen Apps, die sich auf Syntax Highlighting verstehen.

    Ich bin gerade dabei, Version 1.1 fertigzustellen, die viele User-Wünsche umsetzen wird: Verstecken der Sidebar im Querformat, Merken der Cursor-Position beim Dateiwechsel, TextExpander touch-Unterstützung (für Code-Snippets u.ä.), manuelle Auswahl der Syntax-Definition, alle unterstützten Dateiendungen sind jetzt für “Öffnen In” registriert. Auch werden ein paar kleinere Bugs behoben.

    FTP-Support wird als kostenloses Update kommen, ist aber natürlich etwas aufwändiger, daher noch nicht in Version 1.1. Ich würde daher beim jetzigen Einführungspreis zugreifen :)

    Ich freue mich natürlich über Feedback unter

    Antworten 
  •  @superglide sagte am 17. Oktober 2010:

    RT @Macnotes Textastic – Text-Editor mit Syntax-Highlighting für iPad im Test http://macnot.es/50619

    Antworten 
  •  recipient sagte am 18. Oktober 2010:

    Als Alternative wäre noch Gusto zu nennen. FTP-Client inclusive.

    Antworten 
  •  thorsten sagte am 25. Oktober 2010:

    Kann Gusto auch nur empfehlen. Syntax-Highlighting soll mit dem nächsten update kommen.

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