Veröffentlicht am 18.10.10, 22:45 Uhr von ml
Gerade hat Apple die Quartalszahlen für den am 25. September 2010 beendeten 3-Monats-Zeitraum veröffentlicht. Demnach hat die Firma mal wieder die eigenen Erwartungen deutlich geschlagen. Lediglich die iPod-Sparte musste erneut einen Rückgang hinnehmen. Mit insgesamt über 65 Milliarden Dollar Umsatz im Fiskaljahr 2010 konnte Apple somit das Ziel der “50 Billion Dollar company” mehr als erreichen. Die guten Zahlen reihen sich nahtlos in die guten Ergebnisse von Google, Intel, IBM und HTC ein.
Gewinn und Umsatz
Von Juli bis Ende September erwirtschaftete Apple einen Umsatz von 20,34 Milliarden Dollar. Der Gewinn stieg auf 4,31 Milliarden Dollar und damit um über 70 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. Die Bruttogewinnmarge sank gegenüber dem dritten Quartal von 39,1 auf 36,9 Prozent.
Macs
Bei den verkauften Macs erzielte Apple einen Absatzrekord. Insgesamt gingen 3,89 Millionen Macs über die Ladentheke und damit 27 Prozent mehr als vor einem Jahr. Vor sechs Jahren brauchte es noch ein ganzes Jahr diese Menge an Macs zu verkaufen. In den USA ist Apple inzwischen hinter Acer der viertgrößte Computerhersteller.
iPod, iPhone und iPad
Der Blick auf die Zahl der verkaufen iPods zeigt deutlich, dass der Zenit der MP3-Player überschritten ist. Schon zum vierten Mal in Folge musste Apple hier einen Rückgang hinnehmen. Insgesamt wurden nur noch 9,05 Millionen iPods (11 Prozent weniger) verkauft.
Verfügbarkeitsprobleme bremsten auch den Erfolg des iPads. Die 3,27 Millionen verkauften Stück des Premierenquartals waren nicht nur ein Strohfeuer der Early-Adopters. Insgesamt wechselten in den vergangenen drei Monaten 4,19 Millionen iPads den Besitzer und sorgten für einen Umstatz von 2,7 Milliarden Dollar. Laut Peter Oppenheimer konnte die Produktion der iPads im September erstmals Schritt mit der Nachfrage halten. Jetzt soll das iPad in weiteren Ländern eingeführt werden.
Verschiedenes
Seit dem Start konnte Apple 250.000 Einheiten des überarbeiteten AppleTVs verkaufen. Die Apple Retail Stores trugen mit 3,5 Milliarden Dollar zum Umsatz bei. Dort wurden 874.000 Macs verkauft, wobei ein beträchtlicher Teil an Neukunden ging. Für das kommenden Jahr sind etwa 50 neue Retail Stores geplant, so auch im kommenden Frühjahr in Dresden.
Ausblick
Wieviel darf man noch auf den Ausblick einer Firma geben, die seit Jahren die eigenen Angaben immer wieder pulverisiert? Für das erste Quartal 2011 geht man bei Apple jedenfalls von etwa 23 Milliarden Dollar Umsatz und einem Gewinn von über 4 Milliarden Dollar aus. Wieviel diese Zahlen wert sind, werden wir in drei Monaten sehen. Fakt ist, dass es in naher Zukunft zumindest kein 7-Zoll iPad geben wird. Einem solchen Gerät hat Steve Jobs in der Bilanzpressekonferenz eine deutliche Absage erteilt. Weiter positiv dürften sich auch die iPhone-Verkäufe entwickeln. Ende Oktober fällt das Telekom-Monopol (o2 und Vodafone) und dürfte damit in Deutschland für einen deutlichen Schub bei den iPhone-Verkäufen sorgen.
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Tags: Apple, Quartalszahlen
RT @Macnotes: Apple Q4 2010: http://macnot.es/50698
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