Veröffentlicht am 31.10.10, 1:52 Uhr von at
Gameloft hat vor einiger Zeit einen neuen Militärshooter für iPhone und iPod touch veröffentlicht, Modern Combat: Black Pegasus. Wir haben den Nachfolger von Sandstorm in unserem Review unter die kritische Lupe genommen.
Meiner Meinung nach macht Modern Combat: Black Pegasus dort weiter, wo N.O.V.A. aufgehört hat. Das mag zunächst komisch klingen, doch war der SciFi-Shooter von Gameloft einer der ersten des Herstellers, der quasi eine neue “Generation” von Shootern bei Gameloft eingeläutet hat. Auch ihm wurde eine Gyroskop-Steuerung spendiert – die nach ein wenig Eingewöhnung übrigens durchaus spaßig und zumindest im Story-Modus konkurrenzfähig ist.
Wir sind es von Gameloft gewohnt, eine solide Story gut präsentiert zu bekommen. Das ist im aktuellen Shooter-Ableger nicht anders. Ebenfalls nicht geändert hat sich die Tatsache, dass sich etliche der Gameloft-Spiele von Konsolen- oder PC-Spielen “inspirieren” lassen. Black Pegasus ähnelt manchmal im Setting einiger Level durchaus einem Shooter aus dem Hause Activision. Dies ist allerdings verschmerzbar. Man muss das Rad nicht neu erfinden, nur um solide für Abwechslung zu sorgen. Modern Combat: Black Pegasus ist also nach wie vor ein iPhone-Game, das in Sachen Präsentation Plus-Punkte sammelt, aber nicht mehr ganz so viele wie noch zu Beginn von Gamelofts App-Store-Karriere.
Das Waffenarsenal in Black Pegasus ist größer denn je. Die Settings der insgesamt 12 Missionen sind ebenfalls sehr unterschiedlich ausgefallen. Katakomben, Dschungel, schneeverwehte Wälder, verlassene Fabrikgelände, eine Bohrinsel – es kommt einiges zusammen. Das Missionsdesign ist ebenso variabel. Die bekannten Fahrten auf gepanzerten Fahrzeugen, in denen man ein MG benutzen muss, oder sonstige Einsprengsel, die vom normalen Shooter-Alltag ablenken, gibt es häufiger als in anderen Spielen dieses Genres von Gameloft.
Besser als in anderen Shootern von Gameloft funktioniert der Multiplayer in Modern Combat: Black Pegasus. Zum einen, weil die Producer auf das Feedback der Nutzer eingehen und mehr und unterschiedliche Spielmodi in das Online-Mehrspielervergnügen eingebaut haben. Zum anderen aber, weil an dieser Stelle der Fortschritt bedeutet, dass man immer besser mit den Ressourcen auskommt. Natürlich ist mobiles Handygaming mit Spielern überall auf der Welt immer noch eine Herausforderung. Doch es funktioniert immer besser, und das kommt dem Spiel merklich zugute. Schade ist, dass es Game Center noch nicht in das Spiel geschafft hat und man sich für Mehrspielerpartien noch an Gamelofts proprietärem Social-Gaming-Portal Gameloft LIVE anmelden muss. Doch dies ist nur eine Frage der Zeit. In dem genrefremden Star Battalion, das knapp 2 Wochen nach Black Pegasus erschien, hat Gameloft bereits den Multiplayer über Game Center realisiert. Zur Verfügung stehen Spielern übrigens vier verschiedene Modi, neben dem Einzelkampf gibt es noch das Gefecht im Team, das Bomben-Entschärfen und eine Art Capture-the-Flag-Modus. Bis zu 10 Spieler können gleichzeitig online agieren.
Gameloft verharrt fast nie auf einer Stelle. Irgendwelche Veränderungen werden von einem zum nächsten Spiel immer integriert. Mal sind die Schritte kleiner, mal fallen sie größer aus. Doch nicht alles, was Gameloft tut, muss Freude schreiend akzeptiert werden. Grafik, Sound und Präsentation sind in Modern Combat: Black Pegasus zu weiten Teilen okay. Die Lippenbewegung der Figuren und den hässlichen Horizont hätte man sich aber sparen können. Das Gameplay und die Steuerungsoptionen sind wiederum top. Leider wird man das Gefühl nicht los, dass zunehmend unsauberer gearbeitet wird, zumindest aber das Kantenflimmern tritt immer häufiger in Spielen von Gameloft in Erscheinung. Die Spielzeit von etlichen Stunden erreicht einen guten Wert – je nach Spielniveau und eigener Anlage können es wahrscheinlich auch über 10 oder 15 Stunden sein. Der Mehrspieler-Modus ist eine sinnvolle und in weiten Teilen gut funktionierende Ergänzung. Viel Licht bei Gamelofts Modern Combat: Black Pegasus, doch man wird das Gefühl nicht los, dass die Schatten langsam aber stetig größer werden.
Testurteil: 4/5 Macs
Bezeichnung: Modern Combat: Black Pegasus (Affiliate)
Hersteller: Gameloft
Preis:5,49 €
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Tags: black pegasus, Egoshooter, FPS, Gameloft, Games, iPhone, iPod Touch, Modern Combat
RT @Macnotes: Modern Combat: Black Pegasus für iPhone im Test http://macnot.es/51481
Gameloft hat für mich mit dem letzten Splinter Cell gezeigt, dass sie nicht weiter kommen. Da läuft das Gameplay immer gleich ab, keine Abwechslung, die Areale sehr eingeengt und kaum Interaktivität damit. Allein das dieses Spiel hier wieder ein Ego-Shooter ist, mit den ewig gleichen Szenarien ist unglaublich öde. Wenn es wenigstens etwas mehr bieten würde, wie ein Agentenabenteuer zum Beispiel. Ich denke da an Syphon Filter.
Die Jungs von Gameloft haben alle Möglichkeiten offen, sie könnten hier mit neuen Ideen auch Kohle machen, einfach weil die Hemmschwelle zum Kauf geringer ist, aber man geht ständig auf Nummer sicher.
Deswegen werde ich mir diesen Shooter auch nicht holen. Lieber was für die großen Maschinen.
@Michael: Du wirst lachen, aber Gameloft bringt demnächst auch ein Modern Combat für PS3 heraus ^^