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Veröffentlicht am  2.12.10, 17:03 Uhr von  

Test: iLife ’11 – iPhoto, iMovie und GarageBand in der Praxis

 

GarageBand ’11

Wenn GarageBand auch nicht die wichtigste Anwendung der iLife-Suite ist, soll sie in diesem Test ganz vorne stehen, da sie die umfangreichste Veränderung erfahren hat. Apple hat sich hier einiges aus den Profi-Audiobearbeitungstools herausgenommen, Flex Time und Groove Matching dürften manchen aus Logic Express und Logic Pro bekannt sein.

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Flex Time ermöglicht es dem Musiker, sein Timing im Nachhinein zu optimieren. Prinzipiell kann man einzelne Töne, aber auch ganze Takte optimieren, und das alles mit wenigen Klicks. Ebenso lassen sich einzelne Tonspuren mit Flextime verlängern, falls nötig. Dies ist unter anderem dann nützlich, wenn ein Gitarrenriff in Relation zu den anderen Tonspuren zu früh ausfadet.

Groove Matching ist die andere große Neuerung in GarageBand. Sind Spuren nicht absolut im Takt-Einklang, macht das üblicherweise die Aufnahme wertlos. Mittels Groove Matching kann man eine Tonspur (in den meine Fallen dürfte dies das Schlagzeug sein) als taktgebende Spur vorgeben, anhand derer sich dann die anderen Spuren orientieren. Das ganze funktioniert ganz automatisch, und zeigte sich im Test als praktisches Feature. Ein Klick auf das beim gewünschten Instrument platzierten Sternchen ist nur nötig, danach werden alle Spuren daran ausgerichtet.

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Weiterhin wurden die Übungsstunden für Instrumente angepasst. Unter anderem stehen 22 neue, genrebasierte Übungen bereit, mit denen man Gitarre/Klavier spielen lernen kann. Neben den reinen Musikübungen wie dem Erlernen von Akkorden bekommt man gezeigt, wie man Gitarrensaiten ersetzt, Noten liest, sowie die wichtigsten Gitarrenakkorde auseinander halten kann. Bei den Musikübungen kann man sich außerdem auf die Probe stellen, wie gut man ist: Spielt man ein Stück mit externem Keyboard nach, kann man dies von GarageBand abgleichen lassen und lernt damit spielend, wo noch Schwachstellen sind und wie sich die eigene Leistung im Laufe der Zeit verändert. Farbige Noten markieren Stellen, an denen man falsche Töne getroffen hat, auch fehlerhafte Rhythmen werden entsprechend hervorgehoben. Zu bedenken ist, dass lediglich zwei Grundkurse bereits in GarageBand integriert sind, alle weiteren müssen im GarageBand-Store heruntergeladen und im Fall der Musiker-Stunden auch bezahlt werden.

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Weitere Verbesserungen, die den Gitarrenspielern zugute kommen: Sieben neue Gitarrenverstärker erlauben die Veränderung des Sounds in verschiedene Musikrichtungen, von clean bis verzerrt. Die zusätzlich dazu nutzbaren Stompbox-Effekte stellen zudem die Funktionalität von klassischen Fußpedalen nach. Insgesamt 15 Stompbox-Effekte stehen nun bereit. Wer die Investition in zusätzliche Hardware nicht scheut, der kann GarageBand mit dem Apogee GiO, einem Gitarren-Pedal-Interface, freihändig bedienen.

Eines mussten wir bei unserem Test, der bewusst auf einem Mac älteren Semesters (MacBook Unibody Late 2008 2GHz mit 4GB RAM) durchgeführt wurde, übrigens feststellen: Will man GarageBand mit älteren Macs nutzen, darf man währenddessen nichts mehr anders vorhaben: Ab und an rotierte bei uns der Beachball und die Software legte das System lahm.

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 9 Kommentar(e) bisher

  •  5levin sagte am 2. Dezember 2010:

    Ich finde es von Apple immer noch bescheuert das sie Garageband weiterentwickelt haben und iWeb nicht, sowas von blödes aber auch! es gibt kein einfacheres Programm um Webseiten zu erstellen und wenn man da noch neue Standards hinzufügen würde… aber naja da muss ich wohl in den sauren Apfel beißen!

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  •  rbq sagte am 2. Dezember 2010:

    Und ich kapiere nicht, wieso Apple Quicktime mehr oder weniger aufgegeben hat. In QT 7 wurde doch wohl SMIL noch soweit unterstützt, dass man in einer Präsentation oder einer Diashow zumindest mit einem Klick hätte weiterschalten können. Genau die richtige Lösung, um Inhalte ohne offene Dateien auf mobile Geräte zu bringen. Nun aber exportieren alle iLife- und iWork-Anwendungen bloß automatisch ablaufende und damit zum Vorführen meist unbrauchbare Filme. :/

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  •  Frank sagte am 2. Dezember 2010:

    Ehrlich gesagt, suche ich gerade den Test. Wenn ich da einen Test der c’t dadegen halte, wird dort klar auf die Stärken und Schwächen eingegangen. Hier werden auf fünf Seiten leider nur die Features aufgeführt mit dem Fazit da 5 Kilo Äpfel für 49 Euro ein toller Preis sind. Ob die Äpfel aber faule Stellen haben oder Felcken, welche unschön aber vernachlässigbar sind, gibt Euer Test leider nicht her. Schade.

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  •  @joe0711 sagte am 2. Dezember 2010:

    Test: iLife ‘11 – iPhoto, iMovie und GarageBand in der Praxis: http://macnot.es/53754

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  •  baguio sagte am 2. Dezember 2010:

    Äh, verstehe die Kritik nicht! Kenne auch den CT Test. 1. Ist der Test hier schön übersichtlich und kurz 2. Wurden die” faule Stellen” wie Hardware- Hunger und nix neues zu iDVD und iWeb doch erwähnt! Ich arbeite auf Windows 7, winXP und Snow Leopard. Ich kann zu iMovie nur sagen, steilste Lernkurve aller mir bekannten Programme, intuitiv, stabil und nicht zugekleistert mit unausgegorenen Spielereien wie ich sie von Windows Programmen satt habe. Zu Garage Band kann ich nur sagen, dass es DAS Programm für JEDEN Musiker ist, der gerne ohne Kopschmerzen und Frust eine Recording Session plant, ohne ein viele Monate nötiges Studium als Tontechniker oder 1000 Trainingsstunden am mächtigeren Programmen zu verbringen. Jaja, auch Wavelab is geil. Leute, nennt mir einer eine so intuitive, umfassende und durchdachte Software für jegliches Betriebssystem was für 49€ zu haben ist. Meine “computophoben” Eltern hatten jahrelang ne Digital Photo u. ‘ne Film-Kamera. Seit sie nen Apple zu Hause stehen haben bekomme ich regelmäßig unglaublich professionell wirkende Projekte von ihnen zugesendet. Danke Apple!

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  •  justfly sagte am 2. Dezember 2010:

    Habe iPhoto ’11 installiert und mittlerweile wieder deinstalliert.

    Vermisst von Euch den niemand die richtige Vollbildansicht der Fotos?
    Was Apple im iPhoto ’11 als Vollbildansicht anpreist, eignet sich nur
    um Bilder zu bearbeiten.

    Keine Ahnung von wem das gewünscht worden wäre..

    Die VB-Ansicht im iPhoto ’09 , in welcher man das Foto wirklich Fullscreen (ohne lästige Rahmen oben und unten) betrachten kann haben sie gestrichen.

    (Wer will schon jedesmal eine Diashow erstellen um die letzten paar Fotos “Fullscreen” betrachten zu können.)

    Habe festgestellt, dass ich diese Funktion sehr oft brauche und daher wirklich vermissen würde.

    Beim iPad zB verschwinden die lästigen Balken oben und unten.

    Danke Time Machine hatte ich die alte Library und konnte iLife ’09 wieder installieren.

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  •  Michael sagte am 3. Dezember 2010:

    Viel schlimmer ist die Form dieses Testes. Warum das ganze über fünf Seiten streuen? Für mehr Klicks?

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  •  Vamy sagte am 8. Dezember 2010:

    Ja,der Test gibt nicht wirklich Wichtiges her, da muss ich den Vorschreibern zustimmen. Besonders iPhoto ist ein massiver Rückschritt . Alleine, dass die Fotoleiste beim Erstellen von Büchern nun an der Seitenleiste in Doppelreihe ist, sorgt für starke Unübersichtlichkeit. Über das neue Layout will ich gar nicht reden. Und dass man nun Abzüge bestellen kann (was nicht erwähnt wird) ist leider kein Grund für ein Update. Habe auch iPhoto 09 von meiner TimeCapsule wieder hergestellt.

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  •  Honkytonk sagte am 24. Januar 2011:

    …ach ja, der Beachball dreht auch seine Runden endlos bei neueren
    Mac’s MacBook Pro 2.66 i7 8GB Ram Gekauft 12.2010.

    Bis man die Übungen für Garageband runtergeladen hat vergehen
    schon mal 2 Nächte. Alles unmöglich.

    Honkytonk

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