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Veröffentlicht am  14.12.10, 17:20 Uhr von  Alexander Trust

Woizzer: Audio-SMS für iPhone und Android

An Telefon wird geredet, per Messenger und SMS getextet. So war es bis Woizzer, der App, die SMS in Audioform salonfähig machen will. Die App ist sauber umgesetzt und kostenlos, ob der Dienst sich durchsetzt, ist die spannendere Frage.

An sich seltsam, dass “Woizzer” noch nicht früher erschienen ist. Dass auch in Zeiten der vollständigen Keyboards anstelle der Ziffernblock-Eingabe und T9 die Texterei am Handy gelegentlich nervtötend ist, werden viele Nutzer bestätigen können. Statt mühsamer Ein- bis Zweifinger-Tipperei einfach eine Sprachnachricht aufzeichnen, abschicken und den Empfänger nach Bedarf anhören lassen: das klingt nach einer guten Idee, die das Leben einfacher und bequemer macht.

Woizzer ist kostenlos, verlangt bei der Anmeldung jedoch Userdaten in größerer Menge. Sechs Schritte umfasst das Anlegen eines Benutzeraccounts, bei der Angabe von Name und Vorname wird um Echtheit gebeten. Pseudonyme können selbstverständlich trotzdem eingegeben werden. Den Ort findet die App über GPS, händisch eingeben lässt er sich hingegen ebenfalls.

Anschließend begrüßt einen die übersichtliche Oberfläche mit den auch von Skype bekannten Möglichkeiten zum test-“woizzen” – eine “Echo”-Funktion lässt den Nutzer prüfen, wie seine “Woizzes” beim User ankommen, der Support verspricht Hilfe bei per “Woizz” hinterlassenen Problembeschreibungen.

Ansonsten: übersichtlich. Die Standardfunktionen befinden sich auf einem aufgeräumten Bildschirm, die seltener verwendeten Funktionen sind ebenfalls mit wenigen Tippern erreichbar, die Personensuche fällt recht detailiert aus und verfügt über alltagstaugliche Filteroptionen.

Dabei wird die App nicht überladen, obgleich sie eine Vielzahl von Funktionen und Features out of the Box anbietet. Bei der Nutzung des eigentlichen Sprach-SMS-Diensts bietet Woizzer eine einfache App-Oberfläche, mit Recording- und Versendefunktionen der “Sprach-SMS”. zu guter Letzt fällt eine bereits überraschend große Nutzerbasis bei der schnell angetesteten Umkreissuche auf.

Push-Aktivierung ist empfohlen, wenn man nicht händisch regelmäßig nach neuen “Woizzes” sehen will. Fazit: die App als solche ist gut, ob der Dienst als solcher wiederum nötig ist in Zeiten von Voicemail, Mailboxen, SMS, VoIP und weiterer Kommunkationskanalflut, steht auf einem anderen Blatt. An sich wäre es schade um die schöne Umsetzung, aber als Addon für einen bereits bevölkerten Dienst hätte das Konzept möglicherweise mehr Chancen.

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 9 Kommentar(e) bisher

  •  AnDr!x sagte am 14. Dezember 2010:

    Naja wer’s braucht… Dafür gibt’s auf dem iPhone doch Voicemail, da kann ich jemanden gleichermaßen ne Nachricht hinterlassen und hab den Gesprächspartner gegebenenfalls gleich am Ohr, wenn er abhebt und muss nicht warten bis er die Nachricht irgendwann abhört….Nette Idee, aber meiner Meinung nach nicht “salonfähig”

    Antworten 
    •  Heiko Fuchs sagte am 14. Dezember 2010:

      Hallo AnDrix!

      Natürlich kannst Du auch jemanden Anrufen und ihm eine Voicemail hinterlassen, aber das ist ja nicht die Idee von WOIZZER. Vielmehr geht es ja darum, dass man in der heutigen Zeit nicht immer anrufen möchte, weil es z.B. schon zu spät ist oder man den Anderen gerade nicht durch ein Telefonat stören möchte. Dann schickt man in der Regel eine SMS. Genau hier kommt WOIZZER ins Spiel. Denn eine SMS hat ja keine Emotionalität; eine WOIZZ aber schon. Auch ist es z.B beim Autofahren gefährlich eine SMS zu tippen. Eine Sprachaufnahme schafft hier neue Möglichkeiten. WOIZZES können zudem mit der Version 1.4 (ab nächster Woche im AppStore) auch an eine Facebook Pinnwand geschickt werden oder auch schon jetzt per Email.

      Probiere doch einfach mal WOIZZER aus. Du kannst mich bei WOIZZER unter der ID 1100010 erreichen. Ich bin sehr auf dein persönliches Feedback gespannt.

      Beste Grüße
      Heiko von der WOIZZER AG

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  •  jonas sagte am 14. Dezember 2010:

    das ist doch in whatsapp schon lange integriert. und da muss ich mich nicht anmelden und kann zudem text, bild und video versenden…

    Antworten 
  •  Heiko Fuchs sagte am 14. Dezember 2010:

    Hallo Jonas,

    mit meiner Version von WhatsApp kann ich das alles nicht. Weder kann ich auf Facebook Sprachnachrichten damit posten, noch Sprachnachrichten an Email Empfänger senden.

    Und ab Januar kommt noch so einiges dazu. Aber vielleicht das Beste: WhatsApp kostet 79 Cent und WOIZZER ist kostenlos ;)

    Beste Grüße
    Heiko von der WOIZZER AG

    Antworten 
    •  MarcelW sagte am 14. Dezember 2010:

      Hallo Heiko von der Woizzer AG,

      da hast Du wohl gar nicht WhatsApp installiert. Ein Blick auf deren Webseite sagt mir “… WhatsApp Messenger users can send each other unlimited images, video and audio media messages…” Also hat Jonas vollkommen recht!

      Und kostenlos ist nicht billig! Bitte kein Werbegeschwafel!

      Danke,
      Marcel

      Antworten 
  •  F3N3R~BAHCE sagte am 14. Dezember 2010:

    Whatsapp&Textme&Ping sind schon gut genug ;) Einfach zu bedienen!

    Ping+Textme Kostenlos ebenso ;) “Viber” kostenlos über Wlan+3g telefonieren ;)

    Naja, wer es halt braucht ;)

    Antworten 
  •  MarcelW sagte am 15. Dezember 2010:

    Hallo Heiko,

    danke für das Angebot, aber Woizzer werde ich nicht testen. Ich habe dafür (und ähnliche Dienste) keinen Bedarf.
    SMS, MMS und Email reichen mir mehr als aus und wenn ich jemand anrufen will, mache ich das zu Zeiten, wo ich die Person erreichen kann bzw. spreche dann auf den AB.

    Marcel

    Antworten 
  •  mobileGen sagte am 15. Dezember 2010:

    na du bist ja ein schlauer…. keinen bedarf für so ‘ne app aber einen satz weiter nutzt du sms, mms, AB-anruf und zahlst vermutlich noch dafür :)

    wenn ich’s richtig gelesen habe, ist das bei der app kostenfrei.

    aber jeder wie er mag.. ;-)

    ps: “Und kostenlos ist nicht billig” – macht das irgend einen semantischen sinn?

    Antworten 
  •  MarcelW sagte am 15. Dezember 2010:

    SMS, MMS und Anrufe sind bei meinem Vertrag inklusive. Gut, ich zahle was dafür, aber ohne hätte ich kein iPhone. Da beißt sich wohl die Katze in den Schwanz.

    “Kostenlos ist nicht billig”, ist vielleicht semantisch sinnlos, aber trotzdem mit Hintersinn. ;-)
    Man zahlt zwar für die App nichts, aber wie finanzieren die ihr Angebot? Laut Artikel verlangen sie “bei der Anmeldung jedoch Userdaten in größerer Menge”. Und was machen sie damit? Auch sonst gibt es genug Möglichkeiten, mir “Kosten” (Zeit, Aufregung, Erklärungen, etc.) zu verursachen.

    Vielleicht bin ich auch einfach nur zu alt für so ‘n Sch… ;-)
    Marcel

    Antworten 

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