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Veröffentlicht am  22.12.10, 12:54 Uhr von  Alexander Trust

Wikileaks-App-Rauswurf: Apple beruft sich nicht auf Spendenklausel

Aufsehen erregte die Sperrung einer inoffiziellen Wikileaks-App durch Apple in den letzten Tagen. Nach der ersten Empörung folgte der Hinweis, dass die App Store-Richtlinien nur kostenlose Spenden-Apps erlauben. Apple beruft sich nachträglich jedoch auf andere, nicht näher bezeichnete Gründe.

Nicht etwa der Spendencharakter des App-Kaufs – die Hälfte des Erlöses ging an Wikileaks – sei der Grund für den Rauswurf gewesen, sondern eine “Verletzung der App Store-Richtlinien” dahingehend, dass Apple “…alle regionalen Gesetze beachten muss und weder Einzelpersonen noch Gruppen Gefahren aussetzen darf”. Dem Entwickler gegenüber verwies Apple auf den Punkt 14 der App Store-Richtlinien, der “Personal Attacks” untersagt.

Damit nimmt sich Apple in einer anderen Richtung aus der Schusslinie und liefert auch gleich einen Grund für die Ablehnung anders umgesetzter Wikileaks-Apps, die gratis oder mit richtlinienkonformer Spendenfunktion umgesetzt werden. Zumindest liefert Apple ein Signal dahingehend, dem US-Kurs dahingehend zu folgen, nachdem die Wiklieaks-Publikationen eine Gefährdung der Sicherheit darstellen und nicht verbreitet werden dürfen.

Mit der App wurden 4434 Dollar Spenden für Wikileaks gesammelt.

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 5 Kommentar(e) bisher

  •  Dirk Waschkowski sagte am 22. Dezember 2010:

    damals wurden hexen durch die machtgierige kirche gejagt und ermordet. wie es heute gemacht wird? siehe wikileaks. no further comment.

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  •  otto sagte am 22. Dezember 2010:

    dem kann ich nur zustimmen, würde mich als steve jobs schämen, noch irgendwo in der öffentlichkeit aufzutreten!
    gerade apple sollte es nicht nötig haben, die internetfreiheit der anderen einzuschränken, wobei ich nicht glaube das hier irgendwelche richtlinien überhaupt nur eine rolle gespielt haben.
    hätte nichts dagegen als kleine lernhilfe, wenn man deren seite mal für ein paar tage boykottiert/blockiert.

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  •  TIno sagte am 22. Dezember 2010:

    Die Menschen werden einem Lügner glauben und an dem zweifeln, der die Wahrheit sagt. Die Menschen werden dem misstrauen, der vertrauenswürdig ist und sie werden dem vertrauen, der verräterisch ist.

    Antworten 
  •  Alex sagte am 23. Dezember 2010:

    Übrigens wird Google Wikileads nicht zensurieren.

    http://derstandard.at/1292462514259/Neutral-Googles-Android-boykottiert-WikiLeaks-nicht

    Ein sehr treffendes Zitat aus dem Artikel:

    “… Offenbar verfolge Apple bei der Selektion eigene Moralvorstellungen und unternehmenspolitische Interessen. …”

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    •  erichzappa sagte am 25. Dezember 2010:

      Geld regiert die Welt.

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