MACNOTES

Veröffentlicht am  11.01.11, 15:05 Uhr von  Alexander Trust

T-Mobile UK definiert mobiles Breitband: Kein Video, keine Downloads

Bleibt zu hoffen, dass das Beispiel nicht jenseits des Ärmelkanals Schule macht: T-Mobile hat in Großbritannien allen mobilen Datennutzern ihr Verständnis von “Breitband” definiert und ab 1.2.2011 auch gleich verordnet: 500 MB ungedrosseltes Übertragungsvolumen maximal. Über Datenmenge und -tarife kann man streiten, dass “mobiles Breitband” gleichbedeutend mit “Websurfen” sein soll, gerät jedoch leicht widersprüchlich.

Die “fair use policies” der T-Mobile UK werden angepasst, kostentechnsch ändert sich für die britischen Kunden nichts, nur die Bandbreitendrosselung greift früher – im Fall von Kunden mit Zweijahresvertrag wird sie teilweise drastisch reduziert von 3GB auf besagte 500 MB. Für iPhone-Neukunden werden trotz dieser Neudefinition nach wie vor explizit auch Tarife mit 750 MB und 1GB Datenvolumen angeboten.

Noch irritierender ist indessen das Verständnis von “Breitband”, welches der britische Telekom-Ableger in seiner Kundeninformation vermittelt: Mobiles Breitbandinternet sei am besten nutzbar fürs “…Browsen, und das bedeutet das Betrachten von Webseiten wie Facebook, Twitter, GMail, BBC News und anderen, dem Abrufen von E-Mail und der Suche nach Informationen, aber nicht dem Betrachten von Videos oder dem Herunterladen von Files.” Das solle man sich besser “…aufheben für den Breitbandzugang zu Hause.”

Im mobilen Sektor ist die “Flatrate” in der Regel etwas anders definiert als im Festnetzbereich – die Neuinterpretation des Begriffs “Breitband” passt bestens zu diesem ärgerlichen Phänomen. Angesichts steigender Nutzerzahlen bei Smartphones, wachsender Bereitschaft zur mobilen Netznutzung und der immer größeren Datenhungrigkeit von iPhone und Co. können die Handynetzprovider von steigendem Datentransfer ausgehen. Netzausbau ist teuer, das Neudefinieren von Leistungen kommt offenbar günstiger – dass “Breitband” aber irgendwann “Websurfen ohne Video” bedeuten soll, wird schwer zu vermitteln sein.

 Und wie ist deine Meinung?  Schreib uns einfach!

 2 Kommentar(e) bisher

  •  otto sagte am 11. Januar 2011:

    definieren ist das falsche wort, es ist schlicht und einfach marketing strategie, oder anders gesagt die übliche abzocke.
    sollte es zu uns rüberschwappen, wird es auch hier funktionieren, weil viele hier jammern keiner aber etwas dagegen unternimmt!

    Antworten 
  •  Arne S. sagte am 11. Januar 2011:

    Otto, T-mob ist Gott sei Dank nicht der einzige Anbieter. Ich denke, das wird der Markt von Angebot & Nachfrage regeln.

    Antworten 

Kommentar verfassen

Werbung
© 2006-2013 MACNOTES.DE. Made with insanely great for all things Mac. Apple.de