News & Rumors: 13. Januar 2011,

PlayStation 3: George Hotz reagiert auf Sonys Klageschrift

Erst gestern berichteten wir darüber, dass Sony den Hacker George Hotz, auch bekannt unter dem Spitznamen GeoHot, für seinen Jailbreak der PS3 vor einem amerikanischen Gericht anklagt. Nun hat Hotz seine Anwaltsschreiben an das Gericht in Kalifornien öffentlich gemacht.

George Hotz hat den Betreibern der Seite PSX-Scene (engl.) Dokumente ausgehändigt, die seinen Fall vor einem kalifornischen Gericht betreffen. Sony hat Hotz vorgestern vor ebenjenem Gericht angeklagt. Der Seite, und jedem, der sich die Dateien herunterlädt, liegen fortan zwei eingescannte Kopien zweier Dokumente in PDF-Form vor.

Eines der Dokumente umfasst drei Seiten. Darin bezieht Hotz grundsätzlich Stellung zur Anklage, es liest sich wie eine Verischerung an Eides statt, die auch beglaubigt ist. Hotz erklärt, dass er die ihm gemachten Vorwürfe vollständig zur Kenntnis genommen hat, gleichzeitig zweifelt er aber z. B. an, dass das kalifornische Gericht im Fall mit dem Aktenzeichen 3:11-cv-00167 die Befugnis hat, Recht über ihn zu sprechen. Die Erläuterung lautet ungefähr, dass Hotz nicht in Kalifornien lebt, keinen Wohnsitz dort gemeldet hat und auch sonst keine Kontakte dorthin unterhält, die eine Rechtsprechung des Staates Kalifornien über ihn rechtfertigen könnten. Er gibt auch eine eidesstattliche Versicherung ab, keinen PlayStation-Network-Account zu besitzen und sich deshalb auch nicht an die Geschäftsbedingungen des PSN und die Nutzungserklärung gebunden zu sehen. Auch behauptet Hotz, dass er seit 13. Juni 2010 keinen Twitter-Account mehr gehabt hat und es keine Zusammenarbeit zwischen den übrigen Angeklagten der Gruppe fail0verflow und ihm, und außerdem keinen Kontakt zwischen ihm und dieser Gruppe gibt. In diesem Dokument finden sich insgesamt 11 Aussagen, deren Wahrheitsgehalt Hotz mit seiner Unterschrift versichert.

Das zweite Dokument ist ein anwaltlich ausgearbeitetes Schreiben, wie man sie kennt. Auf insgesamt 10 Seiten nimmt der Anwalt von Hotz, Stewart Kellar, Stellung zur Anklageschrift von Sonys Anwälten und begründet die Perspektive seines Mandanten. In der abschließenden Erklärung schreibt Kellar, dass man aufgrund des vorher Geschriebenen, die geforderte Einstweilige Verfügung gegen Hotz und die Forderung der Beschlagnahmung entweder solange zurückstellt, bis geklärt ist, ob überhaupt (in Kalifornien) über Hotz geurteilt werden kann. Oder aber die Forderungen sollten direkt zurückgewiesen werden.



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