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Veröffentlicht am  13.01.11, 22:18 Uhr von  

Rock Band Reloaded für iPhone und iPad im Test

Rock Band ReloadedElectronic Arts hat vor einer Weile den Nachfolger seines Musikspiels Rock Band für die iOS-Plattform veröffentlicht. Wir hatten nun einige Zeit, uns über die Stärken und Schwächen in einem Review klar zu werden.

EA stellte uns sowohl die Handheld-Variante zum Test zur Verfügung, als auch Rock Band Reloaded für Apples Tablet. Schnell wird klar, was eigentlich viele vorher gemachte Erfahrungen auf den Kopf stellt: Mir gefällt Rock Band: Reloaded HD deutlich besser als die Version für iPhone und iPod touch. Deutlich besser klingt übertrieben, denn inhaltlich sind die Spiele identisch – doch vor allem die bessere Usability sieht die iPad-Version im Vorteil.

Wenn ich gerade von Usabilty schrieb, dann ist der “allererste” Eindruck ein bisschen verquer. Denn der Splash-Screen zum Start des Spiels, also die Anzeige von EAs Logo und nachfolgend auch dem Logo des Spiels steht, je nachdem wie man das Gerät hält, zunächst auf dem Kopf. Erst nachdem die Intro-Videos abgespielt sind, wird die Spielgrafik dann richtig orientiert. Eine Kleinigkeit, die EA aber bis heute noch nicht in einem Update ausgebessert hat.
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Der Weg zum Star

Wenn man von der Möglichkeit des freien oder schnellen Spiels absieht und jederzeit seine Ergebnisse online mit Facebook-Freunden teilen kann, dann ist der wesentliche Bestandteil des Spiels der Karriere-Modus. Wir sammeln aber in allen Modi Punkte und können so unsere Bandkarriere voran treiben, wann und wie immer wir wollen. Der Weg zum Ruhm auf der “Welt-Tour” allerdings in der Einzelspieler-Kampagne, wenn man sie so bezeichnen mag, führt über diverse Stationen und nutzt das ganze Repertoire an Songs aus, die im Spiel von Haus aus eingebunden wurden. Das alleine macht für mich aber noch nicht die Herausforderung aus. Vielmehr wechselt man im Karriere-Modus an manchen Auftrittsabenden mit der Band die Positionen. Mal spielt man Gitarre, mal Bass, und es kommt eben auch vor, dass man sein Gesangstalent in freundlicher Kooperation mit dem eingebauten Mikrofon beweisen muss. Das bringt deutlich mehr Abwechslung in das Musikspiel. Auf den Konsolen und anderen Handhelds kannte ich bislang nur solche Spiele, bei denen man stur ein Instrument seiner Wahl gespielt hat. Mir persönlich gefällt diese ungewohnte Herausforderung, wenngleich es sicher Leute geben wird, die das abschreckt.
 

Unterschied iPhone/iPad

Die Steuerung des Spiels auf den unterschiedlichen Plattformen ist “eigentlich” ähnlich. Doch EA hat es verstanden, das Mehr an Platz, der auf dem Tablet zur Verfügung steht, besser auszunutzen. Bei manchen Instrumenten, wie den Drums, sind die einzelnen Teile geräumiger auf dem Display untergebracht und man hat es wesentlich einfacher in der Bedienung. Die Anzeige von Achievements oder dem Highscore profitiert auch, wirkt aufgeräumter. Vor allem aber bietet das iPad genügend Platz, dass man eine Einstellung der Anzeige der Instrumente sinnvoll verwenden kann. Spieler können sich aussuchen, ob die Gitarrenspuren links, mittig oder rechts angeordnet werden sollen. Das geht auf dem iPhone auch, doch macht es dort nicht ganz so viel Sinn, weil auf dem iPad tatsächlich spürbar Unterschiede zwischen linker und rechter Ausrichtung werden. Das freut Links- oder Rechtshänder gleichermaßen. Außerdem sind die virtuellen Tasten, die man auf dem iPad anschlagen muss, etwas größer. Das kommt der Fingerfreiheit zu Gute, wie ich finde.
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Online-Anbindung

Facebook erwähnte ich bereits kurz. Interessant ist der echte Vergleich mit Facebook-Freunden. Denn es gibt einen Filter, der im Highscore wahlweise dann nur die eigenen Punkte mit denen der Facebook-Freunde vergleicht. Doch die Online-Anbindung steht auch in Form des Music Stores zur Verfügung. Dieser wurde seit dem Erscheinen des Spiels schon einige Male aktualisiert und so hat man auch mittelfristig sicher immer mal wieder Grund, um das Spiel zur Hand zu nehmen.

Der Mehrspieler-Modus sieht darüber hinaus das kooperative Spiel als Band vor oder das Duell. Leider leider gibt es bei Rock Band Reloaded aber nur einen lokalen Multiplayer. Es würde dem Spiel sicherlich noch Mal mehr Punkte bescheren, wenn es einen Online-Mehrspieler-Modus gäbe. Das Duell funktioniert an einem Gerät, das Band-Play wird über mehrere Geräte, auf denen jeweils Rock Band Reloaded installiert sein muss, realisiert. Dabei steht wahlweise Bluetooth oder die WiFi-Verbindung zur Auswahl und es macht keinen Unterschied, ob jemand mit seinem iPad oder seinem iPhone oder iPod touch miteinander in derselben Band spielt.
 

Fazit

Ich mag Musikspiele – nicht alle, aber viele. Ich finde, sie sind eine willkommene Abwechslung. Wenngleich sie mehr ein kreatives Reaktionsspiel sind und weniger die musikalischen Fähigkeiten der Spieler auf die Probe stellen. Rock Band Reloaded ist für mich auf dem iPad einen Tick besser noch als auf dem iPhone oder iPod touch. Die Wertung am Ende des Artikels bezieht sich auf die iPad-Version. Allerdings würde ich nicht behaupten, dass die iPhone-Version grundsätzlich dann direkt einen halben oder ganzen Punkt schlechter bewertet werden müsste. Nur in unserem jetzigen Raster gibt es keine Zehntel-Schritte.
 
4/5Testurteil: 4/5 Macs
Bezeichnung: Rock Band Reloaded for iPad (Affiliate)
Hersteller: Electronic Arts
Preis: 3,99€

 Und wie ist deine Meinung?  Schreib uns einfach!

 3 Kommentar(e) bisher

  •  @Sajonara sagte am 14. Januar 2011:

    RT @Macnotes: Rock Band Reloaded für iPhone und iPad im Test http://macnot.es/55903

    Antworten 
  •  Michael sagte am 15. Januar 2011:

    Ich möchte mich starkmachen, vom 5er bzw. 10er etc System die Finger zu lassen und das Schulnoten oder 12er System zu nutzen.

    Beim 10er sind die Noten nicht gleich verteilt sondern tendieren dazu nach oben zu rutschen, d.h. die wirkliche Bewertung findet zwischen 3 und 5 Punkten statt, weil man zu wenig nach unten geht. (deshalb weil für gute, mittlere oder schlechte Bewertung je nach Interpretation ein Schritt zu wenig existiert zB 2 gute + 2 mittlere + 1 schlechte = 5er System)

    Bei den Schulnoten ist jede Einschätzung gleich vorhanden. Darum nutzt man den Kram auch in der Schule ;)

    Antworten 
  •  at sagte am 15. Januar 2011:

    @Michael: Das halte ich in anderem Kontext für ein Gerücht. Ich kenne einen Direktor einer Schule aus NRW, der mir verriet, dass kaum ein Referendar schlechter als mit Befriedigend bewertet würde, selbst wenn er oder sie ein Vollpfosten ist, wovon es wohl ziemlich viele gibt, weil kaum einer wirklich der Lehre fähig ist und manche den Job auch nur wegen des Geldes oder Urlaubs gemacht haben. Die Begründung ist, dass man den Leuten am heutigen Jobmarkt nicht zumuten könnte, ihnen ein Ausreichend zu geben, dann hätten sie ja nie ne Chance. Aber dass man auf diese Weise die Kinder von morgen mit depperten Junglehrern verkorkst, darauf kommt anscheinend keiner.

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