: 17. Januar 2011,

Medal of Honor: THQ-Chef Bilson hätte auf die Taliban verzichtet

Wenn ein Chef-Entwickler eines Shooters einen anderen Entwickler aus moralischen Gründen kritisiert, dann muss einiges schief gelaufen sein. Aber genau das ist jetzt passiert. Denn nachdem es längere Zeit ruhig gewesen ist um den sogenannten Taliban-Shooter Medal of Honor, hat sich jetzt auch der Chef von THQ, Danny Bilson, zu dem Thema geäußert. „Ich hätte die Taliban von vornherein nicht ins Spiel genommen. Das hätte ich wirklich nicht. In Battlefield hat man auch die Mid East Alliance, die Chinesen und die Amerikaner, aber es war alles ein Fantasieszenario. Ich hatte also mit keiner der Parteien ein Problem, sie selber zu spielen.“ Nun stellt sich nur noch die Frage, warum Bilson das alte Thema gerade jetzt wieder aufwärmt, nun, da sich die Gemüter so langsam beruhigt haben und der Titel längst auf dem Markt ist.

Um diese Frage zu beantworten, muss man wohl kein Prophet sein. Denn bekanntlich schlägt auch dem Hause THQ für seinen Shooter Homefront teils harsche Kritik entgegen. Ihm wird ähnlich wie den Machern von Medal of Honor der Vorwurf gemacht, die Amerikaner zu stark als Opfer darzustellen. Doch Bilson wehrt sich und weist daraufhin, dass es zwischen Medal of Honor und Homefront einen wichtigen Unterschied gibt. „Begibt man sich allerdings vor einen realen Hintergrund – also nicht in spekulative Science-Fiction, so wie bei Homefront – spielt man Leute, die im echten Leben jetzt gerade für die Tode anderer verantwortlich sind.“ Aber mit dem Finger auf andere zu zeigen, war noch nie eine erfolgversprechende Strategie.



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