Bücher im iBook Store verkaufen, so geht’s: Voraussetzungen und Anmeldeprozedere
Wie kann man sein Buch auf iBooks veröffentlichen? Ganz leicht ist der Release eines Buches in Apples iBook-Store nicht, da einige Voraussetzungen erfüllt sein müssen – unter anderem benötigt man eine ISBN sowie eine US-Steuernummer.
Anfang April 2010 öffnete der Apple iBook Store seine Pforten, seitdem steht er nicht nur den großen Verlagen, sondern auch unabhängigen Autoren zur Verfügung. Welches Buch man auch immer veröffentlichen will, egal ob Roman, Sachbuch oder Kinderbuch, der muss einige Voraussetzungen erfüllen. Sie unterschieden sich in einigen wesentlichen Punkten von dem, was man im App Store beachten muss.
Wie auch im App Store sowie im iTunes Store benötigt man für einen Release in iBooks einen iTunes-Account. Wer seinen iTunes-Account bereits mit iTunes Connect verbunden hat, der benötigt für iBooks einen neuen Store-Account, oder muss den bestehenden iTunes Connect-Account von seinen Apps trennen. Zudem muss der Account mit einer Kreditkarte gebundlet werden, wer keine hat, muss sich folglich eine besorgen.
Außerdem benötigt man eine International Book Standard Number (ISBN). Diese Nummer identifiziert jedes einzelne Buch weltweit. Für das eBook muss man eine gesonderte ISBN anfordern, man kann nicht die von eventuell vorhandenen Printversionen nutzen. Wer eine ISBN für sein Buch beantragen will, der findet hier die Informationen für das jeweilige Land. In Deutschland kann man sich hier anmelden, in Österreich hier und in der Schweiz hier. Die Anmeldung kostet jeweils für einen Einzeltitel 80€ (DE), 72€ (AT) bzw. CHF 115.00 (CH), für mehrere Anmeldungen gelten andere Tarife.
Des weiteren stellt Apple die Voraussetzung, dass man eine US Taxpayer Identification Number, kurz TIN besitzt. Diese muss man beim Einrichten des iTunes Connect-Accounts angeben. Die Regelung gilt auch für potentielle iBook-Verkäufer hierzulande, nicht nur für Amerikaner – wer eBooks via iTunes verkaufen will, muss sich also eine entsprechende TIN zuweisen lassen. Hierfür sind eine Handvoll Formulare nötig, eine detailierte Auflistung und weitere Informationen (nur auf Englisch, übrigens) gibt es beim Internal Revenue Service.
Auch in Sachen Format muss man einiges beachten: Apple akzeptiert aktuell nur ePub-Dateien, die den ePubCheck 1.0.5 bestehen. Die genauen Spezifikationen für das benötigte ePub-Format gibt es beim International Digital Publishing Forum. Unter anderem muss der komplette Text in UTF-8/16-Format vorliegen. 1.1 bestehen. Darin wird geprüft, ob alle in der ePUB-Datei vorhandenen Dateien als OPF erwähnt werden. Ist dem nicht so, lehnt Apple die Einreichung ab. Teilweise sind von ePUBCheck 1.1 angemerkte Fehler wohlgemerkt für Apple egal: PageMaps z.B. dürfen sich in den Dateien befinden. (Danke an Simon für den Hinweis!)
Hat man all diese Bedingungen erfüllt, kann man hier seine Anmeldung für den iBook-Store einreichen.
Es dauert üblicherweise rund einen Tag, bis eingereichte Bücher für den Verkauf freigegeben werden, dies ist allerdings nur ein Richtwert, den wir selbst mangels entsprechendem Publisher-Account nicht überprüfen konnten.










iBooks-eBooks sind die besseren Bücher (Warum und wie ich mir das selbst einrede) | EIN GEEK FÜR ALLE FÄLLE meint:
[...] erleichtert Möchtegern-Autoren und nichtentdeckten Top-Talenten die Veröffentlichung eines eigenen eBooks allerdings das Bücherverkaufen, wenn man von kleinen Hürden wie US Taxpayer Identification [...]
Tom meint:
Hi,
braucht man wirklich eine amerikanische Steuernummer und eine ISBN? Ok, ISBN kein Thema, aber eine Steuernummer von den Amis??
Seltsam…
Tom
Kommentar: warum sich Amazon mit Kindle als Autorenplattform durchsetzen wird | WordPress & Webwork meint:
[...] Quelle: Apple.com. Siehe auch: Bücher im iBook Store verkaufen. [...]
Dirk Küpper meint:
Ich habe für mein eBook 100 Tipps, Tricks und Tweaks (http://www.epubli.de/shop/buch/100-Tipps-Tricks-Tweaks-Mac-OS-X-Lion-Dirk-K%C3%BCpper-9783844212433/11223) den Weg über http://www.epubli.de gewählt. Da brauchst Du nur 20 Euro und die ISBN Nummer ist im Preis mit inbegriffen. Die kümmern sich um das veröffentlichen bei iTunes und Amazon.
Flo meint:
Danke Dirk für diesen genialen Tipp mit ebookli. Kaum zu glauben, dass ein Verlag wie Holzbrink endlich mal den eBook-Markt voran treibt. Alle Verlage scheinen ja dann doch wieder nicht auf dem Holzweg zu sein :-)
Super!