News & Rumors: 29. Januar 2011,

Anstrengungen gegen weitere Hacker wie Graf_Chokolo oder kmeaw

Sony Computer Entertainment unternimmt Anstrengungen gegen weitere PS3-Hacker wie Graf_Chokolo und Kmeaw, nachdem man erst kürzlich vor einem Gericht in San Francisco die einstweilige Verfügung gegen George Hotz für rechtsgültig erklärt wurde. Vor diesem Hintergrund agiert Sony offenbar nun gegen weitere Beteiligte der Jailbreak-Szene.

Verstoß gegen DMCA

Der Digital Millennium Copyright Act (DMCA) ist eine Sammlung von Gesetzen in den Vereinigten Staaten von Amerika, die das digitale Urheberrecht betreffen. Sony „informiert“ nun verschiedenste Personen und Institutionen darüber, dass ihr Handeln ein Verstoß gegen ebenjene Gesetze bedeutet. Wie PSX-Scene (engl.) notiert, hat Sony z. B. Infomails an die Betreiber von gitHub versandt, einer Plattform, auf der Programmierer den Quellcode von Projekten miteinander teilen können und die grundsätzlich zur Kollaboration ausgelegt sind. Eben auf gitHub waren einige der Tools in Form von Quellcode untergebracht, die die PS3-Jailbreak-Szene ihr Eigen nennt.

Graf_Chokolo betroffen

Davon betroffen ist z. B. Graf_Chokolo, der seine Tools auf gitHub gespeichert hatte. Er gibt im XorLosers-Blog zu Protokoll, dass Sony dafür verantwortlich sei, dass sein gitHub-Repository nicht mehr vorhanden sei. Er böte sich aber an, jedem, der den Quellcode seiner Arbeit(en) haben möchte, diesen an eine Stelle im Netz hochzuladen. Gleiches gilt für Kakaroto, auch der Quellcode zu seinen Tools ist nun nicht mehr länger via gitHub zu erreichen, das jedenfalls ließ er über Twitter wissen. Er erläutert im Gespräch mit seinen Followern auch, dass Sony deshalb die Gesetzeskeule schwingen kann und sich direkt an gitHub wendet, weil selbiger Dienstleister ebenfalls in Kalifornien sitzt.

Der Entwickler einer Custom Firmware, kmeaw, erhielt ebenfalls Info-Post von Sony. Bei allen Betroffenen ist festzustellen, dass sie Sonys Aktionen eher beiläufig zur Kenntnis nehmen, aber nicht in Panik verfallen, da ihre Dateien immer noch vorhanden sind. Vor allem die Twitter-Accounts der einzelnen Hacker legen ein gutes Zeugnis ab über die Unaufgeregtheit, mit der die Hacker agieren.

Sony Computer Entertainment America (SCEA) hatte vor kurzem mit seinem Ansinnen auf eine einstweilige Verfügung gegen den Hacker George Hotz doch noch Recht bekommen. Dieser muss nicht nur aufhören Dateien zu verbreiten und Hilfestellung beim Umgehen von Sicherheitsmechanismen zu geben, sondern all jenes Equipment abtreten, das zur Erstellung und Verbreitung der Jailbreak-Tools genutzt wurde. Selbstredend erhält Hotz dieses nach dem Ausgang des anhängigen Gerichtsverfahrens zurück.



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