MACNOTES

Veröffentlicht am  29.01.11, 8:23 Uhr von  

Kolumne: Gerüchte und Küche.

Kolumne
Die vergangene Woche war geprägt von Steve Jobs krankheitsbedingter Abwesenheit. Das Medienecho war groß, alle sinnierten über Folgen für die Unternehmen, bei denen wichtige Lenker vom Boot gehen. Nun, in unserer schnelllebigen Zeit hat sich diese Woche schon wieder alles etwas beruhigt und relativiert. Apple macht weiter und behält seinen Kurs bei.

Tim Cook leitet nun die Tagesgeschäfte, überraschend ist das nur, wenn man sich ein Interview zu seinen Anfängen bei Apple durchliest. Obwohl er “ein Narr sein müsse, wenn er bei Apple einsteigt” – besser er als einer der umstritteneren deutschen Netzkünstler, dessen Alter Ego sich per Twitter um die Jobs-Vertretung bewarb. Aber nicht nur bei Apple gab es einen Wechsel an der Führungsspitze, auch Google hat überraschend Eric Schmidt von seinem Posten gehobelt. Die Nachfolge tritt niemand anderes an als der Gründer himself, Larry Page. Interessant, wie der Kurs von Google durch diese Entscheidung beeinflusst wird. Zum Anfang der Woche wurde aber auch die Apple-Webseite etwas überarbeitet. Mit neuen netten Animationen, Fade-Effekten und einem Hintergrund, der sogar Textur aufweist. Das gleicht schon fast einer Design-Revolution, wenn man die bisherige Webseiten-Politik von Apple betrachtet. Bis dato war alles sehr nüchtern schwarz/weiss gehalten, mit so wenig Effekthascherei wie möglich. Die Webseite passt sich nun dem Hype um die iOS-Geräte und wahrscheinlich auch an das neue HTML5 an. Dort ist alles irgendwie beweglicher, dynamischer oder wirkt agiler. Fazit: Die neue Webseite von Apple bekommt ein Facelift in der Art von Modellpflege, die rein kosmetisch wirkt und trotzdem meist – besonders bei Autoherstellern – für einen Aufschwung bei den Verkaufszahlen der Produkte sorgt.

Apple

Bei Apple werden die bisherigen Verkaufszahlen auf fast schon beängstigende Weise immer wieder neu übertroffen. Das bedeutet, dass die anstehenden Produkte wieder neue Rekorde aufstellen müssen. Das iPhone, das iPad, die Mac-Modelle und das neue Löwen-Betriebssystem. Diese Neuerungen stehen in diesem Jahr an, und so, wie man Apple kennt, ist eventuell noch irgendwo eine Überraschung in Sicht. Nicht überraschend hingegen kommt am Montag das Ende der XServes. Wer also noch ein Stück Server-Geschichte von Apple haben möchte, der möge sich schnell in den Apple Store begeben und das gute Gerät bestellen. Letzte Chance ist definitiv am Montag. Danach gilt “rien ne va plus”. Dies steht natürlich im krassem Gegensatz zu den Fortschritten, die Apple in Großkonzernen und Behörden verzeichnet, was die Verbreitung der Apple-Geräte im Businessbereich angeht. Ein neuer Sicherheitsexperte wurde von Apple angeheuert, wahrscheinlich auch aus diesem Grund – damit die iPhones auch für die Geheimdienste tauglich sind. Für die Deutsche Bank ist das iPhone auf jeden Fall schon die bessere Wahl gegenüber dem BlackBerry. Apropos Geheimdienste. Der nächste James Bond wird gedreht. Bekommt 007 in seinem neuen Film ein iPhone mit einer eingebauten fetten Wumme? Oder wenigstens mit Giftpfeilen? Mal schauen.

007

Weniger ein guter Agentenfilm, eher eine schlechtere Komödie: die ältere Dame, die auf einem Flughafen in Israel versuchte, 44 (!) iPhones direkt an ihrem Körper zu schmuggeln. Die begehrte Ware gibt es im gelobten Land noch nicht offiziell von Apple, somit müssen sich die iPhone-Dealer nette ältere Damen als Schmuggler engagieren. Leider wurde die Beweglichkeit der Frau stark eingeschränkt. Das wiederum hat dazu geführt, das die Zöllner misstrauisch wurden und einen Nacktscanner einsetzten. Bingo, 44 iPhones am Körper einer Oma. Der Traum eines kranken Fetischisten oder absoluten iPhone-Nerds. Igitt!

Gorenje iChef

Wenn wir schon bei Touch-Geräten sind: die moderne Hausfrau und der moderne Hausmann können demnächst wie von iOS-Geräten gewohnt mit den Fingern die einzelnen Haushaltsgeräte von Gorenje bedienen und mehr. Diese Idee hatten schon länger auch andere Anbieter, wie zum Beispiel Miele der Konzern aus Gütersloh. Ob mit den vom Essen beschmierten Fingern sich so etwas durchsetzt? Das wird die Zukunft zeigen. Ich persönlich stelle mir eher einen Star Trek Haushalt mit der Stimme gesteuert viel einfacher vor. “Computer! Heizplatte auf Stufe 4, Energie!” Oder hat sich das Apple bereits patentiert? Man kann ja im Apple Patent Song mal nachhören.

Zum Thema aussterbende Mac-Produkte: Nicht nur der Xserve gehört quasi der Geschichte an, auch die vielen PowerPC-Macs. Damit ist das Ende dieser Ära zwar besiegelt, aber es gibt noch viele gut funktionierende PowerPCs. Auch an diesen nagt der Zahn der Zeit. Und die Uhr tickt unaufhörlich weiter. Das hat sich wohl auch der Bastler dieser PowerMac G4-Uhr gedacht.

PowerMac G4 Wall Clock

Besonders schön die Mighty Mouse als Uhrpendel. Mehr solcher Bastelarbeiten findet man bei Google, Inspirationen für ausgemusterte Macs findet man dadurch zu Hauf.

Apple Navbars

Eine weitere Beobachtung, das eingangs erwähnte Facelift der Apple-Webseite betreffend, könnte eventuell für alle Gerüchteköche und aufmerksame Apple-Beobachter dienlich sein. Die Navigationsleiste hat Anfang des neuen Jahrtausends bei Apple Einzug gehalten, just als Mac OS X seinen ersten Auftritt hatte. Die Navigation war damals an das Design von Mac OS X und der Aqua-GUI angelehnt. Danach kam lange nichts. Erst später kam das graue Design, welches sich auch in der bisherigen Navigation widerspiegelte. Nun könnte man vermuten, dass die neue, im schwarz-gläsernen Look gehaltene Navigation ein Vorgeschmack auf das Design von Mac OS X Lion sein könnte… Why not?

Der Rausschmeisser für heute, passend zum Thema: wir machen uns etwas zum Essen. “The Real Fruit Ninja”.

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        1. Steve Jobs bei Hightech-Meetup mit Zuckerberg und Obama am 18. Februar 2011
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