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Veröffentlicht am  8.02.11, 14:20 Uhr von  rj

Beicht-App für iPhone, offiziell abgesegnet

ConfessionLacher am Rande: Katholiken können mit einer “Confession” genannten App nun auch via iPhone beichten. Die App zum “Sündentracking” erhielt das OK von Kirchenoberen in den USA. Die Sicht der katholischen Kirche auf die appgestützte Beichte ist in anderen Ländern noch unklar, bisher scheint das iPhone-Bekenntnistool nur im GB-Store zu laden sein.

In den USA befand Bischof Bishop Kevin Rhoades die App für kirchengefällig. “Confession” ist bislang weder im US-Store noch im deutschen App Store zu finden für 1,59 im deutschen App Store zu laden und laut BBC bereits letzte Woche im britischen App Store in den Verkauf gegangen. Die Briten sehen die Gottgefälligkeit der Beichtanleitung und Sündenerfassung via iPhone auch noch etwas skeptischer als der US-Kollege: man werde die Angelegenheit beobachten, teilte eine Sprecherin der katholischen Kirche Großbritanniens und Wales der BBC auf Anfrage mit.

Papst Benedikt äußerte sich schon im Januar zu den Gefahren und Segnungen des Internet und glänzte dabei mit Einsichten wie “Wenn sich jemand in den Cyberspace begibt, dann kann das ein Zeichen dafür sein, dass er tatsächlich die persönliche Begegnung mit anderen sucht”. Traditionell tut sich die Kirche mit verschiedenen frei zugänglichen Inhalten des Internet schwer – “Confession” wird diese Kluft kaum verringern. Sucht man nach der App, finden sich neben einigen religiös geprägten Angeboten auch im prüden App Store einige ausgesprochen eindeutige Inhalte.

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 6 Kommentar(e) bisher

  •  kr sagte am 8. Februar 2011:

    @ Richard
    ich weiß nicht was Du mit Deinem Lacher am Rande erreichen willst, aber ich kenne einige Leute die so etwas gut finden. Ein Übersetzung in andere Sprachen wird es demnächst auch geben. Zudem kann sie auch bei uns schon geladen werden.

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  •  rj sagte am 8. Februar 2011:

    kr, hast mir nen iTunes-Link? Trag ich gerne nach.

    Und lachen tu ich an sich als reiner Selbstzweck – ist doch schön, wenn man was lustig findet. Sorry, aber eine Beichtanleitung in App-Form fürs iPhone *finde* ich eben albern, insbesondere, wenn der oberste Hirte noch was vom Wunsch nach “persönlicher Begegnung” im Cyberspace faselt. Und was die potentiellen Witze angeht, dass die App einem ja den Besuch beim katholischen Priester und der damit einhergehenden Gefahren erspart… da hab ich mir schon auf die Tippfinger beissen müssen.

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  •  Frodoo sagte am 8. Februar 2011:

    Also ich finde das schon lustig. Aber ich bin auch kirchenfrei und darf das. ;)
    Es sollte jedem das Recht zu eigen sein, an das zu glauben was er möchte oder halt nicht zu glauben. Solches als offiziell abzusegnen ist vielleicht ein Schritt in die Richtung, die meiner Meinung nach veraltete Kirche wenigstens virtuell etwas in die Gegenwart zu ziehen.

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  •  ck sagte am 9. Februar 2011:

    Wer Benedikts Rede anlässlich des Weltmedientags (nachzulesen hier) gelesen hat, der stellt fest, dass unser Papst ein großes Interesse hat, das Evangelium auf zeitgemäße Art und Weise zu verbreiten. Dazu gehört meines Erachtens auch diese App. Ist etwas dagegen einzuwenden, sich neuer Medien zu bedienen, um die Kirche (die von Christus seit mehr als 2000 Jahren genährt wird) mit dem Geist der Zeit zu erfrischen? Ich finde nicht.

    Ich habe mir die Confession-App gekauft und finde, dass sie ein guter Ersatz für den gedruckten „Beichtspiegel“ ist. Zudem sorgt die passwortgeschützte Anmeldung dafür, dass wirklich nur der Beichtvater meine Sünden kennt. :-)

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  •  Tenzing sagte am 10. Februar 2011:

    Gut, das ich evangelisch bin!

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  •  Atheist sagte am 11. Februar 2011:

    Falls man für dieses App bezahlen muss ist das ein elektronischer Ablassbrief :)

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