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Veröffentlicht am  19.02.11, 8:03 Uhr von  ac

Kolumne: Dunkle Schatten

KolumneDie Abwesenheit von Steve Jobs lässt viele Gerüchte entstehen und natürlich auch begründete Angst um den Gesundheitszustand des Apple-Chefs. Diese Woche tauchten Fotos von einem Mann in der Regenbogenpresse auf, der Steve sehr ähnlich aussieht. Diese wurden vor einem auf Krebskrankheiten spezialisierten Krankenhaus gemacht.

Es geht dabei aber insbesondere um die Privatperson Steve Jobs. Wer in seiner eigenen Familie eine Krebserkrankung hatte, weiß, wie unwichtig alles andere wird. Schließlich ist die Gesundheit das Einzige, was uns Menschen am Wertvollsten ist. Daher an dieser Stelle alles Gute für Steve und seine Familie.

Steve Jobs

Die in Nordafrika stattfindende Revolution bringt vieles an den Tag. Zum einen, dass die Despoten nicht nur nach Macht, sondern grundsätzlich nach allem gierig sind. Wenig verwunderlich daher noch die Tatsache, dass Bill Gates zu unrecht über lange Zeit als der reichste Mann der Welt bezeichnet wurde, erschreckend hingegen, wie weit er vom ehemaligen Präsidenten Ägyptens Hosni Mubarak übertroffen wurde. Mubarak hat sein Land so ausgebeutet, dass er der reichste Mann der Welt wurde, mit sagenhaften 72 Milliarden Dollar. Das entspricht 50 Milliarden Euro. Gigantomanie ist nichts dagegen. Ein epochaler Fail, wenn man bedenkt, dass niemanden diese Summen aufgefallen sind. Tunesiens Ben Ali hatte “nur” 5 Milliarden beiseite geschafft, was auch das Vermögen von Steve Jobs beispielsweise in den Schatten stellt.

Dagobert Duck

Wenn wir bei epochalen Flops sind. Die großartige Bild-Zeitung hat sich der größten Internet-Flops angenommen. Angeführt wird die Liste von Google, aber auch Apple landet mit Ping einen der Listen-Flop. Die Begründung der BILD lautet, Ping würde zwar von einer Million Anwendern benutzt, sei aber trotzdem nervig, weil ohne eine Facebook-Anbindung das Ganze nur in iTunes liefe. Ich sage hingegen, Ping ist kultig. Schon Sean Connery hat nur einen Ping in “Jagd auf Roter Oktober” gewollt und John Lennon hat “Give Ping a Chance” gesungen! Wie, das habe ich falsch verstanden? Hmm – falschverstandene Songtexte, englich “misheard lyrics” gibt es in der Tat viele. Darunter Klassiker wie “Agathe Bauer” oder “Oma fiel ins Klo”. Es kommt noch besser – zum Schluss der Kolumne.

Der Mensch und das menschliche Gehirn sind nicht perfekt, das ist leicht anhand der “misheard lyrics” nachzuweisen. Angesichts der menschlichen Mängel war es wohl nur eine Frage der Zeit, bis ein Computer seine Gegner aus Fleisch und Blut in Jeopardy schlagen würde. So diese Woche geschehen. IBMs Watson hat mit seiner KI die menschlichen Widersacher in Grund und Boden gestampft. Bildlich gesprochen natürlich. Dame, Schach, nun Jeopardy – Go fehlt aber nach wie vor in der Siegesreihe der Computer. Conan O’Brien wiederum zerreißt in seiner Satire den armen Watson. Apropos Watson, kann sich noch jemand an Sherlock erinnern? Diese Suchmaschine von Apple, die schnell in Vergessenheit geriet, als Google auf die Bildfläche unserer Gesellschaft trat? Nun, Spotlight ist im Prinzip der Enkel von Sherlock und da können wir froh darüber sein…

Sherlock

Der Nokia-Chef Elop besitzt Microsoft-Aktien, aber keine einzige von Nokia. Er hat sein Unternehmen als eine brennende Plattform beschrieben, weil Nokia nicht nur den Trend verpennt hat, sondern sich ziemlich in den Kernkompetenzen verkalkuliert hat. Dunkle Wolken ziehen über Nokias Hauptquartier in Finnland. Aber seht! ein weißer Ritter kommt daher, und sein Name ist Steve Ballmer. Schnell wird ein Deal mit Microsoft geschlossen, und nun werden die Smartphones von Nokia mit Windows Phone 7 geliefert. Die Krise soll damit beendet werden. Die Titanic hat ein schönes Bild zu diesem Thema.

Rettung Nokia

Für alle Nostalgiker und in der 8-Bit-Ära aufgewachsene Leser gibt es einen Webbrowser, der es in sich hat. Er heißt Pixelfari und bietet alle Funktionen eines Safari – nur in 8 Bit. Total schräg, aber irgendwie auch schön. Wer braucht dieses ganze Chrome, wenn es auch in Klötzchengrafik geht? Unglaublich, dass man überhaupt damals etwas erkennen konnte mit 8-Bit. Hier lässt sich die Anwendung herunterladen.

Einer geht noch. Mit einer ähnlichen Anmutung der 8-Bit Zeit wird – wie oben angekündigt – ein Lied präsentiert, das sich gleich auch den Pokal als der “Misheard Song” schlechthin holt. “Keks, alter Keks” hat das Potenzial zum Klassiker! Schönes Wochenende und Vorsicht, das ist ein Ohrsand, ähm, ich meine Ohrwurm!

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