News & Rumors: 4. März 2011,

CeBIT 2011 – Intel sieht PC weiterhin als wichtige Spieleplattform

Auf der CeBIT hatten wir Gelegenheit, uns mit Holger Kreie, seineszeichens Marketing-Manager bei der Intel GmbH, über Spiele-Hardware auszutauschen. Entgegen des allgemeinen Trends hin zur Konsole hält er den PC nach wie vor für eine wichtige Spieleplattform.

Im Gespräch verwies Holger Kreie von
Intel darauf, dass der PC noch lange nicht zum alten Eisen gehört, selbst wenn
Publisher aufgrund der weniger latenten Raubkopie-Problematik mittlerweile eher
auf Konsolen setzen. Beispielsweise gebe es aber für bestimmte Genres wie
Shooter und Strategiespiele keine besseren Eingabemöglichkeiten als Maus und
Tastatur. Daher spielt der PC etwa im Pro-Gaming-Bereich nach wie vor die entscheidende
Rolle, meint Kreie, und verweist auf die in der gleichen Halle stattfindenden
ESL-Turniere.

Sandy Bridge

Außerdem erkennt er großes Wachstumspotenzial im Casual-Markt. Dort sollen die neuen Sandy-Bridge-Chips ihre Stärken voll
ausspielen. Sie vereinen die CPU und die wichtigsten Teile des Chipsatzes mit
einem Grafikchip, dem Intel HD3000, der durchaus Beachtliches für seinen
Einsatzzweck leistet. Seinen Angaben zufolge findet der Chip sogar Anschluss an
die Mittelklasse, was dedizierte Grafikprozessoren angeht. So sei es mit dem
HD3000 aus Sandy-Bridge-Chips durchaus möglich, halbwegs aktuelle Spiele, wenn
auch nicht in vollen Details, aber dafür in akzeptablen Auflösungen darzustellen
– und das bei einem Stromverbrauch, der jede zusätzlich eingebaute Grafikkarte
alt aussehen lässt.

Darüber hinaus betonte Kreie die Möglichkeit für Enthusiasten,
sich eine starke Grafikkarte einzubauen, falls das Lieblingsspiel doch nicht
die gewünschte Performance bringt – alles in allem skaliert der PC besser als
verfügbare Spielekonsolen. Er weist darauf hin, dass Multiplattform-Spiele, die
auf ihre Zielplattform hin optimiert wurden, auf dem PC meist besser aussehen,
sofern es die Hardware zulässt.

Erklärbär

Interessierte können sich auf dem
CeBIT-Gelände bei Intel einen Wafer zeigen lassen, auf dem Core-i7-CPUs in
ihrer Rohform zu sehen sind – ein Techniker erklärt, was es zu sehen gibt und
zeigt unter dem Elektronenmikroskop, was hinter den in 32 nm gefertigten Chips
steckt.

Mobiles Engagement

Sogar auf dem Handy-Markt will man
mitmischen – Meego und ein überarbeiteter Atom-Chip sollen es möglich machen.
Auch wenn Nokia jetzt mit Microsoft eine groß angelegte Zusammenarbeit
angekündigt hat, gibt es 2011 wahrscheinlich kein Windows-Phone-7-Handy von
Nokia, wohl aber eines mit Meego.

Doch mit den neuen Dual-Core-Atoms
hat Intel noch mehr vor: Nicht nur in Netbooks sollen sie zukünftig zu finden
sein, ebenfalls als Rechenzentrum für Tablet-PCs mit Windows, oder Googles
Android, sollen die neuen Atoms zum Einsatz kommen. Sie wurden weiter optimiert,
um bei geringstem Stromverbrauch dennoch mehr Performance zu liefern als ihre
Vorgänger, denn es gibt „keinen PC mit zu wenig Rechenleistung“. Den aktuellen
Core-i3-Modellen soll der neue Atom aber keine Konkurrenz machen – jeder der
Chips hat seine ganz eigene Bestimmung, was Leistung und Einsatzzweck angeht.



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