News & Rumors: 12. März 2011,

Twitter möchte keine Apps von Fremdherstellern mehr

TwitterBei der Fülle an Twitter-Apps im App Store weiß man manchmal kaum noch, wofür man sich entscheiden soll. Anders als in vielen bisher bekannten Fällen, in denen Apples Zulassungsrichtlinien vielen Apps den Weg in den Store verwährt haben, sorgt der Mikroblogging-Dienst nun selbst für eine Begrenzung von verfügbaren Clients – offiziell aus gar nicht so verschiedenen Gründen.

Eine einheitliche Nutzererfahrung solle geschaffen werden, so Twitter-Entwickler Ryan Sarver, damit Nutzer der Twitter-Apps von überall auf die gleiche Weise auf den Dienst zugreifen können. Aus diesem Grund seien in den vergangenen Wochen unzählige Anfragen auf API-Nutzung seitens Twitter Inc. abgelehnt worden.

Mit diesem Schritt soll die Zahl der „inoffiziellen“, also von Drittentwicklern programmierten Clients auf allen Plattformen reduziert werden. Die meisten davon sind iOS-Apps, auch Android und sonstige Mobilplattformen gehören aber sicherlich dazu. Laut Sarver habe es in letzter Zeit oft Verwirrung bei den Nutzern gegeben, die in verschiedenen Clients immer auf verschiedene Benutzeroberflächen stoßen und sich in den Apps nicht vernünftig zurecht finden. Dementsprechend seien sowohl die Nutzungsbedingungen für Entwickler als auch die Designrichtlinien grundlegend überarbeitet worden.

Der gemeinhin als beste Twitter-App für iOS geltende Client „Tweetie“ war im vergangenen Jahr kurzerhand von Twitter aufgekauft und der Entwickler Loren Brichter ins eigene Team integriert worden. Das kürzlich erschienene Update auf Version 3.3 hatte zunächst breite Verärgerung ausgelöst, weil ein funktionierendes und gutes Interface-Design aus kaum nachvollziehbaren Gründen verändert worden war. Die neue Trends-Leiste, die sich regelmäßig ungefragt über die Timeline legte, hatten viele Nutzer eher als nervig denn als sinnvolle Neuerung empfunden. Die kurz danach veröffentlichte neue Version 3.3.1 hatte diese zwar wieder in eine tiefere Menüebene verbannt, die neue Benutzeroberfläche blieb aber.

Entwickler von Twitter-Apps müssen sich scheinbar keine Sorgen um die Entfernung ihrer App machen, sofern sie sich bereits auf dem Markt befindet. Allerdings legt die neue Unternehmenspolitik ihnen nahe, sich nicht auf Kernfeatures zu beschränken, sondern in Zukunft auf erweiterte Funktionalitäten zu setzen, die sich in der offiziellen App nicht finden.



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