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Veröffentlicht am  17.03.11, 10:38 Uhr von  

iPad: GPS-Funktion mit Personal Hotspot nachrüstbar (Update: doch nicht)

iPadSeit iOS 4.3 haben gibt es die Möglichkeit, das iPhone 4 via Personal Hotspot zum WLAN-Router zu machen. Nebeneffekt: Ist ein iPad mittels Wi-Fi verbunden, nutzt es die GPS-Funktionalität aus dem iPhone. Ist das 3G-iPad damit unnötig geworden?

Besitzer eines iPhone 4 und iPad-Interessenten können sich möglicherweise den Aufpreis für die 3G-Ausführung des Tablets sparen – und zwar in jeder Hinsicht. Denn nicht nur das mobile Internet würde das 3G immer mit sich führen, sondern auch A-GPS-Ortung. Dafür allerdings muss man den Aufpreis für das 3G-Modell berappen und braucht noch eine SIM-Karte, die entweder mit Prepaid abgerechnet wird oder einen Vertrag mit sich zieht.

Wie Kyle Carmitchel von TabletMonsters heraus fand, können iPhone 4-User sich das alles sparen und stattdessen in das Tethering-Paket ihres Handy-Vertrags investieren, falls die Funktion nicht ohnehin schon freigeschaltet ist. Denn mit Personal Hotspot über WLAN verbunden, teilt das iPhone nicht nur seinen Internetzugang, sondern auch die Ortungsfunktion. Dies bezieht sich sowohl auf das erste iPad, als auch auf das kürzlich in den USA erschienene iPad 2. Vermutlich lässt sich auf gleichem Wege ein iPod touch unterwegs mit präziser Geolokalisation ausstatten.

Die Ortungsfunktion funktioniert auf iPod touch und iPad (WiFi-Modell) nur, wenn sie mit einem drahtlosen Netzwerk verbunden sind. Dabei wird die MAC-Adresse des Routers mit einer Datenbank gegengecheckt und somit eine halbwegs stimmige Position ermittelt. Bis iOS 4 verwendete Apple dafür die Technologie von ShyHook, seither eine eigene Implementierung. Vermutlich sendet das iPhone, anstatt in der globalen Datenbank nachzusehen, seine eigenen Koordinaten als Antwort auf die GPS-Frage zurück.
Update: Wie fscklog berichtet (danke, rbq), liegt genau dort der Hase begraben. Das iPhone übergibt nämlich entgegen der obigen Annahme keine eigenen GPS-Koordinaten, sondern informiert sich weiterhin in der globalen WLAN-Datenbank. Während das iPhone eine Genauigkeit von 5-10 Metern über A-GPS an den Tag legt, sind es bei einem WiFi-iPad immer 75 bis 100 Meter, was die Streuung angeht, egal wer den Router spielt. Allerdings wird die WLAN-Ortung besser, je mehr iOS-Geräte verkauft werden, weshalb in Städten etwa eine recht gute Ortung auch ohne GPS zu erwarten ist.

Warum aber die Personal Hotspot-Funktion bei TabletMonsters für eine Verbesserung der ermittelten Position gesorgt hat, ist indes unklar. Anders herum betrachtet bedeutet dies aber, dass weder ein iPhone 4, noch die Tethering-Option (sofern sie optional ist) notwendig sind, denn mit MyWi lassen sich aufgrund der Funktionsweise ähnliche Ergebnisse erzielen. Dies setzt jedoch einen Jailbreak voraus.
Trotz allem liefert das WiFi-iPad auf diese Weise zumindest akzeptable Ergebnisse, die je nach Anwendungszweck dennoch ausreichen können.

Einziger Haken an der Sache sind relativ lange Aktualisierungszeiten. Die A-GPS-Informationen werden nur ca. einmal pro Minute neu ermittelt, womit Echtzeitanwendungen nicht möglich sind. Dies ist vermutlich ein Zugeständnis an den Akku des iPhone, denn GPS-Ortung hat sich auf Dauer als ziemlich stromintensiv herausgestellt.

[via 9to5mac]

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 11 Kommentar(e) bisher

  •  Robert sagte am 17. März 2011:

    Nein tut es nicht. Es nutzt lediglich die Skyhook-Ortung per getethertem Wlan. Während beim iphone4 die genauigkeit mit weniger als 5m angezeigt wird, hat das iPad konstant +30m Ungenauigkeit.

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  •  stk sagte am 17. März 2011:

    rbq,
    gute Frage, habe das als widersprüchlichen Aspekt nachgereicht oben.

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  •  @bramanoli sagte am 17. März 2011:

    RT @Macnotes: iPad: GPS-Funktion mit Personal Hotspot nachrüstbar http://macnot.es/59274

    Antworten 
  •  @superglide sagte am 17. März 2011:

    RT @Macnotes: iPad: GPS-Funktion mit Personal Hotspot nachrüstbar http://macnot.es/59274

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  •  Obstliebhaber sagte am 17. März 2011:

    es lohnt sich allemal ein iPad 2 mit 3G, denn 1. so schön das ja auch ist mit dem mobilen Hotspot, aber so entleeren sich beide Akkus deutlich mehr. sehe ich als sehr großen Nachteil!!!
    2. Mehrkosten entstehen mir z.B durch den Vertrag nicht, da ich mir einfach ne Multi-MicroSim bestelle und da habe ich nur 1x den höheren Anschaffungspreis zu berappen, aber monatlich nicht mehr.
    3. sollte mir unterwegs z.B. auf ner Dienstreise der iPhone 4 Akku den Dienst versagen habe ich mit dem iPad 2 immer noch unabhängig von irgendeinem Wifi-Hotspot die Möglichkeit online zu gehen und Mails etc. zu verschicken und mich mitzuteilen.

    Für mich überwiegen die Vorteile des wifi+3G Modells ganz klar.
    Jetzt hoffe ich nur noch ein iPad 2 demnächst zu bekommen, denn irgendwie glaube/befürchte ich, dass wenn man nicht gleich bei Verksufsstart eins bekommt, dass man dann laaaange warten muss bis wieder welche verfügbar sein werden :-( Und diese ganze wirklich tragische Japan-Tragödie wird sich auch nicht gerade positiv auf Lieferanten von Apple etc. auswirken. Es ist noch gar nicht abzusehen, was da noch alles passiert, in erster Linie mit den Menschen dort.

    Liebe Japaner, ich/wir sind mit unseren Gedanken und Gebeten bei Euch!!! ;-)

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  •  matpete sagte am 17. März 2011:

    Lieber Redakteur stk (wenn man das als Titel trägt, verbindet man ja einen gewissen journalistischen Anspruch damit):
    Wenn man schon Stilmittel einsetzt, dann bitte richtig. Es heißt entweder da “liegt der Hund begraben” oder da “liegt der Hase im Pfeffer”, der Hase hingegen liegt niemals und nirgendwo begraben ;-)

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  •  stk sagte am 17. März 2011:

    Lieber Kommentator matpete:
    Hybrid ist gerade schrecklich in Mode und da dachte ich, schwimme ich mal auf dieser Welle mit und habe aus zwei Sprichwörtern eines gemacht. Das Beste aus zwei Welten, quasi. ;-)

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  •  matpete sagte am 17. März 2011:

    @stk: Für hybrid bin ich vermutlich zu alt und/oder zu sehr Purist – obwohl ich E10 tanke ;-)

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  •  @seilers sagte am 18. März 2011:

    RT @Macnotes: iPad: GPS-Funktion mit Personal Hotspot nachrüstbar http://macnot.es/59274

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  •  velofisch sagte am 21. April 2011:

    @Robert Die Skyhook-Ortung bedeutet, dass mit dem Einschalten des WLAN-Hotspot der eigene Standort an potentiell alle iOS-Nutzer übermittelt werden:
    Experiment: WLAN-Hotspot aktivieren und alle Parameter (MAC-Adresse, Name, Verschlüsselung) auf einen WLAN-Router übertragen. Nun mit dem iPhone Spazieren gehen. Gleichzeitig zu Hause mit einem reinen WLAN-iOS-Geräte (z.B. iPod Touch oder iPad-WLAN) über den Router Google Maps nutzen und sich die eigene Position anzeigen lassen. Wenn nicht andere Funknetze in der Umgebung das Ergebnis verfälschen, sollte mit Google Maps gut verfolgbar sein, wo sich das iPhone gerade befindet. So lässt sich bei einem iPhone ohne Jailbreak oder andere Manipulation der integrierte GPS-Spion auch für Leute ausserhalb von Apple nutzen.

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