News & Rumors: 4. April 2011,

King's Bounty: Collection – Test: Armored Princess und Cross Worlds im Paket

Mit der King’s Bounty Collection veröffentlicht dtp entertainment für Katauri Interactive zwei Fantasy-Rollenspiele, die vor allem jüngere Spieler ansprechen. Während das Grundspiel sich mit der Rettung der Welt Endoria beschäftigt, bietet Cross Worlds dem Spieler drei weitere Kampagnen, in denen man verschiedenen Herausforderungen auf dem Weg zum Ruhm trotzen muss. Worum genau es in King’s Bounty: Armored Princess und King’s Bounty: Cross Worlds geht und was Ihr von den Spielen erwarten könnt, erfahrt ihr in unserer Review.

In der King’s Bounty
Collection
hat der Spieler die Möglichkeit sich zwischen insgesamt vier
komplett verschiedenen Kampagnen zu entscheiden: Die erste Kampagne stammt aus
dem Basisspiel Armored Princess und
befasst sich mit der Rettung der Welt Endoria, die vom Dämon Baal bedroht wird.
Die drei anderen Kampagnen thematisieren völlig andere Geschehnisse. So gibt es
eine Missionsfolge bei der man sich durch eine Arena kämpfen muss, um seine
eigene Freiheit wieder zu erlangen, um die uns ein gieriger Händler zuvor
betrogen hat. Doch als Bonus zur Freiheit bietet uns der freundliche, aber
machtgierige Händler noch eine Menge Gold und ewiges Leben an, in dem wir uns
auch keine Sorgen um Frauen oder ähnliches machen müssten, so der Händler. Alternativ
kann man sich statt gegen Baal gegen Orks zur Wehr setzen, die Endoria besetzt
haben und nun das ganze Land durchstreifen.

King's Bounty Collection Review

Um all dieses Übel zu bekämpfen, gibt es in King’s Bounty ein ausgeklügeltes
Charakterentwicklungssystem, das drei unterschiedliche Talentbäume aufweist;
Magier, Krieger, Paladin. Letzteres ist eine Mischung aus den beiden vorher
genannten. Und da man als Prinzessin alleine nicht hunderte von Gegnern
besiegen kann, darf sich Amelie auch noch eine Armee zusammenkaufen bzw.
zusammenstellen ganz nach ihren eigenen Vorstellungen – der Konstellation sind,
außer bei der maximalen Einheitenanzahl, keine Grenzen gesetzt: ob Zwerge,
Greifen, Untote, Dämonen, Dämonenbeschwörer oder einfach Söldner oder gar
Pflanzen. Alles kann für die eigene Armee rekrutiert werden. Sollte die nicht
genug sein, bekommt man zu Beginn des Spiels sogar seinen eigenen kleinen
Drachen geschenkt, der mit der Zeit und zunehmender Erfahrung zu einem großen
Exemplar heranwächst. Wer nun denkt, dass das kleine Schuppentier jedoch bis es
ausgewachsen ist keinen Nutzen hat, der irrt; das mobile Feuerzeug kann schon
als Baby unzählige Truppen vernichten und steht uns jeden Kampf einmal pro
Runde mit seiner Hilfe bei.{BREAK}

Kommt Zeit, kommt
Angriff

 Getreu diesem Motto entwickelt sich in King’s Bounty der Strategie-Charakter des Spiels. Zum Ausdruck
kommt dieser dann in den rundenbasierten Kämpfen. Hierin gilt es nicht hunderte
Einheiten nacheinander mit Befehlen zu versorgen, sondern zur Entlastung des
Spielers werden gleichartige Einheiten zu einer Spielfigur reduziert, die man
dann über das schachbrettartige Schlachtfeld zieht. So bleibt die Übersicht selbst
in langen Kämpfen gegen schwere Gegner erhalten. Zusätzlich zum physischen
Schaden kann man, egal welcher Klassenkonfession man angehört, auch noch Zauber
wirken. Je nach Erfahrungsgrad in der Magie kann man diese entweder einmalig
von Schriftrollen wirken, oder sie aus dem Zauberbuch ablesen. In den Kampf
gerät man, nachdem man auf der Weltkarte in Gegner reingelaufen ist bzw. diese
einen eingeholt haben.

Eine Weltreise, die
ist lustig

Wenn man an eine Weltkarte bzw. Karte in einem Spiel denkt,
so fällt einem nur eine zweidimensionale Landschaft ein. King’s Bounty erfüllt jedoch die 2D-Landschaft mit unglaublich viel
Leben, sodass schnell eine weitere Dimension hinzukommt. Ein Zoom ermöglicht
die Ansicht von vielen schönen Details an Charakter, Flora, Fauna und
Architektur. Die teils malerische Landschaft wird von passenden harmonischen
Klängen unterlegt, die dazu einlädt das Spiel einfach mal zu pausieren und den
ruhigen Klängen zu lauschen. Aber auch in unterirdischen Gefängnissen sorgt der
Soundtrack des Spiels für eine exzellente Atmosphäre.

Fazit

King’s Bounty (Affiliate) zielt auf eher jüngere Spieler ab; die Handlung ist relativ einfach gehalten,
wenngleich spannend und in sich stimmig. Es wird auf jegliche Übertreibung und
Ambiguität verzichtet und man erhält somit ein schönes, entspannendes Spiel.
Auch die immer wieder eintretenden Kämpfe zerreißen die Handlung nicht oder das
ruhige Spielen, sondern sorgen aufgrund ihrer Rundenbasis für ruhige Kämpfe,
die immer nur zeitweise spannend werden – nämlich, wenn es darum geht, ob eine
gegnerische Einheit vernichtet wird, oder ob sie so gerade noch überlebt.

Der Rollenspielcharakter bleibt beim Zusammenstellen der
Armee jedoch nicht auf der Strecke, sondern hat seinen Platz im Spiel durch ein
Inventarsystem mit unzähligen verschiedenen Gegenständen und Sets, die der
Spieler sammeln, verwenden und verkaufen kann.

Somit bildet King’s
Bounty
eine großartige Mischung für Spieler jeden Alters, aber vor allem
für Spieler jüngeren Alters, die Wert auf ein ruhiges, atmosphärisches und gut
entworfenes Rollenspiel mit Strategieinhalt legen.



King's Bounty: Collection – Test: Armored Princess und Cross Worlds im Paket
3,8 (76%) 5 Bewertungen

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