News & Rumors: 7. April 2011,

PS3 Jailbreak: Anonyme Hacker nehmen Sonys Webseiten und das PlayStation Network ins Visier

PSN
PSN - Abbildung

Vor ein paar Tagen waren Meldungen über eine anonyme Hackergruppe bekannt geworden, die sich selbst auf die Fahnen geschrieben hatte, Sonys Vorgehen gegenüber den Hackern Geohot und Graf_Chokolo zu ächten. Nun wurden an prominenter Stelle die Forderungen der Hacker veröffentlicht.

Sony Computer Entertainment vor Gericht

George Hotz und Alexander Egorenkov sind nur zwei von einer Gruppe von Entwicklern, die von Sony Computer Entertainment America und Sony Computer Entertainment Europe vor die Gerichte gezogen werden, weil sie Modifikationen an Sonys PlayStation 3 vorgenommen haben. Beide hatten zuletzt um Spenden gebeten, damit sie ihre gerichtliche Auseinandersetzung mit Sony bezahlen werden können. Bei Egorenkov wurde zudem bekannt, dass in seiner Hamburger Wohnung eine Hausdurchsuchung stattgefunden hatte. Zudem wurde dem in New Jersey wohnenden Hotz vorgeworfen, er hätte sich mit der Auslieferung seiner Hardware unnötig Zeit gelassen und Manipulationsvorwürfe machten gerüchteweise die Runde – es hieß sogar, Hotz hätte sich nach Südamerika abgesetzt.

Just als man dachte, die Fronten seien geklärt und man sich darauf einstellen wollte, auf den Ausgang der Gerichtsverfahren zu warten schalteten sich vor einigen Tagen weitere „anonyme“ Hacker in den Diskurs mit ein. Sie drohten damit Sonys Webseiten zu hacken und scheinbar machten sie ihre Ankündigungen wahr. Denn wie von einigen Stellen im Internet bezeugt wird, sind diverse Webseiten von Sony gestern nur sehr langsam oder überhaupt nicht aufzurufen gewesen. Außerdem erhielten einige Nutzer des PlayStation Networks eine ominöse Fehlermeldung 80710D36 beim Einloggen ins PlayStation Network. Dies fiel offenbar ebenfalls den Hackunternehmungen zum Opfer. Eine Fehlermeldung mit einem Harlekin-Gesicht und englischsprachigen Forderungen wurde den Nutzern angezeigt.

Die Hacker stellen sich selbst als „We are Anonymous“ (Wir sind anonym) vor. Außerdem fordern sie, dass die PlayStation 3 wieder für Endbenutzer modifizierbar werden müsse, wie sie es vor dem Wechsel auf die Firmware-Version 3.21 gewesen ist. Sony müsse außerdem davon absehen, gerichtlich gegen Personen vorzugehen, die ihr Eigentum verändern und zudem dürfte Sony nicht gerichtlich Vorgehen gegen die Personen hinter etwaigen IP-Adressen, die man gesammelt habe (vgl. PSX-Scene, engl.). Selbst die Webseite PSX-Scene distanziert sich von den Aktionen der Hacker, sicherlich nicht zu Unrecht, da die nun vorgenommenen Aktionen gegen geltende Gesetze verstoßen und strafrechtlich verfolgt werden können. Gleichzeitig urteilt man, dass Sony es schwer haben wird, mit den Hackern in einen Dialog zu treten.

Ein Twitter-Account, der den Hackern zugeordnet wurde ist mittlerweile nicht mehr verfügbar.



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