News & Rumors: 14. April 2011,

Drachenwächter: Die Prophezeiung – Test: Adventure zur Roman-Vorlage von Falko Löffler

Drachenwächter: Die Prophezeiung, so heißt das neue Point-and-Click-Adventure von Daedalic Entertainment. Einigen kommt der Name vielleicht bekannt vor, denn das Spiel basiert auf dem gleichnamigen Fantasy-Roman von Falko Löffler. Worum es bei diesem PC-Spiel geht, erfahrt Ihr in diesem Review.

In Drachenwächter: Die Prophezeiung schlüpft
man in die Rolle von Seld Esan, dem Vorsteher des Dorfes Hequis. Seit jeher
wurde sein Dorf von den goldenen Drachen vor bösen Dämonen beschützt. Doch
eines Tages verlassen die Drachen die umliegenden Berge und die
Dorfgemeinschaft beschließt ihnen zu folgen. Auf ihrem Weg machen die
Flüchtlinge Halt an der Stadt Klüch, und hier beginnt das eigentliche Spiel.

Im Laufe der
Handlung wechselt der Spieler regelmäßig zwischen zwei spielbaren Hauptfiguren,
Seld Esan, dem Dorfvorsteher und Mesala, der Geliebten des Herrschers von
Klüch. Genretypisch gilt es bestimmte Gegenstände zu suchen, sie geschickt zu
benutzen und damit Rätsel zu lösen. Ort des Geschehens ist eine
mittelalterliche, orientalisch angehauchte Fantasywelt. An den gezeichneten
Schauplätzen muss man meistens eine Reihe verschiedener Aufgaben bewältigen, um
ein größeres Ziel zu erreichen. Zum Beispiel versperren zwei hundeähnliche Kreaturen
den Weg zum nächsten Schauplatz. Man könnte sie mit etwas zu Fressen weglocken.
Doch das potenzielle Tierfutter muss man erstmal bei einem Hütchenspieler
gewinnen. Natürlich will der zuvor einen Starteinsatz sehen und muss dann auch
noch ausgetrickst werden, da er selber zu schummeln scheint. Man merkt, dass eine
scheinbar einfache Aufgabe einen Rattenschwanz von Begleitaufgaben nach sich
zieht, für die man immer wieder andere Gegenstände an den verschiedenen Orten
zusammensuchen muss.

Drachenwächter Die Prophezeiung Review

So bleibt es
leider nicht aus, dass man gefühlt dutzende Male an zuvor besuchte Schauplätze
zurückkehren muss. Zwischendurch gibt es noch einige Schalterrätsel zu lösen,
die Schwierigkeit schwankt hier zwischen sehr einfach und ziemlich schwer. Eine
Balance oder im Spielverlauf steigende Schwierigkeit scheint es nicht zu geben.
Falls man mal gar nicht mehr weiter weiß, kann man immer noch die eingebaute
Tipp- und Hilfsfunktion benutzen. Damit kann man nach einer bestimmten
Versuchszeit Rätsel automatisch lösen, oder sich einen Hinweis auf den Ort von
Gegenständen geben lassen, die man partout nicht finden kann. Im Gegensatz zu
vielen anderen Spielen hat diese Tipp-Funktion eine ziemlich lange
Wiederaufladezeit. Der Einsatz will also gut überlegt sein.{BREAK}

Atmosphäre

Drachenwächter verfügt über ein gutes Ambiente und vermittelt
eine tolle Atmosphäre. Dies wird ebenfalls durch die Story bewerkstelligt, denn
im Gegensatz zu vielen anderen Point-and-Click- oder Wimmelbild-Spielen hat die
Geschichte von Drachenwächter
Tiefgang und Spannung. Immerhin dient ein richtiger Roman als Spielvorlage.

Schick aber
zu wenig Abwechslung

Trotzdem ist
die Spieldauer etwas kurz geraten, nach wenigen Stunden hat man schon alle
Aufgaben gelöst und kann sich den Abspann ansehen. Auch an der Anzahl der
Schauplätze wurde gespart: Anstatt etwas Neues zu sehen, muss man immer wieder
zu vorher besuchten Orten zurückkehren. Diese sind immer gezeichnet und bieten
ein ganz eigenes Flair. Die Grafik ist generell in 2D gehalten, selbst die
Spielfiguren sind nicht etwa als 3D-Figuren animiert worden, sondern wurden
ebenfalls gezeichnet. Die Zwischensequenzen sind leider nicht bewegt. Es
handelt sich nur um musikhinterlegte Standbilder mit Untertiteln.

Der Sound im
Spiel gelungen: Zwar hätte an einigen Stellen noch eine Sprachausgabe
hinzugefügt werden können, aber die Musik und die Geräusche sind gelungen.

Fazit

Drachenwächter: Die Prophezeiung (Affiliate) ist insgesamt ein gutes Abentuer,
trotz einiger Kritikpunkte. Die interessante Story und das ganz eigene Ambiente
trösten über den teilweise doch sehr wechselhaften Schwierigkeitsgrad und die
mangelnde Auswahl an Schauplätzen hinweg.

Vor allem Leser
des Romans werden an dem Titel viel Spaß haben, aber auch Leute wie ich, die
das Buch nicht gelesen haben, finden sich direkt zurecht und können in das
Spiel eintauchen.



Drachenwächter: Die Prophezeiung – Test: Adventure zur Roman-Vorlage von Falko Löffler
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