Apple Q2 2011: Rekordquartal, iPhone top, iPod flop
Apple hat soeben die Quartalszahlen für das zweite Quartal 2011 bekannt gegeben. Auch dieses Quartal reiht sich nahtlos in die vergangenen Rekordquartale ein. Die Zahlen in Kürze: Umsatz 24,67 Milliarden, Gewinn 5,99 Milliarden, 3,76 Millionen verkaufte Macs und 18,65 Millionen iPhones. Steve Jobs kommentierte die guten Zahlen sehr euphorisch mit “We’re firing on all cylinders.” und versprach gleichzeitig weitere Innovationen für das weitere Jahr.
Gewinn und Umsatz
In den vergangenen drei Monaten konnte Apple Waren und Dienstleistungen im Wert von 24,67 Milliarden US-Dollar an den Kunden bringen. Das sind 83 Prozent mehr als im Vergleichsquartal 2010 und mehr als Apple noch 2007 im Gesamtjahr als Umsatz erwirtschaften konnte. Als Gewinn blieben 5,99 Milliarden Dollar übrig, fast eine Verdopplung im Vergleich zu 2010. Die Gewinnmarge betrug 41,7 Prozent.
Macs
Auch wenn Apples Brot-und-Buttergeschäft inzwischen bei den i-Produkten liegt, trägt der Mac immer noch einen signifikanten Anteil zum Wohl und Wehe der Firma bei. Im vergangenen Quartal entschieden sich 3,76 Millionen Käufer, und damit fast ein Drittel mehr als in Q2 2010, für einen Mac. Der Anteil am Umsatz betrug 4,98 Milliarden Dollar und damit knapp 20 Prozent des Gesamtumsatz.
iPod, iPhone und iPad
Gut läuft es für Apple auch bei den i-Devices. iPhone und iPad konnten satte Zugewinne verbuchen. Der Absatz von iPods ist schon seit einigen Quartalen rückläufig und setzte sich mit 9,02 Millionen Geräten (Q2 2010: 10,89 Millionen) auch in diesem Quartal fort. Viele Käufer entscheiden sich vermutlich gleich für ein iPhone, dessen Absatz von 8,75 Millionen auf 18,65 Millionen Geräte gesteigert werden konnte und mit 12,3 Milliarden Dollar fast die Hälfte zum Gesamtumsatz beitrug.
Vor einem Jahr startete der Verkauf des iPads und tauchte im Q2 2010 erstmals in der Bilanz Apples auf. Im vergangenen Quartal wechselten 4,69 Millionen iPads den Besitzer und damit 1,42 Millionen Geräte mehr als im Vorjahresquartal. Laut Apple ist das iPad nicht nur bei Privatanwendern beliebt sondern auch im Unternehmensbereich. Zudem kämpft Apple noch immer damit die Nachfrage nicht vollständig bedienen zu können.
Ausblick
Den Ausblick auf das nächste Quartal zeichnet Apple CFO Peter Oppenheimer wieder gewohnt konservativ. Als Richtmarke wird ein Umsatz von 23 Milliarden Dollar gesetzt, doch man muss kein Prophet sein, um angesichts des Starts des iPad 2 vor wenigen Wochen, den Schluss zu ziehen, dass es in drei Monaten wieder heißt: “Rekordquartal für Apple”.










Marcel meint:
Meiner Erfahrung im Bekannten- und Freundeskreis nach, werden viele iOS-User zum Mac bekehrt. Das florierende iPhone-Geschäft zieht also auch die Macs…
Thomas meint:
Den iPod als Flop zu bezeichnen halte ich für ziemlich gewagt.
Urs meint:
Reisserische “Bild”-Titel hätten hier eigentlich nichts zu suchen.
Nari meint:
@Marcel:
…genau so siehts aus! Kann bei mir genau das gleiche beobachten.
kg meint:
@Urs was hat es mit “reißerisch” zu tun, wenn es so ist? ;)
Freddy meint:
Ein Grund für die rückläufigen Verkaufszahlen der klassischen iPods (Nano, Shuffle, Classic) dürfte auch sein, dass derjenige der mal einen davon hat, so bald keinen neuen braucht. Mit einem 2 Jahre alten iPod Nano fahre ich immer noch genauso gut wie mit dem aktuellen. Die neuen Generationen verfügen über keine Weltbewegenden Neuerungen und so werde ich mir auch in den nächsten 3 Jahren keinen neuen anschaffen. Da steige ich eher auf eine Nummer größer um (iPod Touch, iPhone) um.
In meinen Augen war das vorauszusehen und wird sich auch nicht ändern, solange Apple die iPods so weiterentwickelt wie bisher (das is nicht negativ gemeint, soviel kann man aus denen nicht mehr herausholen).
at meint:
Man kann aus ihnen zum Beispiel noch ganz viel Batterieleistung herausquetschen. Denn die ist schlicht unterirdisch und orientiert sich eher an dem Niveau der Player von Franjo Pooths Pleitefirma. Ich bin mit dem iPhone als MP3-Player von der Akkuleistung her zufrieden. Bevor ich allerdings so eines hatte, hatte ich mal einen iRiver-Player der ersten Generationen. Da gab es mit einer einzigen Batterie bis zu 40h Spielzeit. Leider hat auch iRiver nicht unbedingt diese Werte beibehalten. Doch Apples jetzige Player, vor allem wenn sie noch ein Display haben, sind nach ein paar Stunden leer. Das kann nicht im Sinne des Erfinders sein, wenn man beispielsweise auf einer Zugreise mehrere Stunden unterwegs ist, und Angst haben muss, dass der Akku leer geht.
Urs meint:
@ kg
stimmt über 9 Millionen Einheiten sind wirklich ein Flop.
Es ist abzusehen, dass die Produktion eingestellt wird
sideshowbob meint:
Vielleicht sollte Apple sich überlegen, ipods qualitätsmäßig auf 2 Jahre zu beschränken, um den Markt weiterhin hoch zu halten.
MacBook Air mit Sandy Bridge CPUs: Produktionsbeginn im Mai? meint:
[...] aus, dass neue MBA bereits auf dem Weg sind und ab Ende Mai hergestellt werden sollen. In den aktuellen Quartalszahlen von Apple hat sich schon angedeutet, wo die Reise hin geht. Bei Macs sind Laptops beliebter als Desktops und [...]
iPad 2: Lieferknappheit aufgrund von Qualitätsproblemen bei Display und Lautsprecher? meint:
[...] Probleme mit der Qualität der Bauteile Schuld an den niedrigen Produktionszahlen sein. Bei der Veröffentlichung der Quartalszahlen kam unter anderem das iPad 2 zur Sprache. 4,69 Millionen Stück wurden seither verkauft. Das ist [...]
Der Apple/Mac - Userthread - Seite 100 meint:
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