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Veröffentlicht am  20.04.11, 12:52 Uhr von  kg

Geänderte Nutzungsbedingungen bei Dropbox: Datenoffenlegung für US-Behörden möglich

AirportEine Änderung der Dropbox-AGB dürfte auch hierzulande nicht unwichtig sein: Ab sofort gibt es einen Passus, dass die verschlüsselten Daten von der Dropbox an die US-Behörden übergeben werden dürfen.

Bei Dropbox werden die Daten auf dem Onlinespeicher standardmäßig verschlüsselt, wenn der Anwender weiterführende Verschlüsselungen wünscht, ist dies ebenfalls möglich. Voraussetzung für die Herausgabe der Dropbox-Daten ist, dass entsprechende rechtliche Schritte vorliegen, also z. B. richterliche Verfügungen.

Konkreter wird Dropbox in seinen Nutzungsbedingungen nicht, allerdings dürfte es bereits vorher Möglichkeiten für Behörden gegeben haben, an die Daten heranzukommen – auch ohne dass der Nutzer dem zustimmt.

So geben Dienste wie Skype bei vorliegenden Rechtsbeschlüssen, z. B. für die Aufklärung in Diebstahlsdelikten, Standortdaten oder IP-Adressen heraus. Dies dürfte auch bei Dropbox der Fall sein. Warum genau diese Klausel nun in den Nutzungsbedingungen ausdrücklich aufgeführt wird, ist offen.

[via Golem]

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 12 Kommentar(e) bisher

  •  @vieser sagte am 20. April 2011:

    RT @Macnotes: Geänderte Nutzungsbedingungen bei Dropbox: Datenoffenlegung für US-Behörden möglich http://macnot.es/60978

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  •  Marcel sagte am 20. April 2011:

    Wird Zeit dass Wuala mit der Funktionalität gleichzieht… Die haben ihre Server in der Schweiz, wo bekanntermaßen sogar Daten von Verbrechern vor staatlichem Zugriff geschützt bleiben! ;-)

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  •  @micha_voxs sagte am 20. April 2011:

    RT @Macnotes: Geänderte Nutzungsbedingungen bei Dropbox: Datenoffenlegung für US-Behörden möglich http://macnot.es/60978

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  •  @RBALBERT sagte am 20. April 2011:

    RT @Macnotes: Geänderte Nutzungsbedingungen bei Dropbox: Datenoffenlegung für US-Behörden möglich http://macnot.es/60978

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  •  @LeContre sagte am 20. April 2011:

    @ices93 Naa, immer noch so begeistert von Dropbox? http://macnot.es/60978

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  •  Lurker sagte am 20. April 2011:

    Ich nutze auch lieber Wuala. Neben dem bereits genannten RZ in der Schweiz, werden bei Wuala auch die Daten mit einem nur dem Benutzer bekannten Passwort verschlüsselt bevor Sie auf die Server von denen übertragen werden.

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  •  DRAGONFLY sagte am 20. April 2011:

    Was auch immer “Rechtsbeschlüsse” sein sollen.. In den USA umgehen die Behörden den Richtervorbehalt mit sog. Security Letters, die sie sich selbst ausstellen, also nach Außen bestätigen, dass ihr Zugriff für die nal tpnale Sicherheit absolut inerlässlich und alternativlos ist sowie im geheimen zu geschehen habe. Dieses “rechtsstaatliche” Wunderwerk ist das Ergebnis der Gesetgebung initiiert von der Regierung George Bush.

    In Deutschland ist die Praxis nicht wesentlich besser. Der Bundesgerichtshof hatte sich schon mit dem Fall von Journalisten unter Terrorverdacht zu beschäftigen. Gegen sie wurden Haftbefehle erlassen und ihre Telekommunikationsgeräte beschlagnahmt. Der Terrorverdacht wurde auf die Tatsachen gestützt, dass sie ihren E-Mail-Verkehr mit PGP verschlüsseln und die Sicherheitsbehördeny dasmnicht knacken konnten.
    Diese Meisterleistung wurde nicht von einem überspannten Polizisten

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  •  DRAGONFLY sagte am 20. April 2011:

    ..Diese Meisterleistung der Logik und Rechtswissenschaft wurde nicht von einem überspannten Polizisten vollbracht, sondern von der Behörde des Generalbundesanwalts und der BGH-Ermittlungsrichter hatte den Haft- und Durchsuchungsbefehl erlassen. Wir sprechen also von einer gewissen juristischen Elite. Beendet wurde dies erst auf den Rechtsbehelf der so Verdächtigen durch den Beschwerdesenat des BGH.

    Diese Anekdoten erinnern mich an den alten Churchill, der sagte: “Wenn es morgens um 5 Uhr an meiner Tür klopft und ich kann mir sicher sein, es ist der Milchmann, dann kann man sagen: Wir leben in einer Demokratie.”

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  •  @superglide sagte am 20. April 2011:

    RT @Macnotes: Geänderte Nutzungsbedingungen bei Dropbox: Datenoffenlegung für US-Behörden möglich http://macnot.es/60978

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  •  @fraggedreality sagte am 20. April 2011:

    RT @Macnotes: Geänderte Nutzungsbedingungen bei Dropbox: Datenoffenlegung für US-Behörden möglich http://macnot.es/60978

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  •  JB sagte am 22. April 2011:

    Die sichere Alternative zu Dropbox ist Wuala, und es ist auch für Neulinge gut gestaltet, die sich mit Verschlüsselung nicht auszukennen brauchen. Basisaccount ist gratis und wenn man sich über diesen Link anmeldet, gibt es 500MB als Bonus dazu:
    http://www.wuala.com/referral/N7H3F34AKHJ53BGF6FGC

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  •  Kein Kommentar sagte am 4. Juli 2011:

    Wuala ist kein Deut besser.

    Zitat aus den Wuala-AGB:
    “LaCie ist berechtigt, Daten soweit technisch möglich zu speichern und an Dritte weiterzugeben, soweit dies gesetzlich vorgeschrieben oder nach pflichtgemässem Ermessen notwendig und rechtlich zulässig ist, beispielsweise um (a) gesetzliche Bestimmungen oder richterliche oder behördliche Anordnungen zu erfüllen, (b) diese AGB durchzusetzen, (c) auf die Geltendmachung einer Rechtsverletzung durch Dritte zu reagieren oder (d) die Rechte, das Eigentum oder die persönliche Sicherheit von LaCie, seinen Nutzern oder der öffentlichkeit zu wahren. Vorbehalten bleiben die Bestimmungen gemäss Datenschutzrichtlinie.”

    Jeder dieser Diensteanbieter knickt vor der Staatsgewalt ein.

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