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Veröffentlicht am  22.04.11, 2:16 Uhr von  Alexander Trust

Kommentar: Wenn Meinung Geld kostet – 1-Klick-Kauf im App Store

App Store App Store - Icon

Uns erreichen täglich Dutzende Pressemitteilungen zu neuen Spielen (und Apps) für iPhone, iPod touch oder iPad. Manchmal finden wir etwas optisch ansprechend, in anderen Fällen überzeugt uns die Idee. Doch sehr häufig werden uns Games (und Apps) aufgetischt, mit denen wohl nicht nur wir nichts anfangen können…

Als ich bei der Recherche für eine potenzielle Meldung zu RC Heli 2 den App Store ansurfte, um zu überprüfen, um was für ein Machwerk es sich nun wieder handelt, kam mir ein Gedanke, den ich nicht zum ersten Mal hatte und wohl auch nicht zum letzten: Der App Store ist ein prima Katalysator. Er verwandelt in vielen Fällen Geld in Meinungen. Diejenigen, die am meisten Geld für Apps ausgeben, haben ganz offensichtlich zumindest die meisten Möglichkeiten, ihren Senf abzugeben. Ob sie das immer tun, sei dahingestellt.

Doch eines ist ganz klar. Der App Store kann bei mehreren Zehntausend Games nicht nur von den Kronen der Spiele-Schöpfung bevölkert sein. Vielmehr gibt es in Apples Downloadshop für iOS-Apps mitunter den größten Schund. Gerade weil es jeden Tag mehrere Hundert neuer “Spielchen” gibt, ist es quasi unmöglich für die Pressevertreter und Kritiker nur ansatzweise großflächig Hilfestellung geben zu können. Man wäre schon jetzt sein Lebtag damit beschäftigt, alles zu zocken, was es gibt, um ein Meinungsbild zu erstellen.

Womit “wir” allerdings überfordert sind – diese Aufgabe nehmen die User selbst in die Hand, und sie lassen es sich sogar etwas kosten. Im Fall von RC Heli bspw. hat der User “Danny the Fool” 2,39 Euro bezahlt, um sagen zu können:

“Steuert sich nicht wie ein RC-Heli (jedenfalls nicht wie meine), aber auch nicht wie ein Spiel sondern künstlich erschwert. Zudem stottert die Grafik und man darf weitere Helis als überteuerte IAPs freischalten.”

Danny the Fool

Mit IAPs meint er In-App-Käufe – eine Modeerscheinung oder ein Business-Modell, je nachdem auf welcher Seite man sich gerade befindet. 2,39 Euro ist für iOS-Games ein moderater Preis. Es gibt teurere, aber eben sehr viele billigere. Allerdings gibt es derlei Erfahrungen sicherlich ebenso mit Apps die 10, 20 oder noch mehr Euros gekostet haben.

Ich bin der festen Überzeugung, dass “Danny the Fool” nicht alleine dort draußen ist, könnte hunderte, ja tausende solcher Kommentare zitieren, von grummelnden Käufern von Apps, die ihr Geld nicht Wert sind. Wenn es dann oft genug keine Lite-Version zum Probieren gibt, spielt der App Store seine ganze Kraft als Katalysator aus und die Nutzer geben ihr Geld, nur um ihre Meinung sagen zu dürfen. Dieses Verhalten wirkt dekadent. Zumal ich genauso überzeugt annehme, dass sehr viele, die eine App gekauft haben, und kurz danach bereuen, es getan zu haben, trotzdem nicht den eher bürokratischen Weg gehen, um bei Apple über weniger dokumentierte Pfade ihr Geld zurück zu verlangen.

Zurück bleiben enttäuschte Kunden, Entwickler, die nicht wirklich schlauer sind, und Apple, das an der Misere auch noch verdient. Die Firma aus Cupertino hat die Nutzer dazu dressiert, Geld zu zahlen, um etwas tun zu können, das sowieso jeder ins Grundgesetzt geschrieben bekommen hat – das Recht auf freie Meinungsäußerung. Ich übertreibe an dieser Stelle absichtlich. Doch glaube ich, dass sich an dieser Situation erstmal nichts ändern wird. Apple muss nicht sofort einen 1-Klick-Umtausch einrichten, aber könnte zumindest den Umtausch-Prozess etwas durchsichtiger gestalten. Zudem sollten die verbrämten Käufer ruhig die Geduld an den Tag legen, ihr Geld zurück zu fordern, weil man weder Apple dafür belohnen muss, dass sie so einen digitalen Moloch wie den App Store bereitstellen, der Geld schluckt und eine Kommentarfunktion ausspuckt. Noch muss man einfallslose Entwickler mit 70 Prozent vom Meinungs-Kuchen belohnen, von dem Geld, das man am Ende des Tages eigentlich nur ausgegeben hat, um sagen zu dürfen, was man denkt. Da gibt es bessere und vor allem kostengünstigere Mittel und Wege, das zu tun.

 Und wie ist deine Meinung?  Schreib uns einfach!

 17 Kommentar(e) bisher

  •  Holger sagte am 22. April 2011:

    Da ist sicher etwas Wahres dran. Andersrum aber würde die Möglichkeit, Usern die Bewertung nicht gekaufter Apps zu erlauben, auch unweigerlich zu Hassbewertungen führen oder Trollen, die einfach nur irgendetwas schreiben, um negativ aufzufallen. iTunes Account hin oder her. Schön sieht man das bei der Lord of Rings SEE auf Bluray die bei Amazon lange vor Marktstart absolut verrissen wurde von Leuten die natürlich das Produkt nie in Händen hielten.

    Aja, bitte in “p” weniger in Cupertino ;-)

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  •  Blizzart sagte am 22. April 2011:

    Die Möglichkeit, eine App umzutauschen hat man aber nicht unbegrenzt. Beim Start des MacAppStores habe ich versehentlich auf die Bejeweled App geklickt und diese wurde sofort ohne weitere Nachfrage heruntergeladen. Auf meine Nachfrage auf Geldrückerstattung hat mir ein Applemitarbeiter geantwortet, dass ich schon 3mal mein Geld für eine App zurückerhalten habe und ich deshalb quasi auf den 15€ sitzen bleibe, die ich für ein Spiel bezahlt habe, dass ich gar nicht wollte.

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    •  at sagte am 22. April 2011:

      @Blizzart: Persönlich glaube ich, sollte man mittelfristig hier die gleichen Rahmenbedingungen schaffen, wie für den realen Kauf. Also die gleichen Fristen für eine Rückgabe. Mutwillige Zerstörung kann ja nicht passieren und ich denke aber auch, dass es sinnvoll sein kann, Rückgaben zumindest temporär zu begrenzen. Dass du in dem Fall vielleicht Pech gehabt hast – ich denke heute könntest du wieder Apps umtauschen. Nur stelle dir vor, jmd. kauft was, spielt es, gibt es zurück, kauft was, spielt es, gibt es zurück. Dann würde er ja quasi alles kostenlos kriegen. Und obgleich Apple-Produkte nicht billig sind, gibt es auch unter denen, die besser betucht sind, ne Menge Sozial-Schmarotzer. Ich mein, wenn Guttenberg und Koch-Mehrin die Vorbilder sind, dann weiß man ja, wo’s endet.

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  •  DAMerrick sagte am 22. April 2011:

    Umtausch aufgrund Fehlkauf dürfte bei maximal 5 Minuten liegen. Alles andere macht keinen Sinn, wenn man das Hochsetzen würde, würde man die Apps alle nutzen und dann nach ein paar Stunden zurückgeben.

    Schön, dass der Autor hier ein Problem anprangert, welches weiß ich zwar noch nicht, kommt aber vielleicht noch. Wie so oft ist Kompromiss die beste Lösung, besser jedenfalls als absichtlich zu übertreiben.

    Besonders die Tatsache Apple hätte dazu dressiert Geld auszugeben, um seine Meinung kund zu tun – so ein Blödsinn. Meinung kund tun kann man überall. Wenn man das unbedingt direkt im Store machen will hat das nur zwei Gründe: Entweder man will eine App kritisieren, die man nie benutzt hat, oder man will eine App kritisieren damit der Entwickler nachbessert.

    Im ersten Fall braucht es solche Kommentatoren nicht. Man braucht keine Idioten die davon ausgehen, dass ein Nacktscanner wirklich funktioniert und die deshalb mit einer Klage drohen weil sie für ihre Dämlichkeit 80 Cent ausgegeben haben. Und wir brauchen auch keine Trolle, die eine App schlecht bewerten, weil sie Fan des gegnerischen Fußballvereins sind. Das nur als zwei Beispiele.

    Wenn es um Kaufartikel geht, finde ich, sollte man entweder sich in seinem eigenen Blog beschweren oder auf Twitter oder eben erst nach dem Kauf.

    Gleichzeitig gilt für alle Käufer: Beschreibungen lesen. 99% der Anbieter sind so ehrlich zu sagen was die App kann und was eben nur Spaß ist. Da braucht sich dann keiner beschweren wenn er keine Lust hat die Beschreibung zu lesen.

    Beschweren an der richtigen Stelle. Es braucht keine Bewertungen à la “Der Preis für den Film ist zu hoch”, da trägt nicht Apple die Schuld.

    In dem Sinne: Verstehe das Problem nicht, welches in diesem Artikel erörtert wird.

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    •  at sagte am 22. April 2011:

      @DAMerrick: Das merkt man ^^ Viel Lärm um nichts. Aber trotzdem Danke für den ausführlichen Kommentar. Meine Meinung im Beitrag ist nicht der Status Quo, sondern ein Problem. Meine Wortwahl ist absichtlich überspitzt. Wie du an meiner Antwort an Blizzart lesen kannst, sind Du und ich sogar in vielen Punkten der gleichen Meinung.

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  •  DRAGONFLY sagte am 22. April 2011:

    Ähhm, wie geht das nochmal mit der Rückerstattung?

    Ich meine damit nicht die rein technisch vorgesehene Möglichkeit (diese ist bekanntlich in iTunes unter Account > Einkaufsstatistik > Rechnung #). Ich meine, welche Gründe werden seitens Apple akzeptiert?

    Hab das Gefühl, sie machen das nach Gutdünken & sehr selten.

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    •  at sagte am 22. April 2011:

      @Dragonfly: Wenn du ihnen auf den Piss gehst, werden sie dir das Geld vielleicht irgendwann zurückerstatten. Nur denke ich, ist das etwas, das man besser hervorheben muss. Nicht, um Apple zu schaden, sondern einfach um da einem Rech zu seinem Gehör zu verhelfen. An diesem Punkt bin ich nämlich nicht DAMerricks Meinung, weil ich glaube, das es genug unzufriedene Käufer gibt, denen durch die bloße Meinungsäußerung nicht geholfen ist, weil sie ein Produkt gekauft haben, mit dem sie nichts anfangen können. Es gibt dort draußen ne Menge hilfloser Leute, die z. B. nicht lesen können, dass ein Spiel auf ihrem Device nicht funktioniert. Und dann haben sie 79 Cent… vielleicht auch 7,99 Euro ausgegeben und sind sauer. Nur das Geld holen sie sich nicht zurück, weil sie nicht wissen, wie es geht.

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  •  alex sagte am 22. April 2011:

    Oder er setzt aufs Datamining! Was er dann verkaufen kann. Aber da bin ich wieder beim Verbraucherschutz.

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    •  at sagte am 22. April 2011:

      @alex: Na ja du darfst nicht von dir auf andere schließen. Wenn du ein Spiel durchspielst, nach ein paar Tagen und weißt, wenn ich’s zurückgebe, krieg ich’s Geld zurück, dann überlegen sich manche nicht, ob sie’s nicht doch lieber zurückgeben, dafür alle Spiele spielen können und trotzdem nix zahlen.

      Eventuell sollte Apple über einen Mietservice nachdenken. Eine Flatrate für den App Store. ^^

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      •  alex sagte am 22. April 2011:

        Das ist natürlich eine Frage der Zeitspanne der Rückerstattung. Denn ich glaube die meisten “Müllapps” werden nach der ersten, zweiten Benutzung gelöscht. Und was sich Apple zur Lösung des Problems, wenn Apple das überhaupt als Problem sieht, da ausdenkt ist mir eigentlich egal. Aber ich als User finde die derzeitige Situation nicht gut und Apple schmückt sich damit sehr kundenfreundlich zu sein (was ich bis jetzt eigentlich nur bei den Macs bestätigen kann).

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  •  Christoph87 sagte am 22. April 2011:

    Im Android-Market konnte man früher auch noch nach 2 Tagen die Apps zurückgeben, soviel ich weiß. Mittlerweile sind es glaube ich nur noch 12 Std, was ich aber auch noch sehr angemessen finde.

    Ich habe auch mehere Apps gekauft, die ich lieber zurückgeben würde, wenn es unkompliziert möglich wäre…

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    •  at sagte am 22. April 2011:

      @Christoph87: Siehst du, wenn du bei Amazon ein Spiel kaufst, hast du mehr Zeit als 12h um es zurück zu geben. Ich denke persönlich nicht, dass es bei Downloadgames anders sein sollte. Man kann gerne über eine Quote oder so etwas nachdenken, wenn Leute das ständig tun. Aber ich finde es nicht wirklich nachvollziehbar, warum man in dem neuen Zeitalter der Downloads nur noch Wegwerf-Items kauft. Man hat ja diese Wegwerf-Kameras immer belächelt und wenn man eine App kauft ist es ein wenig genauso, zumindest wenn man feststellt, dass die App nicht dem entspricht, was man sich versprochen hat.

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  •  air sagte am 23. April 2011:

    Du sprichst meiner Meinung nach 2 Sachen an die keine Probleme sind zumindest nicht aus meiner Sicht.
    Die Meinungsfreiheit innerhalb eines geschlossenen Systems? Du kannst ausserhalb des Appstores alles (wenn wir mal Verleumdung etc. weglassen) über den AppStores und die Apps schreiben was dir einfällt.
    Das angesprochene Beispiel von Amazon zeigt ziemlich deutlich, dass die meisten Leute nicht in der Lage sind dieses vernünftig zu nutzen. Was sollen Bewertungen über Produkte die noch nicht existieren oder nicht vom Bewerter genutzt wurden? Genau gar nichts. Spekulation ist für einen potentiellen Käufer uninteressant. Von daher finde ich die Regelung im AppStore absolut sinnvoll.

    Umtausch: das Umtauschrecht im Versandhandel und die freiwillige Umtauschregelung im stationären Handel haben leider dazu geführt, dass viele Leute sich keine Gedanken über den Kauf machen in dem Wissen, dass ja alles zurück kann wenn’s nicht gefällt. Mündigkeit der Käufer sieht anders aus. Wer eine AppBeschreibung nicht lesen kann und Bewertungen nicht liest dem sollte man den Gefallen eines Umtausches auch nicht tun. Btw. wird man auch bei Amazon und Co. Probleme damit haben nicht mehr versiegelte Datenträger umzutauschen.

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    •  at sagte am 23. April 2011:

      @air: Schon mal ne chinesische/japanische oder englische App-Beschreibung im App Store gehabt? So wie du Mündigkeit von einem Käufer verlangst, kannst du nicht von ihm verlangen, dass er Englisch spricht. Und es gibt genügend Apps, in deren Beschreibung steht, sie seien auf Deutsch, dann es aber nicht sind, oder wenn die Übersetzung grobe Mängel aufweist.

      Zudem darfst du nicht unterschätzen, dass selbst wenn alles auf Deutsch geschrieben steht, es auch innerhalb der Sprache viele Fallstricke gibt und ein wenig muss man dann auch den Kunden schützen, weil die Händler und Apple immer an die Eigenverantwortung appellieren werden – nur weil man einem 16-jährigen einen Handyvetrag verkaufen “kann”, heißt es nicht, dass man das auch muss?! Und nur ein Bruchteil von denen, die Apps im App Store herunterladen sind technisch so bewandert, dass sie z. B. einen Jailbreak ausführen können. Ich saß während meines Studiums in einer Vorlesung, in der Geisteswissenschaftlern in 2,5 Mal 90 Minuten ein Literaturverwaltungsprogramm vorgestellt werden sollte – eine 0815-Windows-App. So viele Fragen von Hunderten Leuten, so viel Stirnrunzeln… also geht bitte nicht von euch selbst aus. So wie hier wohl oft nur die technisch versierteren kommentieren – die Stimmen der “anderen” hört man gar nicht. “Kommentieren” im App Store ist einfach. Man wird sogar danach gefragt. Wenn du mal miterlebt hast, wie “deppert” sich manche Leute anstellen können, dann kannst du nicht immer nur den Schwarzen Peter bei ihnen suchen und drauf rumhacken, sie seien es ja selbst Schuld. Zumindest muss man sie aufklären.

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  •  blubb sagte am 30. April 2011:

    iTunes hatte am Anfang, also so im Spätsommer 2009 mal eine App heruntergeladen, auf deren Informationsseite ich nie war. Ich hatte absolut keine Idee, wie ich die gekauft haben soll. Ich habe dann mein Geld zurückerhalten und mir wurde gesagt, das war auch das letzte Mal, dass dies passiert…
    Eine Umtauschaktion oder eine automatische Demo (vielleicht mittels Emulator direkt in iTunes) wäre angebracht. Allerdings gibt es ja heutzutage YouTube, Blogs etc., dort kann man die Apps auch in Aktion sehen, bevor man sie kauft…

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  •  at sagte am 23. April 2011:

    @air: Du lebst in einer Blase. Ganz ehrlich. Du kannst gerne deine Rahmenbedingungen ziehen, aber wirst dann ne Menge Leute ausschließen, nur das merkst du mit den Scheuklappen dann nicht.

    Die Situation jetzt ist doch, dass 60 bis 80% derer, die im App Store kaufen nicht zu 100% verstehen, was dort steht, geschweige denn, dass das was dort steht, ausreicht, um Problemfälle abzudecken, bzw. die Funktionen der App zu beschreiben. Da gibt es Klicki-Bunti-Screenshots von Games und der User freut sich, es könnte was tolles sein. Willst du dann ernsthaft die ganze Meute als doof unter generalverdacht stellen. Ich glaub, wenn du wirklich so dekadent bist, dann würden dich die Leute auch in deinem Elfenbeinturm verhungern lassen.

    “Ich kann’s ja”, ob die anderen damit zurecht kommen ist mir egal. Wenn du die Beschreibung der Apps vollständig haben willst, musst du 200-seitige Handbücher schreiben, damit In-App-Käufe abgedeckt sind, die unterschiedlichen Bildschirme bei jeweiligen iOS-Versionen, was passiert, wenn die App abstürzt, was kann ich tun, wen soll ich anschreiben. Denkst mit einem Link zu einem Support, der bei 9 von 10 Firmen auf Englisch ist, ist dann die Schuldigkeit getan? Wenn die Programme im Deutschen App Store angeboten werden, gehen die Leute ganz natürlich davon aus, dass sie sie auch benutzen können. Dann soll Apple den Entwicklern vorschreiben, dass die Spiele in der Sprache lokalisiert werden müssen, ansonsten können sie nicht angeboten werden. Aber auch dann würde Apple dir einen Vogel zeigen. Du musst halt einen Kompromiss finden. Und der lautet in meinen Augen eben, denen, die es nicht besser wissen (können), unter die Arme zu greifen, anstatt sich über deren Ärger und Enttäuschung lustig zu machen. Sagst du zu ner Frau, die übern Kiez geht, wenn sie vergewaltigt wird auch… ja du wusstest doch vorher, das kann passieren – Pech gehabt?! Also ich denke nicht, dass das deine Absicht ist. Nur verschon mich jetzt dann bitte auch mit deinem Einwand, ich täte auf einmal Äpfel mit Birnen vergleichen. Und wenn das am Ende alles zu forsch geklungen haben sollte – sorry.

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  •  at sagte am 23. April 2011:

    @air: Das ist eben ein gesellschaftspolitischer Dissens. Fordern und Fördern, oder wie man die Klamotte nennt. Ich glaube nicht, dass du die Leute in ihrem “Prekariat” hängen lassen musst, aber ich finde nicht, dass du durch Fortführen des Status Quo irgendwas änderst. Weil die Leute, die du meinst, werden nicht lernen, indem du sie mit dem Kopf vor die Wand rennen lässt – siehe Homer Simpson. Entsprechend muss man Mittel und Wege finden, auch die Gelben zu erreichen.

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