News & Rumors: 23. April 2011,

PlayStation 3: PSN-Ausfall schadet der PlayStation-Marke

Die Online-Services PlayStation Network und Qriocity sind nach wie vor offline. Von Sony gibt es bislang kein weiteres Statement. Das nutzen Kollegen aus Übersee, um ebenfalls ein verheerendes Bild zu zeichnen.

Das Jahr 2011 hätte eigentlich auch Sonys Jahr werden können. Zuletzt wurden Hardware-Verkaufszahlen kolportiert, denen zufolge die PlayStation 3 an der XBox 360 vorbeigezogen ist. Im Herbst soll die Einführung eines neuen Handheld folgen. Doch aktuell hat der Elektronik-Konzern mit dem Ausfall eines der wichtigsten Bausteine des Erfolges zu kämpfen, dem PSN. Seit Mittwoch hat der Konzern das Netzwerk abgeschaltet und Online-Gamer sitzen auf dem Trockenen. Niemand kann außerdem Spiele kaufen, Filme leihen oder in Trophäenlisten schauen, ob er selbst der beste von seinen Freunden ist. Das große Plus des PSN war sicherlich, dass Online-Gaming kostenlos angeboten wird.

Der Chefredakteur von VG24/7 Patrick Garratt, zeichnet aber ein düsteres Bild (engl.), angesichts der Tatsache, wie „dilletantisch“ und „naiv“ Sony mit dem Thema Hacking und den Personen dahinter, den Hackern in diesem Jahr umgegangen ist. Auch wir haben bereits mehrfach auf die dilletantische Vorgehensweise hingewiesen, wie sie sich in den letzten drei Tagen besonders gezeigt hat. Sei es, dass Sony gestern Business as usual betrieb und mitten zwischen die Meldungen über den Ausfall Angebote von Downloadgames hinein veröffentlichte und Nutzer mussten sich natürlich auf den Arm genommen fühlen bei der Frage, was man denn das lange Wochenende über tuen würde. Oder sei es, dass man heute im Laufe des Tages ein Osterei über Twitter publizierte, anstatt Informationen, die weiterhelfen. Garratt betont, dass ein souveränerer Umgang mit diesem Thema dafür gesorgt hätte, dass man der ganzen Angelegenheit nun nicht in einer viel breiteren Öffentlichkeit gegenübersteht.

Denn zu Beginn war es nur eine Angelegenheit zwischen einigen wenigen und Sony. Personen wie George Hotz oder Alexander Egorenkov – leichtsinnige Jugendliche, könnte man sagen, waren in der Lage, einen Welt-Konzern ins wanken zu bringen, weil dessen gesammelte Belegschaft an Ingenieuren und Sicherheitsexperten nicht in der Lage scheint, die Expertise von einzelnen aufzuwiegen. In den letzten Wochen und Monaten wurden in Hamburg Hausdurchsuchungen vorgenommen, wurden in Nordamerika Horden von Anwälten auf einen Teenager gehetzt. Doch wenn es darauf ankommt, scheint Sony selbst nichts entgegenzusetzen zu haben. Auf dem 27ten Chaos Communication Congress in diesem Jahr in Berlin hatte eine internationale Gruppe von Hackern der Öffentlichkeit gezeigt, wie leicht es ist, die PlayStation zu hacken und welche Fehler Sony bei seiner Idee einer Middleware gemacht hat. Anstatt die Fingerzeige dankend anzunehmen, schwang Sony allerdings die Juristenkeulen überall auf der Welt. Nun, so schreibt Garratt, ist es auch ein Problem von vielen weniger technik-affinen Personen, Käufern der PS3, die schon seit Tagen nichtssagende Fehlermeldungen angezeigt bekommen und ratlos zurückgelassen werden. Garratt schreibt: „That error message really is ugly. And it’s still there.“ Der Journalisten-Kollege von VG24/7 geht sogar so weit zu sagen, dass jetzt der Punkt erreicht ist, an dem die Marke PlayStation echten Schaden nehmen kann.



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