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Veröffentlicht am  25.04.11, 15:50 Uhr von  Alexander Trust

PSN-Ausfall: Tag 5, und noch kein Ende in Sicht

PSN PSN - Abbildung

Mittwoch am 20. April hatte Sony die PSN-Server abgeschaltet, für uns Europäer allerdings wahrscheinlich zur Unzeit, so dass kaum jemand davon betroffen. Richtig begann der Aha-Effekt erst ab Donnerstag dem 21. April – viele Nutzer konnten da nicht mehr mit ihrer PS3 online spielen. Heute wissen wir, es soll Angriffe von außen gegeben haben und Sony bereitet das System neu auf, mehr aber auch nicht.

Als wir gestern um diese Zeit berichteten, hatte Sony über sein PlayStation-EU-Twitter-Kanal immerhin eine kleine Wasserstandsmeldung abgegeben, mit Informationen, dass man das Netzwerk prophylaktisch abgeschaltet hatte und es nun robuster wieder aufbauen wolle. Bislang gibt es aber keine weiteren Meldungen. Die letzte Meldung seitens Sony über Twitter liegt knapp 18 Stunden zurück. Allerdings war das keine echte Meldung wert, denn man informierte nur knapp, dass es weiterhin keine Neuigkeiten gäbe und man sich gedulden müsse.

5 Tage PSN down

Wir gehen also heute streng genommen in den fünften Tag der PSN-Downtime. Immernoch werden Nutzer mit Fehlermeldungen à la 80710A06 oder 8002A203 begrüßt, das merken wir auch an unseren Kommentaren, in denen zum Teil auch heute noch Fragen zu diesem Thema von euch auftauchen. Ein Journalisten-Kollege von VG24/7 hatte gestern angesichts der anhaltenden Probleme des PS Netzwerkes einen umfassenden Meinungartikel formuliert, in dem er einerseits behauptete, dass das PSN einer der wichtigsten Bausteine der PS3-Konsole ist, andererseits Sony mit seiner Art und Weise aber mittlerweile sogar der Marke PlayStation schaden würde. Anfangs sei es eine Sache zwischen einigen wenigen Hackern und Sony gewesen. Selbst der Top-Torrent-Download für die XBox 360 in 2010, Dante’s Inferno, wurde von nicht mal 2 Prozent der Nutzerbasis von Microsofts-Konsole raubkopiert. Entsprechend lohnt sich die Frage, ob es das richtige Zeichen von Sony gewesen ist, mit Anwälten gegen Jailbreaker wie Geohot oder Graf_Chokolo vorzugehen und Hausdurchsuchungen vom Gericht anordnen zu lassen. Am Ende würden vielleicht nur einige wenige “Nerds” sich Linux auf die Konsole installieren und niemand hätte etwas davon gemerkt. So jedenfalls lautete die Einschätzung des amerikanischen Kollegen.

Hacker Schuld?

Wir wissen derweil immer noch nicht, und werden es wohl nie erfahren, wer wirklich Schuld trägt an dem Ausfall des PS3-Networks in den USA und Europa. Die Hacker von Anonymous haben sich mehrfach von der Angelegenheit distanziert, zuletzt in einer Videobotschaft. Es wird gemunkelt, dass das PSN und Qriocity am Dienstag wieder online sein werden – nicht mehr als ein Gerücht. Ebenfalls aus der Gerüchteküche stammt die Meldung, dass Sony akuell alle PSN-Downloads mit einem neuen Master-Key versieht. Wenn sich dies bewahrheiten sollte, dann wollte Sony in erster Linie gegen Raubkopierer agieren und nicht etwa seine Nutzer schützen, hat aber Millionen von PS3-Besitzern damit getroffen. Wenn man mit Firmware-Updates einfach das Hase-und-Igel-Spiel gegen die Jailbreaker fortgetrieben hätte, würde man mit relativ wenig Aufwand sehr viel Schaden abwenden. Der wirtschaftliche Schaden und das Prestige, das jetzt in den 5 Tagen ordentlich gebeutelt wurde, stehen vielleicht in gar keinem Verhältnis zu potenziellen Ausfällen durch Raubkopien. Wenn Sony zukünftig jedes Mal so handelt, wird auf PS3-Besitzer noch sehr viel Zeit ohne GT5, ohne FIFA-Liga, und ohne MAG, COD: Black Ops, Modern Warfare, und wie sie alle heißen, zukommen. Denn Master-Key hin oder her, irgendwann wird auch der geknackt. Ganz nebenbei bemerkt, die Wii und die XBox 360 sind schon seit Jahren gehackt, doch beide Konzerne haben eine andere Strategie im Umgang mit den Hackern gewählt.

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